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i) Gabriel 140 Sirenyi, Gabriel
einer jungen Engländerin, die ihn, als
ei dort von schwerer Krankheit war be«
fallen worden, auf das sorgfältigste ge-
pftegt hatte, begab
sich darauf mit ihr nach
St. Petersburg zurück, wo er sich nun
zuerst einer Staatsprüfung unterzog, mit
einer Habilitationsschrift die Magister«
würde erlangte und sich dann für eine
Lehrkanzelan der Universität vorbereitete.
Im Jahre 4869 erlangte er das Lehr-
amt der Sprachforschung an der Hoch«
schule in Charkow. Von literarischen Ar-
beiten auf dem von ihm gepflegten Ge«
biete sind bisher bekannt: „
d. i. von den Ausgängen
und Zwecken der vergleichenden Sprach»
forschung; — „
d. i. die vorzüglichsten Fürwörter im
Sanskrit und die ihnen nächstverwandten
Formen.
Magazin für die Literatur des Auslandes.
Von I . 3 eh mann (Leipzig, 4».) 1366,
S.124: „Böhmens Mezzofonti". — Das»
selbe S. 24l. „Böhmens Mezzofonti, wie
er wirklich ist". — Neue freie Presse
(Wiener polit. Blatt) ls66. Nr. 006: „Der
Präger Mezzofonti". — Presse (Wiener
polit. Blatt) i866, Nr. U8, im Localanzeiger:
«Ein interessanter Sprachenvortray". —Die-
selbe t867. Nr. l4Z: „Der böhmische Mezzo»
fanti". — Wanderer (Wiener polit. Blatt)
ls66. Nr. 97: «Vincenz Scherzet". — 3 vsto-
2 01- (Präger illustr. Blatt. kl. Fol.) l869,
Nr. 2l u. 23.
Porträt. Unterschrift: öe^ök sei-o! j Kres-
UI ^l. Krielilido^ d. i. Vincmz äercl. Ge<
zeichnet von Kriehuder. Schulz Lc. s)m
8veto20!- 18N9. Nr 2l)
SerbNyi Gabriel Graf (Abgeord-
netei des mährischen Landtages, geb.
zu Lomnitz in Mahren 9. November
1817. gest. 26. April 1868). Ein Sohn
des Grafen Johann ss. d. S. 14?)
aus dessen Ede mit Aloisia Gräfin Eötvös. Dem Montanfache sich zu<
wendend, machte er seine Studien zu
Kaschau. dann zu Pesth und zuletzt an
der kön. Bergakademie zu Schemnitz.
Nach beendeten Studien trat er im Berg.
fache in Staatsdienste und hatte in die»
sen Gelegenheit, große Reisen zu machen,
auf welchen er Deutschland, Frankreich
und Belgien besuchte und den Zustand
des Montanwesens in diesen Ländern
kennen lernte. Im Staatsdienste rückte
er rasch vorwärts und kam in semer
Dienstleitung an verschiedene Orte in
Ungarn. Als im Jahre 1848 die Revo»
lution ausbrach, war S. Hofsecretär bei
der k. k. Hofkammer, trat aber im genann»
ten Jahre, als die Bewegung in Ungarn
begann, freiwillig auö dem Staatsdienste.
Von dieser Zeit an widmete er sich aus-
schließlich der Verwaltung seines im Hra>
bischer Kreise Mährens gelegenen Gutes
Luhatschowitz, daS. ohne Fioeicommiß zu
sein, seit dritthalbhundert Jahren sich im
Besitze der Familie Seröny i befindet.
Daselbst war er vornehmlich um die
Emporbringung deS dort befindlichen
Gesundbrunnens, der ein dem Selter.
wafser ähnliches Wasser liefert, bemüht.
Daneben widmete er sich mit großem
Eifer den öffentlichen Angelegenheiten
seines engeren Vaterlandes Mahren, be»
theiligte sich an Allem, was damals der
mährische Adel in dieser Hinsicht unter«
nahm, mit lebhaftem Interesse, und stand
überall, wo eS daS allgemeine Wohl galt,
in erster Reihe. So wurde er denn nach
Erscheinen des Diploms im October 1860
bei den darauf folgenden LandtagSwahlen
in's Auge gefaßt und auch thatsächlich
von Seite des Großgrundbesitzes in Mäh»
ren 1861 in den Landtag gewählt, ein
Vorgang, der sich in den folgenden Iah-
ren bis zum Ableben deS Grafen wieder«
holte und wobei der Graf nicht als Figu-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon