Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 141 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 141 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34

Bild der Seite - 141 -

Bild der Seite - 141 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34

Text der Seite - 141 -

Serinyi, Gabriel Seränyi. Gabriel rant theilnahm, sondern sich als einer der eifrigsten Landtagsmitglieder be> wahrte. Graf Gabr ie l widmete auf dem Landtage seine besondere Sorgfalt -den Angelegenheiten der bäuerlichen Bevölkerung, deren Lage zu verbessern und verhältnißlnaßig zu erleichtern, feine Hauptaufgabe war. So ging sein nach» stcS Streben dahin, daß das Land für das Militär, vornehmlich für die Caval« lerie, Kasernen erbaue, um den Landmann von der ebenso drückenden als die Bevöl- kerung demoralifirenden Last der Ein» quartierung zu befreien. Dadurch gewann der Graf unter der Landbevölkerung große Beliebtheit, und es fehlte nicht an Adressen und sonstigen Beweisen, worin ihm diese Gefühle öffentlich ausgespro- chen wurden. I n Sachen der land« lichm Vorschußcassen entwickelte er solche Rührigkeit, daß. als im Jahre 1867 die Vertreter dieser Angelegenheit zu einer Berathung zusammenkamen, der Graf von der Mehrzahl der zu dieser Bera« thung Herbeigekommenen zum Präses derselben erwählt wurde. Ebenso be« schaftigte ihn sehr die Angelegenheit der Bezirksvertretungen, bei welchen er auf möglichst große Autonomie hinarbeitete. Der Graf. der eine ungewöhnliche politi» sche Gewandtheit besaß, eine Eigenschaft, die ihm als Bürger eines Landes, das im ConstitutionaliSmuS seit Iahrhunder« ten gestahlt ist. gleichsam angeboren war, schloß sich in Mähren begreiflicherweise der Partei an. welche an den historischen Rechten festhielt und unterstützte und för« derte im mährischen Landtage, welchem er seit 1861 angehörte, mit aller Kraft daS von demselben aufgestellte Programm, lleberdieß war er auch Beisitzer des Lan« des-Ausschu ffes und zuletzt Vice.Prasident desselben. Zur Zeit, als er noch Honorar« Assessor des ungarischen Münz« und Berg« wesen. InspectoratS. OberamteS Nagy- BHnya war, schilderte er die Verhält« niffe der Umgebung dieses Ortes in den .Mittheilungen von Freunden der Natur« Wissenschaft in Wien" ^Bd. I I (1847). S. 37 und 62j. Graf Gabr ie l war seit 30. Mai l843 mit henr ie t te geborene Freiin von Hentschl zu Gutschdorf vermalt. auS welcher Ehe sechs Kinder: zwei Söhne, Otto und Vic tor , und vier Töchter entstam« men, welche aus der angeschlossenen Stammtafel ersichtlich sind. 8v6to2or (Prager illustr. Bllltt. kl. Fol.) 4868, Nr. 4«. S. 385: «Urads Nablisl Porträt. Unterschrift: „lli-ads ssrsu^i 6ä- bor". Gezeichnet F. Krieh über. Schulz so. (Holzschnitt). Zur Genealogie der Vrafen Serenyi. Die S erö. ny i , welche auch Szörsny i geschrieben erscheinen, sind ein ursprünglich polnisches Geschlecht, welches bald nach Ungarn kam, im 16. Jahrhundert auch in Mähren Besitz erworben und sich nach und nach zu einem ansehnlichen unaarifchen Magnaten» und mäh< riscben Aoelsaeschlecht emporgeschwungen hat. Der in den Quellen genannte kaiserliche Hi< storiograph Cal in von Marienberg be» ginnt seine — ungemein dürftigen — Dar- stellungen bereits mit dem Jahre 963. Er versetzt den Ursprung der Familie nach Polen, wohin wir ihm nicht folgen wollen. Wir halten uns an urkundlich festgestellte Zeiten und bemerken nur im voraus, daß die Familie Sersny i mit der berühmten Familie Zr iny, auch Ser in i , nicht zu verwechseln ist. was mehrere Male vorkommt. Den Namen Sersny i hatte die Familie von einem Taufnamen, den einer ihrer Vor» fahren. Namens Senneoi tus, als dieser im Jahre 963 in Gnesen getauft worden, bei dieser Gelegenheit erhielt. Von dieser Zeit nannten sich die Nächstfolgenden Sere< nus. bis sein Enkel oder Urenkel. Ladis- laus, dem ungarischen Sprachgebrauche folgend, den Namen Serenus magyarisirte und sich die Familie seither Sersnyi (sprich Szörsny) schrieb. Dieser Ladis. lauS hatte 1103 unter Konig Koloman gelebt und gegen die Veneter bei Iadera,
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich