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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 144 -
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Seite - 144 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34

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i) Franz 444 snyi) Franz Joseph diesen Vorfall, und wäre nach diesem Fr an zens (I.) Bruder Stephan. 2l Iahn alt, von einem seiner Brüder 'ermorde' worden, während nach Obigem Fran- zens (II.) Neffen, nämlich die Söhne seines Bruders S imon, die Personen dieser Fami lientragödie wären. So also blieb alle. Hoff. nung aus die Fortdauer des Hauses aus Fran; gerichtet. Franz selbst war tön. geheimer Rath, Kammer. Präsident des Kö» nigreichs Ungarn, dem die Familien<Chronik „große Vernunft. Gelehrsamkeit und großeS Ansehen" nachrühmt. Franz war mit Agnes Churzo Freiin von Vcttjlenfall'a vermalt, die ihm vier Söhne gebar, von denen zwei jung und unvermält, der eine Andreas, nach, dem er in türkische Gefangenschaft gerathen war, in der Sklaverei gestorben ist, und der Letzte Franz (II.) ss. d. Folgenden), das Geschlecht fortpflanzte. — 4) Franz (II.) (gest. um das Jahr 1630). Ein Sohn des Franz ll.) S. s^. d. Vorigen) und der Agnes Thurzo. Dieser Franz erscheint als der Stammvater der mährischen Sers« nyi , denn er ist der Erste, welcher aus Un< gärn nach Mähren herüberkam, wo im Jahre 1393 die Ser6nyi von den mährischen Landständen in die Landmannschaft aufge» nommen wurden. Die fortwährenden Türken» kriege jener Zeit und die damit in Veibin. düng stehenden Bedrängnisse hatten die christ» lichen Nachbarvölker einander nahe gebracht und so war denn auch zwischen Ungarn und Mähren eine innigere Verbindung zu Stande gekommen, welche die Ansäßigmachung meh. rerer magyarischrr Familien, so auch jener der Sersnyi (Szöreny) in Mahren zur Folge hatte. Das Gut Wlachowitz im Hradischer Kreise, welches Dorothea IaKuflc von Vrbolva, Franz (II.) Sersnyi 's Gattin, von ihren Brüdern käuflich an sich gebracht, war der erste Sersny i'sche Besitz in Mähren. Bald danach erwarb Franz (II.) S. noch die mährische Herrschaft Swietlau und daS Olmützer bischöfliche Lehengut Wasilsko. So. mit war der mährische Grundbesitz der S e. rsnyi fest begründet. Nie bekannt, hatte die reformatorische Bewegung in Deutschland nachhaltig in Ungarn gewirkt, wo viele Mag. naten und Edle des Landes zur Lehre L u th er'6 übertraten und so den Jesuiten zur Zurüctbringung der Abtrünnigen zum ur» sprünglichen Glauben reichlich Gelegenheit geboten war. ES seien nur beispielS« weise die Czobor. Erd ödy, Eßter« häzy, Alp Pony. Bänf fy . Doczy, Pethy u. s. w. genannt und auch die Se. rsny i gehörten dazu. So war denn auch 1622 Franz (II.) Sero nyi zum alten Glauben zurückgekehrt. Es möchten wohl politische Gründe zunächst diese Nüclkehr zur alten Kirche vermittelt haben, denn Franz (II.) Sersny i hatte 16lö an der Redellion Mährens theilgenommen. Wohl sagte er sich nach der Schlacht am weißen Berge (8. November 1620) gleich vielen Andern, welche bis dahin zu Bethlen Gäbor gestanden, von diesem los und trat zur Sache der Kaiserlichen über, das aber änderte an seiner früheren Theilnahme an der Sache der Nebellen nichts und Franz wurde von der mährischen General-Landes- Commission im Jahre 1625 zum Verluste des vierten Theiles seines Vermögens verurtheilt. Indessen wurde dirse Strafe, da mittlerweile Franz (II.) gestorben, und seine beiden Söhne, welche beim Kaiser um Gnade ge« beten, katholisch waren, um ein Ansehnliches herabgemindert und auf eine Confiscations» summe von nur 5U0u Gulden herabgesetzt. Von Franzens (II.) Söhnen, von denen zwei, Franz und Ellierich, im Felde gegen die Türken geblieben waren und Mi» chael vor dem Vater das Zeitliche gesegnet, pflanzten Paul und Gabriel das Ge» schlecht fort. Paul's Nachkommenschaft er» losch in der dritten Generation mit seiner Urenkelin Elisabeth Anna Mar ia zu Anbeginn des laufenden Jahrhunderts. G a» briel'S Nachkommenschaft aber theilte sich in mehrere Zweige, von denen einige noch zur Stunde fortblühen. — 5) Franz Jo- seph Graf (gest. im Juni 1?l15). ein Sohn. des Grafen Franz Gabr ie l , aus dessen Ehe mit Mar iaBenigna Popel von Lob« k ow itz. Der Gras diente in der kaiserlichen Armee und war im Jahre 1692 kais. Oberst und Inhaber des 3. Dragoner»Regiment5, in der Folge wurde er Feldmarschall'Lieute» nant, und stand als solcher im Jahre 1704. als die Franzosen und Bayern Miene mach' ten. in das Innere der Monarchie einzu» dringen, mit einem Grafen Dietrich st ein an der Spitze des Lanoesaufgebotes, das in Niederösterreich in ansehnlicher Stärke her- beigeströmt war. Im folgenden Jahre, 1705, befand er sich bei der Armee des Prinzen Eugen in Italien, als der Prinz eben im Begriffe stand gegen die unter Vendome stehenden Franzosen in Action zu treten. Am
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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