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Sermage^ Jean j !
Linie des Grafenhauses; Letzterer. Ko-
loman, starb im schönsten Mannes-
alter von 29 Jahren als Hauptmann
im k. k. Infanterie-Regiments Karl Fürst
Scbwarzenberg Nr. 49. Die Gräfin-
Witwe bat sich zum zweiten Male mit
Johann Ferdinand Freiherm oon S a l»
laba !^Bd. XX.VIII, S. 1l6. Nr. 2^j,
zurZeit k. k. Feldzengmeister, verheirathtt.
Jahrbuch für den Berg« und Hültenmann.
Herausgegeben uon Kraus, Jahrg. l83'i,
S. 2S2 i „Nekrolog" von Oberlei tn er —
Scheyrer (Ludwig). Die Schriftsteller
Oesterreichs in Reim und Prosa auf dem Ge-
biete der schönen Literatur u. s. w. (Wien 18^8.
typ.^icerar.^rtist. Anstalt 8".) S. 377.
Zur Genealogie der Grasen Sermage von S^om»
szedvir und Medvcdgrad. Die Sermage
sind eine französische Familie, deren Stamm»
schloß Gy unweit Besancon im französischen
Departement cles vouds gelegen war. Der
Nachweis der älteren genealogischen Aufein«
anderfolge der einzelnen Sproßen dieses Ge<
schlechtes ist od mangelnden Daten unmög-
lich. Der Erste, den die Familie selbst als
einen Ahnen ihres Hauses bezeichnet, ist
Jean deSermage, welcher am 8. Mai
l57i) oas Dortorat der Nechte. auf der Uni»
uerfität zu Dole, einer Stadt im Jura, er«
hielt. Ein Jahrhundert später spaltete sich
die Familie in zwei Zinion, deren Stifter die
Vrüder Claude Fran^ois ui,d Pierre
sein sollen. Claude Fran^ois wäre so
der Stifter d.>r älteren, noch in Frankreich
fortdlühenden Linie, während von Pierre
die heutige österreichische Linie begründet
worden sein soll. Andere genealogische Nach.
weise, so Kneschke's „Allgemeines Deutsches
Adelslexieon" und Desselben „Deutsche Gra.
fenhäuser der Gegenwart" (Bd, I I I , S. 357)
leiten die österreichische Linie uon Johann
von Sermage sgest. 1li26) und M arg a«
rethe uon Bernard ab, von deren Nach«
kommen (siehe die Stammtafel) sich in sechs«
ter Generation drei Linien abzweigen, von
drei Söbnen des Grafen Peter S , näm>
lich von Peter Johann, Franz und Mo«
riz, gestiftet. Während die uon Peter
Johann und von Moriz gestifteten Linien
noch zin Stunde blühen, ist die von Franz
begründete bereits in seiner Tockter Fran- Peter Anton
ziska uennäcten Rarl Graf Festttils erloschen.
Die Stannuesfolg'! der einzelnen Genera-
tionen und Linien, sowie der heutige Fami>
lienstand sind aus der Stammtafel ersichtlich.
Den Adel brachte die Familie schon aus
Frankreich mic, wo ihr in der ersten Häl'te des
l7, Jahrhunderts das Baronat oon Honig
Ludwig XI I I . verliehen worden sein soll.
worauf von Seite des deutschen Kaisers Leo»
pold I. im Jahre K)«!, die <5rhebun,^ in
den Grafenl'tand elfolctt wäre. Nach ande.
ren Anaaben. welche wohl auch die richtigen
sein werden, erwarb Peter Joseph, weicher
durch seine Heirath — wovon gleich weiter
unten die Nede, sein wird — bedeutenden
ungarischen Grundbesitz erhielt, mit Diplom
vom !». December <72l> von Kaiser Kar l VI.
den ungarischen Frei he rrnsta nd und sein
Sohn Peter Anton mit Diplom vom
9. December l749 von Kaiser Franz I.
Stephan den G rafenstand. Mit diesen
Angaben stimmen auch jene von Ivlin Nagy
in seinem ungarischen Adelslerikon (^laF^^r-
lsuclitädlakkal, Bd. X, S. 1«2) überein.
Der obengein'lnnte Pe, ter I osep h, ein Sohn
Franzens Sermage und Theresens
de Monta i ^ ne, n. Ä. aber der Ieanne
Denise de Montagne, kani zu Anbeginn
des 18. Jahrhunderts nach Ungarn heinv
thete daselbst Ililiaiu.' Freiin von lllcsl'oii,
welchc von ihrer Mutter Judith geborenen
Gräfin Cziku linU de Szums^ 6 dv llr die
Herrschaften Szomsz<?dvär und Mrdwedgrad.
nach welchen die Serma^r sich noch heut
benennen, erbte. Graf Peter, welcher auch
Besitzungen in Steiermark besaß, erhielt am
!>l. März 1770 die stei erische Landma n n?
schaft. Die in Unaarn reich begüterte
Familie besitzt einen großen Thell der Güter,
welche vormals das nun erloschene Geschlecht
der berühmten Grafen Z ri nyi besessen hatte.
Durch Hei rathen steht die, Familie mit
den ersten Adelsgrschlechtern Ungarns, (5roa>
tiens und auch Deutschösterreichs in ver>
wandtschaftlichen Beziehungen, so seien nur
genannt die ungarischen Geschlechter: Feste,
t i rs , Kealevich. Erdödy, Csllku. Na>
dasdy, Zichn. die cloarischen Drasko»
vich. Ozegouich, die deutschen L ch4i p>
penbach, Hackelberg, Liechtenstein,
Breßler u A.
Einige denkwürdige Spraßen des Vrafengeschlcch-
tes der Sermage. <) Joseph Graf Ser^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon