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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 166 -
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Zevoik 166 sevöik ßevoik imI . 1842 nach Wien, wo er a^ dem polytechnischen Institute seine SW dien fortsetzte. Zugleich besuchte er di« Gesangsschule im Musik-Conservatorium und öetrieb nebenbei aus eigenem Fleiß» das Studium der lateinischen und moder nen Sprachen. Daselbst lernte er auch das gesellige Leben seiner slavischen LandSleute kennen, und indem er nun auch daran theilnahm, befreundete er sich oder wurde bekannt mit Furch. Bi lka Dworaöek, Cebusk^. Vuk Ka radschitz, Terebelsk)' u. A. Nach beendeten Studien wurde er, nachdem er einen Posten auf der Nordbahn abge» lehnt, von Professor Sa lomon ^Band XXXIII , S. 131^ als Assistent der Ma thematik an daS polytechnische Institut in Wien berufen, womit er zugleich die Stelle eines Supplenten an der mit dem Polytechnikum verbundenen Realschule versah. 8. befand sich nun in seinem eigentlichen Fahrwasser. Emsig sich fort> bildend, unterzog er sich im Jahre 1831 vor der für die Realschulen neu gebiloe« ten Commission einer Prüfung, die er mit solchem Erfolge bestand, daß Pro- fefsor S alomon auf die von der Schwel» zer Schulbehörde an ihn gerichtete An» frage um einen geeigneten Candidaten für die Professur der Mathematik an der neuen polytechnischen Anstalt in Zürich, 8evöik als den dazu geeignetsten be« zeichnete. ^. selbst aber zog es vor, in Oesterreich zu bleiben, wo er zunächst die Stelle eines Supplenten an der Schotten» felder Realschule versah, dann an der Polyiechnik jene eines Assistenten der be- schreibenden Geometrie, womit er zugleich den Unterricht im Zeichnen in der Vor« bereitungSclasse dieses Institutes ver- band, bis er 1833 das Lehramt der Ma- thematik an der neu errichteten Gumpen« dorfer Realschule in Wien erhielt. Ueber- dieß war er aber noch sonst in seinem Wirkungskreise thätig: so stand er Pro« fessor Sa lomon bei Herausgabe seiner Arbeiten hilfreich zur Seite, besorgte die Correcturen derselben, arbeitete an dem astronomisch'Mathematischen Theil des Kalenders „Austria" u. s. w. Zehn Jahre wirkte 8. an der Gumpendorfer Realschule, die Schulferien aber benutzte er zu Reisen zunächst in die Karpathen und Tiroler Alpen, worauf er dieselben nach Deutschland, in die Schweiz, nach Italien. Frankreich — wo er 1867 die Weltausstellung besuchte — Belgien. England — wo er gleichfalls 1862 die Weltausstellung sah — Irland ausdehnte und überall das Schulwesen, und waS damit in Verbindung stand, in Betrach» tung zog. Von der Gumpendorfer Real- schule kam er auf jene in der Roßau. Dabei unablässig bemüht, sich in seiner Wissenschaft fortzubilden, besuchte er die Vorlesungen des als Mathematikers so geschätzten Professors Petzv a l l an der Universität und faßte besonderes In» teresse für dessen neue Theorie der Töne. Begreiflicherweise fanden sich die ver- wandten Geister bald zusammen und Petzvall forderte ^. auf, sich als Docent dieser neuen Theorie an der Wiener l.lni° versttät zu habilitiren. ä. ist in seinem Fache auch schriftstellerisch thätig und hat bisher folgende Sckriften veröffentlicht: „Arithmetik tnr nlle Abtheilungen der Wiener Gewerbeschule", im Auftrage der Wiener Handelskammer' — „Nrcimlllrrchneu", — den arithmetischen Theil zu der von Hinterberger herausgegebenen chemi» 'chen quantitativen Analyse', — zur neuen Ausgabe der „Algebra für Realschulen" von Professor sa l o m o n bearbeitete er ie drei Abschnitte: „Convergenz und Divergenz der unendlichen Reihen" — „Grundlehren der Wahrscheinlichkeits-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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