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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 173 -
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Seite - 173 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34

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Seyffertitz) Karl 173 Seyffertih) Karl turen der Pferde nach den Originalzeich, nungcn des Malers Adolph H eß aus» geführt, die Krankheitsformen aber nach den Angaben S.'s beschrieben sind. Sch rader 'Her ing, Biographisch<litermischeS Lerikon der Thierärzte aller Zeiten und Län< der (Stuttaart l863. Ebner und Seubert. Ler.'8".) 2. 397. Eeyffertitz, Karl Maria Joseph Frei- Herr (Ab g e ordn eter deS österr. Reichs» tages, geb. l?. Februar 4823). Einem alten, noch in zwei Linien, der preußischen (evangelischen) und österreichischen (katho- lischen), blühenden Adelsgeschlechte, über welches in den Quellen Näheres nachzu- lesen, entstammend. Freiherr Kar l ist ein Sohn des am 19. August 4831 als k. k. Hauptmann im Kaiser.Iäger-Regi' mente gestorbenen Freiherrn Ka rl Io - seph. Der Sohn zählteerst sieben Jahre, als ihm der Vater durch den Tod ent- rissen wurde. Nach beendeten Studien trat er in den Staatsdienst, in die poli tische Sphäre ein. war mehrere Jahre als k. k. Kreiscommissär in Bregenz be> dienstet und erfreute sich daselbst, seines humanen Wesens wegen, bald allgemeiner Beliebtheit. I n Folge seiner Vertrauen erweckenden Amtsführung erwählte ihn die Bregenzer Handelskammer, ungeach» tet der Baron erklärt hatte, kein Mandat anzunehmen, bereits in der ersten Legis« laturperiode in den Vorarlberger Land» tag. Nur auf wiederholtes Andringen der Wähler des Bezirkes Bregenz-Bre- genzerwalo nahm S. die Wiederwahl an. setzte aber seine Wähler sofort in Kenntniß, daß eS ihm unmöglich sei, über die Dauer der ersten Session hinaus sein Mandat beizubehalten. Der Landtag selbst wählte Seyf fer t i hin den Landes« Ausschuß, in welch letzterem er auch als Stellvertreter deS Landeshauptmannes zu fungiren hatte. Im Jänner 1867 wurde er abermals in den Landtag,und von diesem am 23. Februar 1867 in daS Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrathes gewählt. Im August 1868 legte aber S. zum Befremden des ganzen LandeS sein Mandat plötzlich nieder. Als man diesen Schritt des Ba« rons einerseits als Fahnenflucht bezeich- nete, andererseits aber der Wunsch sich geltend machte, S. wolle doch seinen Wählern gegenüber seinen Schritt recht» fertigen, entsprach derselbe diesem Ver- langen in einer Zuschrift an die Landes« Zeitung, welche auch in der Num- mer vom 29. August l868 abgedruckt erschien. I n dieser Zuschrift betonte S.. daß er nie eine politische Rollo zu spielen beabsichtigt habe; erklärte fer- ner, daß es ihm seine persönlichen und privaten Verhältnisse nicht gestatten, das Mandat zu behalten und zulcht weist S. ausdrücklich auf den Umstand hin, „daß er nicht Mitglied des neu begründe» ten politischen Vereines der Verfafsungs» freunde sei". „DaS Beipflichten zu politi» schen Programmen", schreibt S. in seiner Antwort, „ist eine Gewiffenssache und man muß doch mit al len Puncten eines solchen Programmes einverstanden sein. um ehrlich demselben beistimmen zn kön« nen. So sehr ich nun allen anderen Be- stimmungen der wahrend meiner Abwe- senheit zu Stande gekommenen Vereins« satzungen beipflichte, so ist es doch der Punct der „deutschen Nationalität", der meinen politischen Anschauungen nicht entspricht. Da in Vorarlberg unsere deutsche Nationalität von Niemanden bedroht wird, so kann ich diesen Satz nur auf „deutsche Politik" beziehen und als politischer Sah — könnte er als der Ver- such gelten, im Vereine mit der sogenann» ten süddeutschen Demokratie Oesterreich
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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