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Seyfried) Iguaz Seyfried) Ignaz
des Par is " — „Die Inse l der
Liebe" — „Heinrich der Adels bur>
ger" — und die Parodie zu „Alceste".
In die Collipositionen aller dieser Singspiele
und Operetten theilte er sich, den contract»
lichen Bedingungen gemäß, gemeinschaftlich
mit Fischer. Haibel sBd. VI I , S. 203).
Henneberg M . VI I I , S. 304). I . G.
Lickl l^Bd. XV, S. 89) und Tayber.
1801. „Die Druiden". Große heroische
Oper in 3 AufzĂĽgen. Zum ersten Male im
Theater an der Wien am i. August auf<
gefĂĽhrt. Der Barden-Chor, daraus erschien
als Beilage der „Leipziger allgemeinen
musikalischen Zeitung" der Clavierauszug der
ganzen Oper bei Breitkopf und Härtel in
Leipzig; — einzelne Musikstücke zu den
Singspielen: „Proteus oder der Schuh
ohne Fuß"; — „Die traue stirte Son»
n e nju ngfra u"; — zur Parodie von
„Erwine von Steinheim", deren komi«
scheS erstes Finale S. selbst zu seinen
besseren Arbeiten zählte.
l8U2. Einzelne Musikstücke zu: „Die
Mühle am Ardennenfelsen", und „Der
Wi r th zur blauen Meise"; — Instru«
mental'Recitative zu Mozart's „Titus".
I8V3. „Cy rus". Große Oper in 2 Aufz.
1804. «Die Ehemänner nach der
Mode". Komische Oper in 3 Aufzügen; —
Recitative und Arie zu Ms hul's „Ario<
dont"; — „Tipo Saib". Historisches
Melodrama in 3 AufzĂĽgen ^aufgefĂĽhrt unter
dem Titel „Mo ntezum a"^; — Ouvertüre
zum Zauberspiele „Der Stein der
Weisen".
1805. „Untreue aus Lirbe". Zauber,
spiel in 2 Aufzügen. Text von Schikane»
der; — eine Sl-'ene zu „Idomeneo".
Einlage für den Sänger Ehlers; — Can»
zonette mit Chor zur Oper „Das Admi-
ralsschiff" undemeAriettezu „G ulista n".
1806. „Zum g ol denen Löwen". Sing«
spiel in i Aufzug, das sich ĂĽber zwei De-
cennien auf dem Repertoire erhielt. Davon
sind die OuvertĂĽre und einzelne Nummern
bei Probst in Leipzig im Stich erschienen
— „Die Samni ler innen". Große Oper
nach Gretry, welche in den „Denksteinen" als
„Samaritanerinnen" erscheint. Diese Oper,
ohne S.'s Namen gegeben, wurde förm-
lich ein Cassastück, und mehrere Gesänge
und Märsche derselben sind im Stich erschie-
nen; — mehrere Gesangsnummern-. zu Ms«
hul's „Euphrosine" — zur „Reise nach Paris" — zu „Die Neger auf Do»
mingo" — „Heldenmuth in Weiber»
brüst — „Der Vater und seine
Kinder" — „Alane".- — eine Romanze
zur Oper „Gulistan" und ein Duett und
Terzett zu Olltel's^ „Semiramis", welch'
letzteres, ganz im Geiste Catel's gehalten,
für dessen Werk gelten könnte.
I8V7. „Alamar der Maure". Oper in
3 AufzĂĽgen. Mit dieser Oper. deren Libretto
Ca stellt aus dem Französischen übersetzt
hatte, eröffnete die neue Pachtung der
Wiener Bühne, ein Consortium von Caoa»
lieren (mehrere Grafen und FĂĽrsten aus dem
Hause Eßterhäzy, Fürst Lobkowitz.
Hieronymus Graf Lodron, Ferdinand
Graf Pälf fy und Stephan Graf Zichu).
ihr Unternehmen; — „Mitternacht".
Singspiel in l Aufzug; — «Idas und
N.arcissa". Romantische Oper in 3 Auf»
zĂĽgen. welche viele Wiederholungen erlebte;
— „Roderich und Kunigunde" oder
,.Der Eremit vom Berge Prazzo" oder
„Die Windmühle auf der Westseite" oder
„Die lange verfolgte und zuletzt trium,
phirende Unschuld". Zu dieser köstlichen, ja
tollen Parodie aller Ritter- und Spektakel«
stĂĽcke von Castelli, schrieb S. eine ebenso
köstliche Musik; — mehrere Musikstücke zu
Ms hul's „Gabrielle o'Estrses"
l8l>8. „Der Ehedoctor" . Komisches
Singspiel in 3 Aufzügen; — „Derpo l i<
tische Schuster". Posse mit Gesang in
4 Aufzügen; — „Der Br ie fbote" .
Operette in t Aufzug; — Ouvertüre und
Entr'actes zu SchiI ler 's „Räubern"; —
einige Stücke zu „F a n ch o n" ; — „D e m o»
phoo n".
18UU. „Ber thavon Werdenberg" .
Historische Oper in 2 Aufzügen, im Sep»
tember aufgeführt; — „R o ch u s P u mp er«
n i te l " . Quodlibet in 3 AuszĂĽgen, das
bald eineS der LieblingsstĂĽcke der Wiener
wurde; — einzelne Musikstücke zu den Sing.
spielen:„TheseusundAriadn e"— „D e r
lustige Schuster" — «Der stürmische
Abend"; — Schluß«Chor zu „Joseph und
seine Brüder", und die thematische Aus»
führung der Ouvertüre; — Ouvertüren,
Zwischenacte. Chöre und Märsche zu Kotze,
bue's „Kreuzfahrer", und Zacharias We r<
n e r's „Attila".
1810. „Sau l . König in Israel" .
Biblisches Drama in 3 AufzĂĽgm, deutsch
bearbeitet nach dem Französischen «1s tri-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon