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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 208 -
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Si«rd, Pauline 208 Sicard. Pauline seinem Vrädicate Sicardöburg genannt erscheint, wohl in unmittelbarer Verwandt' schaft mit dem ehemaligen Registrator des k. k. Artillerie-HauptzeugamteS. Dominik Sicard stehen. Dieser (geb. in Wien im Jahre l750. Todesjahr unbekannt) diente seit l77«i theilS beim Hofkriegsrate, theils bei dem Oeneral'Commando in Mähren, beim Haupt.Oenieamte. beim Artillerie.Hauptzeug> amte und desonderö ausgezeichnet, als er im Iahrr 17?« dem damaligen General'Geni, director Grafen Pe l legr in i zur Führung der Genieamts.Collespondenz ;ur Armee nach Böhmen zugewiesen wurde. I n Würdi'aun« seiner Verdienste wurde Dominik 2. mit Diplom vom 4, August l«2<> in den erblichen Adel mit dem Prädicate von Ticardsburg erhoben. )n welchem Verhältniß der Archi- tekt August von 2. zu obigem Dominik Sicaro uon S.. ob üls 2ohn oder Enkel stehe, kann ich nicht feststellen. Außer des Architekten August am Schlüsse seiner Biographie erwähnten zwei Brüdern, Mor iz und Joseph, ist mir noch ein Io< hann 2icard uon Sicavdsburg be« kannt. der im Jahre ltlis k. k. Rittmeister und Garde bei der eisten ArciereN'Leidwache wcir. Noch sri bomerkt, daß der Name höchst willkürlich bald mit einem, bald mit zwei c (2 icard und Ziccard uno ebenso das Prädicat Ticardsdur^ und 2i^'c,rd5< bürg) geschriebn erscheint. pen. Quadrirter Lchild. 1 und 4.- in Gold dcr ^ängc nach secbs blaue Nauten, paarweise gestellt; 2 und 3: in Zilbcr und Schwarz quergetheilt in der oberen schwar< zen Hälfte ein silberner einwärts schreiten» der Löwe mit offenem Nachen, roth ausge- schlagend Zunge, aufgeschlagenem Zchweife; in der unieron silbernen Hälfte eine schwarze Bombe Auf dem Vchilde ein gekrönter Turnierhelm. Aus der Krone erhebt sich ein offener schwarzer Adlerflug, dem die obbe» schriedene Bombe eingestellt ist. Die Helm- decken. Reckt5 blau mit Gold. linkö schwarz mit Tilbcr unterlegt. Eicard, Pauline (Sänger in, geb. zu Pesth im I . 18l0j. Wer ihre Eltern in Pesth waren, wie über ihre Familien- Verhältnisse ist nichts bekannt. Schon in der Biographie deS Architekten August S icard v. S icardsburg ist bemerkt, daß als sein Geburtsort von Einigen Wien. von Anderen Pesth bezeichnet wird. Vielleicht besteht zwischen ihm und der Sängerin Paul ine S ica rd , einer ge« borenen Pestherin. ein Familienzusammen« hang. Pau l ine kam in jungen Jahren nach Mailand, wo sie durch den berührn- ten Bander ol i zur Sängerin heran» gebildet wurde. Erst 43 Jahre alt. trat sie bereits im Theater San Carlo zu Neapel in der Rolle dec Amenaida in Rossini's „Tancred" auf, und feierte, obgleich erst vor ihr die b erühmte Fodor diesen Part gesungen, einen glänzenden Erfolg. Ihre Jugend und Schönheit, ihre bezaubernde Stimme und Meister» hafte Schule halfen ihr diesen Sieg er- ringen. Nach solchem Erfolge fehlte eS nichi an den vortheilhaftesten Anträgen « von verschiedenen Seiten. Zunächst ging sie nach Mailand und sang in der Scala. Darauf nahm sie einen Antrag nach Lifsa« bon an, wo sie drei Jahre verweilte. Ihr Aufenthalt daselbst fiel gerade m die Zeit der Verleihung der Constitution und der Ankunft Don Miguel 's. Sie er« regte dort eine kaum zu schildernde Be» geisterung, sie wurde oft vom Publikum stürmisch zum Vortrage derConstitutions- Hymne aufgefordert, nicht selten selbst dann, wenn sie als Zuschauerin in der Loge saß. Man wollte diese Hymne, von dem Zauber ihrer Stimme verklärt, immer wieder hören. Aber eben diele Beliebt» heit wurde auch die Ursache ihres Miß. geschickes. Nachdem nun alle übrigen Mitglieder erkrankt waren, mußte sie. sich über ihre Kräfte anstrengen und fast drei Monate hindurch alle Abende hinter ein« ander singen, obwohl ihr Organ.schon bis zum krankhaften Anschwellen deS Halses angegriffen war. Ihre Gegen» Vorstellungen beim „Impresario" waren
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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