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) Benignus 213 Sichrowsky^ Heinrich
General seines Ordens, Thomas Ce r-
v ion i , nachRom berief und zu seinem Ussi^
stenten und Verweser der Angelegenheiten
seines Ordens in Deutschland ernannte.
I n dieser Eigenschaft verbrachte er sieben
Jahre in Rom zu und half in dieser Zeit
in Gemeinschaft mit dem Prager Dom»
Herrn Johann Rudolph v. Spork die
Heiligsprechung des Johannes von Ne>
pomuk betreiben, zu welchem Zwecke er
die alten öechischen Urkunden in's Latei-
nische übersetzte, um sie den mit der Aus>
führung dieser Angelegenheit betrauten
Personen verständlich zu macken. Im
Jahre 1728 kehrte er wieder nach Böh.
men zurück, wo er neuerdings das Amt
eines Provinzials der böhmischen Provinz
übernahm und dasselbe biS alt seinen im
Alter von 62 Jahren erfolgten Tod
bekleidete. Die Titel der von ihm heraus-
gegebenen Schriften sind: „3VlSo?oFz'a
^'niana", ?art63 4
1716—1720 4".); —
(id. 1728 4<>.); — „Dz
1732, 4".); —
32, 4".);
1733 8".), ist eine
lateinische Uebersetzung des italieni^
schen Originals von ?. Augustinus
Arpe. I n öechischer Sprache erschienen aber im Jahre 1736 seine Selbst,
gesprache, Manual und Betrachtungen
nach den Ordensregeln des h. Augustin.
IiiLtorica. — Pelzel (Martin). Abdilduw
gen böhmischer und mährischer Gelehrter und
Künstler u. s. w. (Prag 1727, Hraba 8°),
Bd. I I I , S. 14l. — 6Iovuik Qauön^.
1)^. I'raut I^aä. KieFer, d. i. Conversa«
tions.Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladisl.
Rieger (Prag 1859. I. L. Kober. Ler.,8".)
Bd. VIII, S. 423.
Porträt. Unterschrift: Üeui^nus siol^-
Sichrowsky, Heinrich Ritter von
(Humanist, geb. in Wien im Jahre
1794, gest. zu Baden nächst Wien
10. Juli 1866). Lebhaften Geistes, mit
trefflichem Talent ausgestattet, lernte er
rasch und leicht. Die Eltern, die den
Knaben die praktische Richtung einschla-
gen ließen, schickten denselben nach been«
deten unteren Schulen in die Röalakade»
mie bei St. Anna. welche zu jener Zeit
das erst spater in's Leben gerufene poly»
technische Institut vertrat. Nachdem er
den CurS beendet, trat er sofort in's
praktische Leben und wurde zuletzt, nach»
dem er in verschiedenen Häusern thätig
gewesen, Procuraführer im Großhand»
lungshause H. Biederman n's Söhne.
Mit S. Biedermann bereiste S. ganz
Europa, mit Ausnahme Spaniens und
der Türkei. Ueber diese Reise führte er
ein regelmäßiges Tagebuch. Als er die
eben eröffnete erste Eisenbahn von Liver»
pool nach Manchester befuhr, erwachte
in ihm der Gedanke, diese großartige
Erfindung auch seinem Vaterlands zu«
gänglich zu machen, welcben Gedanken
er. als er später mit Professor Riepl
Bd. XXVI, S. 138) bekannt wurde,
festhielt. Indem Beide, Riepl und
S i chrows ky , noch Leopold von Wert-
heim stein für die Sache zu gewinnen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon