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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 215 -
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Sichrowsky. Heinrich 213 Sickel dete S. viele Ehrenämter der Stadt Wien. stand in hohem Ansehen selbst bei seinen Gegnern und hatte im Laufe der Jahre vielfach Zeichen bürgerlicher und fürstlicher Anerkennung erhalten, so noch im Juni 1866. als er auf dem Sterbe« bette lag. den Orden der eisernen Krone 3. Classe, worauf nach seinem Ableben die Erhebung in den erblichen Ritterftand erfolgte. Als ihm im Jahre 1862 als Anerkennung für seine 25jährige Wirk- samkeit eine Remuneration von 6000 Gul- den von dcr Nordbahn.Direction zuer- kcmnt wurde, bestimmte er den ganzen Betrag zu einer Stiftung für solche fünf Nordbahnwächter, welche sich nach einer zwölfjährigen ladellosen Dienstzeit durch besonders sorgsame Pflichterfüllung aus» gezeichnet haben. Aber auch im geselli- gen Leben war S. seiner Zeit eine der beliebtesten Persönlichkeiten in der Refi- denz. In seinen Mußestunden verkehrte er am liebsten mit Poeten, Künstlern und Schauspielern. Der zu ihrer Zeit vielgenannten „LudlamShöhle", einem geselligen Vereine potenzirter Kunstgc« nüsse, die viel nachgeahmt, aber nie wie» der erreicht worden, gehörte auch Sich« rowski an und hieß in demselben „Potz hunderttausend Plumper". Den Namen „Plumper" führte S.» weil er sich in AlleS mengte, und die Hauptperson in dem Lustspiele „Er mengt sich in Alles" Plumper heißt. „Potz hunderttausend" hieß er. weil er der.Ludlamshöhle ein Los geschenkt, womit man 100.000 Gul- den gewinnen „konnte". Auch erhielt er das Pradicat „Ludlams' Improvisator", weil er sehr viel Talent besaß, Lieder aus dem Stegreif zu singen. S., der, 72 Jahre alt. in Baden nächst Wien starb, ruht auf dem israelitischen Friedhofe nächst Wahring in seiner Familiengruft. Wiener Mi t the i lungen, Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst, orientalische Studien und israelitische Culurzuftände. Von Dr. M, Letteris (Wien, 4«) 1860. Nr. 39: „Heinrich Sichrowsky". Biographische Skizze. — Neue freie Presse 1866, Nr. 670. — Presse 1866. Nr. 195. Local.'Anzeiger: „Heinrich Sichrowsky". — Dieselbe 1862 Nr. 287:„Sichrowsky's Stiftung".—Fr an kl (L. A.). Sonntaasdlatt (Wien. 8") Jahrg. 1845' S. 759 u. 877. —Ca ste l l i ( I . F. Di-.), Memoiren meines Lebens. Gefundenes und Empfundenes (Wien 186l, Kober, 8«.) Bd. I I , S. 2U7, in der „Geschichte der Ludlams» höhle", dieser besten Parthie der Castelli- schen Memoiren. Noch sind erwähnenswerth: 1) ein Joseph Sichrowsky der zu Wien am 10. März 1873 als Rath im k. k. cisleithanischeü Communications-Ministerium gestorben und den sein Nachruf als Kapacität im Eisen» bahnwesen bezeichnete. sD i e Urne. Jahr« buch für allgemeine Nekrologie. Von Dr. Hugo Schramm-Ma^donold (Leipzig. Theile 1876. 80.). I. Jahrgang (1373, S. 17). — 2) Graf T hur h ei m in dem unten bezeich» neten Werke gedenkt des Artilli>rib - Ober. lieutenants Joseph Sichrowsky aus dem 5. Artillerie-Regimente, der im Jahre 1848 am 5. November im Treffen bei Maros'Väsär« hely mit zwei Batterien (l2 Geschützen), die er auf eine kleine Anhöhe postirt hatte, das Gefecht eröffnete und zur Entscheidung brachte. Denn kaum waren einige Kanonen» schüfse abgefeuert, als sofort der Szekler» Landsturm sich zur Flucht wandte, worauf auch die regulären Szekler«Bataillone ihre Gewehre losfeuerten und, die Kofsuth'Huszaren an deren Spitze, das Schlachtfeld räumten Oberlieutenant S rückte später stufenweise vor, erhielt 1849 den Orden der eisernen Krone 3. Classe mit KriegSdecoration, und trat als Titular-General.Major in den Ruhe- stand, den er zur Stunde noch zu Gratz in Steiermark genießt. ^Thürheim (Andreas Graf), Licht» und Schattenbilder aus dem Soldatenleben und der Gesellschaft. Tage» buch'Fragmente und Rückblicke eines ehe« maligen Militärs (Pr.ig 1870. Dominicus 8°.), S. 13».) Sickel, Theodor (G eschi ch tafor« scher, geb. zu Aken in Preußen 18. De> cember 1826). Sein Vater war Semi»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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