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Sidoli 222 Sidon
Piemont, die Kaufhalle in Stradella, daS
Grabdenkmal der Familie Tor r ian i
in der Sckweiz u. m. A. Die Krankheit,
die ihn befiel, raffte ihn in wenigen
Tagen hin. Er hinterlieĂź eine Witwe
und acht Kinder, sämmtlich noch unver»
sorgt. Der mehrerwähnte Sald in i
veranstaltete gleich nach dem Tode des
KĂĽnstlers eine Sammlung, welche zu
Gunsten der Hinterbliebenen sofort eine
Summe von 2000 Lire einbrachte. Zu
gleicher Zeit veranstaltete S. zu gleichem
Zwecke in seiner eigenen Druckerei die
Herausgabe verschiedener Ornamentstu»
dien und ArchitecturentwĂĽrfe, welche sich
im S.'s Nachlasse vorfanden. Der Maler
Gallus Gal l ina und der Bildhauer
Ignaz Micot t i fĂĽhrten. Ersterer in
Lithographie, Letzterer in Gips, S.'s
Bildniß aus und der Erlös des Verkaufes
fiel der Witwe und ihren Kindern zu.
Der Bildhauer Anton Tantardin i
aber erbot sich, die Büste S.'s unentgelt«
lich in Marmor auszufĂĽhren, damit sie
in der Brera in der Reihe der ĂĽbrigen
dort bereits befindlichen Koryphäen der
Kunst aufgestellt werde. I n den letzten
Jahren bemerkte einer seiner Freunde,
daĂź S. mehr als er sollte, Wein. und
spirituose Getränke zu sich nahm. Auf
dessen Vorstellungen bemerkte er dann:
«Wenn ich getrunken habe. vergesse ich
meine zahlreichen Leiden". Und deren
hatte S. genug: geringe Bestellungen,
eine zahlreiche Familie, nicht hinreichende
Einnahmen, die durch Intriguen und
Hinterlist bewirkte Beseitigung seines als
bestes anerkannten Fciedhofprojectes,
wodurch er um den Lohn langer Arbeit
und den verdienten Preis kam, und end«
lich die Undankbarkeit Jener, denen er
mit seinen Arbeiten Ruhm und Geld
einbrachte, während ihm das Zusehen
blieb. Nun freilich konnte er dann sagen: ! ,Wenn ich getrunken, vergesse ich meine
zahlreichen Leiden".
Oorrisrs itaNkno 1835, Nr. 192. —
<3 iorua, 1 s äsN' lußssusrö - ^.rokilstto
<Ml2uo, schm. 4<>.) <836, p. 29. — II I^liss-
Filosio (ÜMauo, schm. 4".) äano II, 4836,
Nr. 24, P. 3?9. — I»2Q0i-KM2 univsr.
5 als. 6iorn2,Is LettimaualV Mustrato (Kli-
Ill.no, kl. Fol., 1856, Nr. 2. — Oosiuorarua.
pittoi-ioo (klilano, kl. Fol.) ^.nno XX,
4855, Nr. 62. — t>a22ottn. äi Orsmona
^nna XVIII, 1835, Nr. 3l. — I/Italia
inuLica.!« HiorQals... (Miano, kl. Fol.)
^.uno VII, 1835, N-. 60. — 6a.2ettg.
utli2i2i o lU Voronk 1835, Nr. 223 : „Ns-
oroloM Lllritta äaUo Lcultors Antonio I^u»
tarclini". — .^H ^sHöanei/'o sl'Foll. N^oro-
loFi« letts LüUa, salma. il ziorüo 23. luKlio
l8ZS. Dali' ^.vv. I>. ^.. Oui-ti.
Porträte. <) Unterschrift.- H-isHsku r^o
ZiäoU. Vonati inoi5s. Ganze Figur stauch
im ^nor^Na. nuivsrL«,Is^ — 2) Holzschnitt
von Zam belli sauch im ^uzAlo-io), —
3) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges
H.Ie23a,näro Ziäoli. Darunter.- ä^I dusto
w xillsttoll, äi Antonio i'Huta.räini.
1 .^ VißQolo äiL. I^it?säl-iu«Ui (kl. Fol.).
— ^) Als Vignette auf einem Musikstücke.
Gez. und lith. von Luigi Moretti.
Sibon, Johann (emeritirter Gym«
nasialkatechet und Mi tg l ied deS
österreichischen Reichstages, im Jahre
1848, geb. zu S olnitz am 18. Sep. ,
tember 1792, gest. zu Ieitomischl am
26. October 1868). Die unteren Schulen
besuchte er in Pardubitz. die Humamtats'
claffen in Königgratz, die philosophischen
Studien hörte er in Prag. Nach deren.
Beendigung begann er zu Königgrah die
Theologie, erlangte im August 1813 die
Priesterweihe, und nunmehr in die Seel-
sorge tretend, wurde er zunächst Eaplan
zu Polcic und im folgenden Jahre
Cooperator zu Lomnitz. Als die Kate«
chetenstelle am Gymnasium zu Gitschin
erledigt ward, wurde dieselbe im Jahre
1820 an Sidon verliehen. Wohl wäre
S. dort nie aus der Dunkelheit seines
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon