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Sieber, Franz Wilhelm 234 ) Franz Wilhelm
Hin VulVurt" (München l820, 8<>.);
i'?i
182l); — „Keize nach der Znsrl
Nreta im griechischen Archipelagus", Zwei
Bände (Leipzig, 1823. 80.); — „Skizze
einer Neise nun Gairn nach Iernsulem" (Prag
und Leipzig 1823, 8<>.)'. — „Der Spaten".
iomainsL äe
.7u,v2.via. eto. Osciiö a
(Paris o. I . (1823 und 1830) Renou-
ard, 8^.); — ^.^s^
1829,8".); — „Ver erste Frühlingstag iür
Onrllpü" (Zürich 1829, 8".). dem Apo-
theker Anton Lucae in Berlin gewidmct,
mit dem Motto: ^(Üolopiionium aäclei-s")
und den Schlußworten: „Der Nachdruck
ist frei"; — „Aeaone.'ST'i's 6?<?' /
6" (laris 1830, I'
ea/^ss« (kHri3 1830, 8<>.). — Von
seinen in der „Isis" abgedruckten Auf-
sätzen sind erwahnenswerth: „Neber
Opiz' Pfianzentausch" sl822, S. 443^:
— „Allerlei aus der Leuante" sebenda,
2. 1131^; — „Ueber meine Reiseunter-
nehmungen" Ebenda, S. 1164^; —
„Mahomed Ali Pascha von Egypten"
s1822, S. 1241^'. - „Ueber die beab-
stchtigte Bekanntmachung meiner Ent»
deckung, wüthend gewordene Menschen zu
heilen" j/1823, S. 403^; — „Ueber die Pariser Herbarien ^ebenda, S. 469^; —
„Gartenwesen in Paris" ^ebenda, Lit.
Anzeiger, S. 49^; — „Berichtigungen
zur^Iorll.^lHrtinio6N8iL" ^ebd.. S. 431^ >;
— „Grundursachen der verzögerten
Bekanntmachung über die Wasserscheu"
»benda, Seite 328). Wer noch an
Sieb er's Irrsinn zweifeln möchte, den
wird der Titel des „I^oLpeotus" über«
zeugen, auf welchem er sich als Autor
nennt, zugleich aber als größten Flegel
der Welt, und als das Thier der Apo-
kalypse sich selbst bezeichnet. Unten in
den Quellen geben wir aber eine kurze
Uebersicht des Inhaltes seiner Schrift
„Der erste Frühlingstag für Europa",
über welche einer seiner Biographen
bemerken zu können glaubt, daß „dieselbe
mit dem Geiste eines Leibnitz, mit dem
Humor eines Till Eulen spi egel, mit
der Malice dcS Dr. Wespe geschrieben,
ihm (dem Biographen) als die letzten
Fulguration eines untergehenden Geistes
erscheine, der sich
darin gefalle, den Ooäsx
OocUoum alles irdischen Wissens, Könnens
und Wollens zu parodiren, und dann im
Gelä.bter über diejenigen, die daran
ein Aergerniß nehmen, wie ein Kobold
zu zerplatzen". Wie unglücklich aber auch
der ganze Lebensgang S.'s und daS
Ende desselben waren, gewiß ist:
Sieb er hatte viel gelernt und wußte
viel und vielerlei. Sein großer Ehrgeiz
führte in früh auf Irrwege. Nichts»
destoweniger verdankt ihm die Wissen-
schaft viel, und würde ihm noch mehr zn
verdanken gehabt haben, wäre -nicht die
Klarheit seines Geistes vorzeitig vei>
düstert worden. Als Reisender nimmt er
eine Stellung ein, wie vor ihm kein
Oesterreicher solche inne hatte. Seine
Ergebnisse waren für jene Zeit wahrhaft
großartig. Er hat in verhältnißmäßig
kurzer Zeit eine immense Ausbeute
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon