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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 240 -
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Sieberer, Jacob (Vater) 240 Sieberer, Jacob (Sohn) von Italien befand, nm diesem die Unter werfmigSacte der Tiroler zu überbringen Auch begab sich S. am 43. October g. im Auftrage des französischen Marschall! Drouet nach dem Oberinnthale. w bei der Unruhe der Gemüther über dn Stand der Dinge die Gahrung sichtlich im Steigen begriffen war. Dort sollte er durch Belehrung über den Friedens- schluß die Verständigung und Besänfti gung der Bevölkerung bewirken. Abe dieser wohlgemeinte Versuch fiel übe! auS. DaS Wort Friede genügte, um di Gemüther noch mehr zu reizen, und di Erbitterung auf'S höchste zu steigern. In dem er blutige Mißhandlungen erlitt, ward sein Leben selbst bedroht. Gleich einem Verbrecher wurde er vor den Pas. seyer Sandwirth gebracht, und von diesem selbst verkannt, mußte er den schmäh» vollen Vorwmf des Vaterlandsverrathe« über sich ergehen lassen. Als dann di Bayern im 3ande die Herren waren, ging es ihm von Seite derselben nicht besser, Der Commandant der Festung Kufstein, der noch von der oben erwähnten Blo kade der Festung her einen Groll auf Siebe rer hatte, ließ ihn ohne allen weiteren Grund in der Nacht am 2. F bruar 1810, als S. im Bette lag. ergreifen, und in den Kaiserthurm werfen.. Als Vorwand dieser Gewalt» maßregel wurde behauptet. S. habe gegen die Bayern Schmähungen und Schimpfworts ausgestoßen. Erst auf des General Decoy Befehl wurde S. wieder freigegeben. Alle diese Unbilden hatten S. den ferneren Aufenthalt in der Heimat gründlich verleidet, er verließ dieselbe, übersiedelte nach Oberösterreich, . kaufte das Gut OttsnSheim bei Linz. und wurde Major in der kaiserlichen Armee. !8l4, nach Wiederkehr des europäischen Friedens, sah er noch einmal, auf dem Durchmarsche mit seiner Truppe, seine Heimat. I n Mantua erkrankte er. und in Trient starb er. Zwei seiner Söhne traten in die kaiserliche Armee. Ueber einen derselben, auch Jacob, berichtet die nächstfolgende Lebensskizze. Sartori (Franz). Pantheon denkwürdiger Wunderthaten volksthümlicher Heroen und furchtbarer Empörer des österrreichischen Reiches (Prag u. Wien 18l6, 8<>.) Bd. III, S. 247 u. f. Siellerer, Jacob Ritter von. Sohn (k. k. Oberst außer Dienst, geb. zu Lang kämpfen bei Kufstein in Tirol im Jahre 18l0). Ein Sohn deS Vorigen. Nachdem er vorher im ErziehimgShause für die militärische Laufbahn vorbereitet worden, wurde er aus demselben am 16. Juni 1839 zum Eintritt als Regi- mentscadet iu das Kaiserjäger'Regiment ausgemustert. Nach stufenweise zurück, gelegten unteren Chargen wurde er am 1. April 1833 zum Unterlieutenant im Regimente befördert. Nach 13 Jahren rückte er am 1. Jänner 1848 zum Ober- lieutenant. aber schon ein Jahr fpater, am I.Marz 1849, zurn Capitänlieutenant, und wenige Wochen darnach, am 8. Mai, zum wirklichen Hauptmann vor. Am l. Februar 1838 wurde er Major. Gegenwartig lebl er als Oberst in Pen- ion zu Linz. I n seine Dienstzeit fallen die Feldzüge des Jahres 1848 und die 'olgenden. Im genannten Jahre hatte S.. damals bereits Oberlieutenant, den Feldzug der Tiroler Landesverteidigung mitgemacht. I n diesem befand er sich ei dem 4tägigen Streifzuge des Astico» Thales unter Commando des Majors Hubel . und spater bis zum Schlüsse es Waffenstillstandes ward er zur Be« wachung des Gardasees zu Nago und Torbole mit Beigabe von Landesschützen aufgestellt. Im Jahre 1849 als Trup.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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