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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 241 -
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Sieberer, Jacob (Sohn) 241 Sieberer, Peter peN'Commandant bewachte er imVinisch- gau in Tirol mit Beigabe von Landes» schützen den Uebergang am Stilfstr Joch. Im Jahre !8o9 als Commandant deg dritten Bataillons des Kaiser Franz Ioseph ersten Tiroler Iager'Regiments, führte er im Vormärsche von Casina Cerella nach Magenta die Avantgarde der Truppen »Division Feldmarschall» Lieutenant Freiherrn von Reischach. Brigade Freiherrn von Gab lenz, und wurde sogleich mit dem Bataillon beim Eintreffen in Magenta — in Ver» bindung mit Baron G r ube r< Infanterie Nr. 33 — zum Vorrücken und Angriffe mit dem Bajonnete beordert, u. z. rechts der Straße in geschlossenen Divisions- Colonnen gegen I'on.ts di ^laFsritg.. An der Spitze seines Bataillons, dasselbe durch Worte und Beispiele aneifernd. war er ungeachtet deS Zurückweichens unser früheren Trupven unaufgehalten mit demselben vorgedrungen, hatte den im Vorrücken begriffenen, überlegenen Feind (französische Garde«Gre:iadiere) sogleich zum Stehen gebracht, im Sturm- schritte mit oem Bajonnet zurückgeworfen, und bis zur ^v i^ l io ßi-anäs verfolgt, somit hier daS Gefecht siegreich herge- stellt. Während dieses Vorrückens wurde vom Bataillon die erste gezogene fran' zösiscbe -Kanone erobert. Am NaviFlio Fraliäs, als das Bataillon sodann am diesseitigen Ufer eine dichte Planklerkette mit einer geschlossenen Abtheilung an den Häusern der Brücke (konts äi ^la- F6ntil>) bildete, wurde S., während er die Plänklerkette dirigirte. und sich mit wahrer Todesverachtung dem wohl- genährten Feuer des Feindes aussetzte, durch eine Gewehrkugel am Kopfe ver« wundet. und mußte zum Verbände nach Magenta zurückgeführt werden. Nach dem Verbände übernahm er ungeachtet der Verwundung wieder das Commando deS inzwischen durch feindliche Uebermacht und Umgehung zurückgedrängten Batail« lons. und stellte sich am südöstlichen Aus- gange von Magenta zur Deckung des« selben und unserer hier zurückgewiesenen Truppen auf. wo er bis Abends blieb, und sodann erst auf Befehl deS Bri« gadiers Freiherrn von Gab lenz als Arriöregarde den Rückzug nach Casina Cerella antrat. Für seine Tapferkeit wurde S. mit Armeebefehl vom 3. Juli 1839 mit dem Rittelkreuze des Leopold» Ordens ausgezeichnet, und demgemäß im Mai 1862 in den erbländischen Ritter- stand erhoben. R i t t e rst a n d s. D i p l o m cläo. Wien. l3. März 1802. Wappen. In Blau zwei runde goldene Siebe flach und schräglinks. dara i zwei achtstrahlige goldene Bterne schrägrechts gestellt. Auf dem Schiloe ruhen zwei gekrönte Turnierheluie, von welchen blaue, mir Gold unterlegte Helmdecken herabhängen. Die Helmkrone zur Rechten trägt einen zwei' reihigen Pfyuenschweif, und au6 jenem zur Link.n erschwingen sich drei Straußfedern, u. z. eine goldene zwischen blauen. . Sieberer. Joseph, siehe: Liberer, Andreas s2. 204 in den Quellen). Eieberer, Peter (Tiroler Landes- Vertheidiger, Geburtsjahr unbekanni, gest. im October !834). Hin Bauer deS Dreysuiggutes am Buchberge, Pfarre Werfen, der sich im denkwürdigen Jahre 1809 als Hauptmann einer Pongauer Compagnie im Salzburgischen besonders hervorgethan hat. Er war dem Stegen« waldner Wirthe Joseph Struber (siehe diesen) zur Vertheidigung des Passes Lueg im Salzburgischen beigegeben. und bewies in seinen kriegerischen Operationen ebenso Muth als Einsicht und Klugheit. Im Kampfe unerschütterlich, kannte er keine Rücksicht, um den Feind aus dem v. Würz back. bio«r. Lenkon. XXXIV. sVedr. l7, Juni li>7?.)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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