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Sierakowski, .Wenzel Hiewn. 263 Sierakowski^ Wenzel Hieroü.
Trauer über sein Ableben eine allgemeine
Was seine Verdienste um die erzkifcbof'
liche Kathedrale betrifft, so verdankt ihm
dieselbe ihre völlige Restauration und
künstlerische Ausschmückung. I n Duna
jowice und Obroszyn erbaute er neue
Paläste. Al,S er. um der Kaiserin M
ria Theresia, der nunmehrigen Koni«
gin von Galizien und Lodomerien, seine
Huldigung darzubringen, nach Wien
reiste, versuchte er auch die Abtei Tyniec
für die erzbischöfliche Dotation zu er>
werben. Doch so huldvoll die Monarchin
sonst gegen ihn war. dem sie außer der
erwähnten Grafenwürde auch noch das
Großkreuz des St. Stephansordens und
die geheime Rathswürde verlieh, darauf
ging sie nicht ein. die Einkünfte der
reichen Abtei sollte nur er noch bis an
seinen Tod genießen. Erzbischof Siera-
kowSki war es auch, der nach Beseiti-
gung großer Hindernisse, welche diesem
Vorhaben sich entgegenstellten, die Ueber-
tragung des Muttergottesbildes aus der
Domazlickischen Capelle, eines Bildes,
das im ganzen Lande große Verehrung
genoß, auf den Hochaltar der Käthe-
drale durchsetzte. Die Uebertragung des
Bildes, womit zugleich die Krönung
Marien's verbunden war, geschah unter
außerordentlicher Feierlichkeit, welcher
mehrere Kirchenfürsten entfernter Dio-
cesen beigewohnt hatten. Als gedruckte
Beweise seiner oberhirtlichen Thätigkeit
sind zu verzeichnen: „ l^. ^5. H^a^ons^?'
1742, 4".); — „
N?/H?l6"^ d. i. Predigt am Tage der Ein- weihung der PrzemySkr Kirche gehalten
(1744. Fol.); — «^?st pasts?-^'") d. i.
Hirtenbrief (Lemberg ^799)' — , ,^a-
is)'" , d. i. Akademie aus der
Kirchengerichte zu Ehren der Mutter
Gottes (PrzemySl 1736. 8<>.)-. — „H?i.
(I^eopoli 1761)- —
z's)'"^ d. i. Bekanntmachung der Pfarren
der Lemberger Kathedrale (edd. 1764.
^l. 6/
i" , d. i. Dritter
Hirtenbrief (ebd. 1770)-. — ^I?st M>
/ cko Z«c?2i", d. i. Hirtenbrief an
das Volk (ebd. 1776); - „
(ebd.
(ebd. 1776); —
s/^/6^c>", d. i. Der Vorgang des großen
Jubiläums (ebd. 1776. Fol.). Mori;
Grcif D z ied uczy ck i, der um die Ge-
schichte Galiziens vielverdiente Forscher,
hat das Leben des Erzbischofs Siera-
kowski in der Wochenbeilage der Lem-
ber^er Zeitung (DoHatkiv t^^oäuio^')''
^ (xa^eoi6 i^vo^vL^i^' 1838, Nr. 2
bis 6, 8 bis 11 u. s. w.) ausführlich be-
'chrieben und überdieß ein vollständiges
Bild der Epocke der Sachsenherrschaft in
Polen in den ersten Jahren des Königs
Stan is laus August gegeben.
sivs LSi-ies et gSLtH Ninsooxoiuin r. 1.
ki-elliiöUsusiuni (Oi-2L0vio»o 1870, Vi.
^^^voi-Lkl, 8s.) ^. 3?0 etc. — 2)siall?sül
Kl»,nouilc6vs krkkovLkieb., d. i. Katalog der
Bischöfe. Prälaten und Domherren von Kra»
kau (Krakau 1832^ Iagellonische Druckerei,
8°.) Bd. IV, S. 4l u. f.
Ueber die Familie Sierakswski. Die Siera»
kowski sino eine alte, von den pol'
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon