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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Seidl-Sina, Band 34
Seite - 274 -
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Sigmund 274 Sigmund Hard t l ' s Werk: „Heilquellen und Curorte des österreichischen Kaiserstaates und OberitalienS" scbrieb er in Gemein» schaft deS Dr. Joseph Oppolzer. gleich ihm Vorstand des balneologischen Comi» tös, ein Vorwort; vieles Andere, wie scbon bemerkt, hat S. in periodischen Fachschriften veröffentlicht. Die Fachkritik bezeichnet S. als einen um naturwissen» schaftliche, pharmakologische, hygienische und medicinisch.polizeiliche Gegenstände, sowie um das medicinifche Unterrichts« und Svitalweseii verdienten Arzt. der sich durch seine Arbeiten über Syphilis den Namen deS deutschen Ricord er- worben. Eine fachmännische Darstel» lung der Leistungen und Verdienste S. als praktischer Arzt und Schriftsteller gibt Dr. Bernhard Hirschel in seiner .Geschichte der Medicin", wo er (S. 302 u. f.) die Fortschritte in der Syphilidolo- gie und insbesondere Sigmund'S An» sichten schildert. Seine Verdienste um die Wissenschaft sind auch mehrfach an» erkannt worden. Zahlreiche gelehrte Vereine und Akademien, so jene in Athen, Baden (1845). Berlin. Brüssel (1843). Edinburg. Dresden. Erlangen, Florenz, Frauendorf, Halle, Hamburg, Hermann» stadt, Iaffy. Leipzig. London, München. Minden. New-York, Ofen. Pesth. Paris (l85l). St. Petersburg. Stockholm. Turin, Warschau und Wien haben S. zum ordentlichen oder correspondirenden oder Ehrenmitgliede ernannt. Frankreich hat ihn mit seiner Ehrenlegion; Spanien. Griechenland, die Türkei, Schweden, Preußen haben ihn mit ihren Decoratio» nen geschmückt. Oesterreicherseits erhielt er schon mit ah. Entschließung vom 44. Februar 1867 den Adel mit dem Pradicate von Ilanor, nach dem Namen eines in früherer Zeit der Familie S i g. mund gehörigen PrädiumS, das aber spater in anderen Besitz übergegangen, und nach Verleihung des Ordens der eisernen Krone 3. Classe im September 1870 den erbländischen Nitterstand. — Ein jüngererBruder deSOr.S igmun d, Joseph ' (geb. in Schaßburg !9. März 1314). widmete sich gleichfalls der ärzt» lichen Laufbahn, promovirte 4839 in Pesth. bei welcher Gelegenheit er die Inaugural » Dissertation veröffentlichte, starb aber nach wenigen Jahren, am 9. September 1842, als praktischer Arzt in Mediasch im schönsten Mannesalter von 28 Jahren. Rit terstands.Dip lom ääo. 7. September 18?«). — Hirschl (Bernhard Dr.) . Com. pendiuni der Geschickte der Medicin von den Urzeiten bis auf die Gegenwart. Mit beson» derer Berücksichtigung der Neuzeit und der Wiener Schule (Wien <862. gr. 8«.). S. 426, 427, 304—308. Porträte, t) Unterschrift: Facsimile des Namenszuges Sigmund. Lithogr. Druck von Reiffenstein und Rösch in Wien (32«.). auch als Titelbiloniß im Iahrqange 1866 des „Oesterreichischcn Medicinal-Kalenders", von v l . Ioftph Nader. — 2) Auf dem Grup,' penbilde mit den Brustbildern deS medici» nischen Professoren > Collegiums der Wiener Universität von Rauch ^Sigmund'S Vildniß ist das zweite rechts^. Wappen. Blauer Schild mit goldenem Schildeshaupte. Im Schilde ein natürliches Schiff mit zwei Masten, vollen Segeln, und drei von Roth über Weiß quer getheilten Wimpeln, je einer auf jedem Mäste, und der dritte über dem Steuerruder, schwimmend auf bewegter See, in die aus dem linken Seitenrande ein Vorgebirge hervorgeht. I n dem Schildeshaupte ein fi ei nbgeledigter, roth bekleideter Arm, einen Strauß von drei natür» lichen rothen Rosen mit grünen Blättern haltend. Auf dem Schilde ruhen zwei ge- krönte Turnierhelme. Aus der Helmkrone znr Rechten erschwingen sich drei Strauß» federn, u. z. eine silberne zwischen blauen.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Seidl-Sina, Band 34
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Seidl-Sina
Band
34
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
402
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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