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Sigriji, Joseph 280
schaft patriotischer Kunstfreunde in Wien.
Alexander Patuzzi in seinem Verzeich,
nisse der Maler, welches dem zweiten
Bande seiner „Geschichte Oesterreichs"
(Wien. Wenedikt, 3ex..3o.) S. 333 u. f.
angehängt ist, gedenkt außerdem zweier
Historienmaler dieses Namens: eines
Fraw Sigrist, 1773 geboren und zu
Wien 10. Februar 1836 gestorben, und
eines Johann Sigrist. 1736 geboren
und zu Wien am 1-4. Mai 1807. also im
nämlichen Jahre, in welä'em der obige
Fran ; S. gestorben. Alle weiteren
Nachlichten über beide Künstler und
ihre Werke, deren auch Tschiscbka
nicht gedenkt, fehlen.
Tschischka (Franz). Kunst und Alterthum in
dem österreichischen Kaiserstallte (Nirn l836,
Beck, gr. 8«.), S. »98. — Handbuch für
Kupferstichsammler Auf Grundlage der
zweiten Auflage von Heller's praktischem
Handbuch für Kupferstichfauimler neu b'.>ar>
beiter..... u^n v:-. xlnlos. Andreas An-
dre sen. Nach oeö Herausgebers Tode fort'
gesetzt und beendet ron I . E. Wessely
(Leipzig ts73. W-.ige!. L^r..8".) B^. I I ,
9l0ch aber sind bemerkct'swi'rth.- Tie zwei
Brüder Georg und Joseph Tigrist,
welche beide ihrer Grbun nach dem Kaiftr-
staate angehören, aber so frühzeitig aus dem'
selben kamen, daß ihrer hier nur nebenbei
Erwähnung geschieht: l) Georg Sigrist
sgeb. zu Oörz in Illylien 3 Jänner l?88.
gest. zu Rohrdorf l3. Mai ^»6<>). Zein
Vater, Bürger »on Luzern. wurde später
Lihrer in Oörz ui,d zuletzt Beamter oa<
selbst. Seine Gattin Clara de M o^
randi stammt aus Florenz. Georg uerlor
beide Eltern in früher Jugend und kam nun
zugleich mit seinem Bruder Joseph zu
seinein Oheim, der Pfarrer in KlienS bei
Ludern war. und die Erziebung seiner Neffen
mit Umsich: lcitete. Seit dieser Zeit gehört
Georgs Thätigkeit, rine kurze seiner Stu«
dien in der praktischen Pädagogik, welche
er auch in Wien machte, abgerechnet, aus«
schließlich seinem zweiten Vaterlande, der
Schweiz an, in welcher er zuletzt, sei: 1352. die
Stelle einrö Doincapitulms des Bisthums Basel bekleidete. Ueberdieß lrar S. ein
tüchtiger Schulmann, seinerzeit Erziehungs-
rath, dann Schulinspector im Canton Luzern.
und ein Erziehungs, und Jugendschriftsteller,
dessen zahireicke Schriften Joseph Kehrein
in seinem „Biographisch-literarischen 3<>rik»n
der katholischen Dichter, Volks« und Jugend«
schriftstellrr im l9. Jahrhundert", S. 146
und 147, aufzählt, — 2) Sein Bruder
Joseph (geb. zu Görz l i , September 1789,
Todesjadr unbekannt) machte seine Studien
auch in 3u',ern und Zandshut. war gleich ihm
einige Zeit bei Vestalozzi in Uoerdun. dann
Hauslehrer in Wien und Ungarn, später Pfar<
rer, seit 1V23 inNuswil Drcan seines Capitels
und längere Zeit Erziehungörcith. Er schrieb
mehrere Andachtäbücher und Predigten, welche
im Druck erschienen sind. — 3) Nur unwe-
sentlich in der Schreibung seines NamenS
von den bisher Genannten unrelscheider sich
der österreichische Poet Mor iz Sieg er ist
(geb. zu Gratz 13. December 1823), dcr in
den kaiserlichen Staatsdienst trat, im Jahre
1324 Ingrossist der k. k. ste.iermärkisch''N
Staatsbuchhaltung in Gratz war und später
als Rechnungörath nach Klagenfurt kam.
Außer zahlreichen lyrischen Gedichten in schön»
geistigen Journalen, Almanachen uno Taschen-
büchern veröffentlichte er auch eine selbststän»
dige Sammlung unter oeni einfachen Titel:
„Gedichte" (Gratz 1^53). Patuzzi in
seinem nirhrrrn'ähnten Verzeichllisse nennt
lhn einen „begabten Polten, der nach Formen«
schünheit strebt und unt>.'r dessen Sonetten
sich mehrere sehr gelungene befindm", lOeste r<
reichisches Balladen buch. Herausge«
geben uon Ludluig Bo witsch und Alt>xan>
der «Higl (Nien 183«, A. Dorfmrister.
gr. 120.) S. 344 und 727.>
Sika, Ioh. (theologischer Schrift«
steller, geb. zu Prag 20. October
!809, gest. zu BudweiS 18. April-
187l). Von mittellosen Eltern, betrat
er nach beendeten Vorbereitungsstudien
die theologische Laufbahn und erhielt
am ?. August 1836 die Priesterweihe.
Im Herbst 184? lrat er in die Bud.
weiser Diöcese über und wurde Caplan
zu Ilmg-Vo2ic Maäö V0210). Im
Jahre 1833 ernannte ihn sein Bischof
zum Präfecten, 1839 zum Spiritual und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Seidl-Sina, Band 34
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Seidl-Sina
- Band
- 34
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 402
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon