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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 105 -
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Johann Neponmk äkroup. Johann Nepomuk Akademie, vom Jahre 1838 bis 1843 daS des Chorregens an der Kreuzherrenkirche, im letztgenannten Jahre an der St. Veit. kirche im Prager Lchloß und 1846 wurde er Gesangslehrer im Prager Seminar. Seit 8. März 1843 als Capellmeister am Prager Dom angestellt, war er in dieser Eigenschaft meist auf dem Gebiete der Kirchenmusik thätig. I m December 1861 feierte S. sein 25jährigeS Jubiläum, da er im December 1836 als Chordirector seine musikalische Laufbahn begonnen hatte. S. war auf musikalischem Gebiete in ver. schiedenen Richtungen thätig. Er hat mehrere Opern in deutscher und öechischer Sprache ^die Uebersicht seiner gedruckten Compositionen siehe unters, dann zehn Messen, einige 1s deura, Graduale und Offertorien, mehrere Requien und vier Marianische Antiphonien, mehr als hun» dert Kirchenlieder, darunter viele für be- sondere Feste mit neu vorgeschriebenem Texte, aber auch eine nicht kleine Zahl weltlicher Lieder geschrieben, wovon frei» lich nur der weit geringere Theil gedruckt erschienen ist. Im Jahre 1833 übernahm er die Leitung der Oratorien und behaup» tete sich da unter den schwierigsten Ver- hältnifsen als der beste Dirigent; im Jahre 1836 schaffte er die Intraden, als unkirchlich, ab, welche Aenderung das Provinzial-Concil im Jahre 1860 zur Vorschrift machte. Mehrere seiner Drei» gesange und Chöre, wie z. B. sein Lied: V?v2.1i öso l iove, haben unter den slavischen Volksstämmen die Runde ge- macht. Als Musikdirector hatte er große Concertlverke zur Aufführung gebracht, und bei denselben eine bewunderungs» würdige Feinheit im Hervorheben der schönsten Stellen und charakterischen Vor« trage bekundet. Für die Verbreitung böhmischer Nationallieder war er sehr thätig und schlug den eigenen Weg der Composition mehrerer Quodlibets un- ter dem Titel: „Vsneo 2 nHi'oäniok piLQi" ein, wodurch er sie in den Salon einführte. — Ein Sohn Skroup's ZUphons) der sich gleichfalls der Musik zugewendet, befand sick im Jahre 1864 als Capellmeister bei dem Theater in Danzig, im Jahre 1870 als Musik- und Chordirector am Stadttheater in Bre» men angestellt. Compofitionen des Johann Nepomuk äkroup. 1. Airchen - Compoütionen. (5 ra.d u,2l ia, 2, Okfsrtor ia. u». ävg.ost Lvärkü, äio tsxtu riwLksuo miääQu, d. i Graduale und Offer« torien auf Zwölf Feiertage nach dem Texte des römischen Missals, i. Heft: Zwei Graduale und zwei Ofsertorien (in Partitur) auf das Fest Maria Neinigung und Mariä Verkündi« gung (Prag 1869). — Hlauualo P^o 22,- eriL /unotiollibuL ^uao per allui ecclsLia- 5tici äsour^uin cautu eelsdrantur. ^.ä usuni äirsctoi'um cdori et oautornm etc 1838, 0. üslIuiHuu, Fr. 4".). — populo. Iiuäda salve) (pra,,^ 1555, Qdristo^ii <k Xade, z;r. 4«.), mit deutschem, lateinischem und öechischem Teite). — N^nana )co cti 5va- telio oice ?ia IX., d. i, Hymne zu Ehren deö heiligen Vaterö P i us IX. Zur vier Sing. stimmen mit willkürlicher Orgelbegleitung ^lateinische Hymne des Cardinal Wiseman, deutsch übersetzt ron Wen zig, öechisch uon I . ärütek) (Prag 1839, Christoph 6- Kuhs. gr. ^".). — Iiol2.t6 opaträue xi-ova^e- üiin VHi-dHii, d. i. Rorate mit Begleitung der Orgel (Prag). I I . Wpern. Der Liebebring. Einacnge Oper, welcher non deiu Prei6comit6 ehrenvolle Aner> kennung zu Theil wurde. sJuch dem Composi. teur Franz Zdenek Skuberskt) ^S. 114) wird eine Oper: „Der Liebesring" zugeschrie. den, wenn daher skroup auch a!3 Composi^ teur dieser Oper erscheint, so möchte das wohl eine Verwechslung sein.) — 1^2 I ' iancso
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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