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Skuhersk^ Franz Alois 114 Skuhersk^ Franz Zdonko
deutlich dargestellt, oder die wahre (?
stalt des Iansenismus. 2 Bände (ebd.
1783. 8o.). Seine verdienstlichste Arbeit,
eine Geschichte deS Jesuitenordens in
Polen, ist ungedruckt geblieben und be-
findet sich unter dem Titel: „klovineiae;
societatis «763u ortus 6t pro-
F (34Ö Quartseiten) in Hand-
sänift in der gräflich Osso l ins ki'schen
Bibliothek in Lemberg aufbewahrt.
Ls7lt/cou.'Ä/c! ^'ti/i'a^, Hiätol-.va. litor^tul^ ^)o1-
^Icis/, d. i. Geschichte der polnischen Literatur
(Warschau und Wilna <814, Zawadzki, s°.)
Bd. II, S. 555.
Ekuhersk?, Franz Alllis (A rzt, geb.
zuOpotschno im Königgräher Kreise
Böhmens 42. März 1794, gest. ebenda
12. August 1864). Die Studien been-
dete er zu Prag, wo er im August 1821
die Dociorwüroe erlangte. Dann, nach»
dem er zwei Jahre in Prag im Allgemei-
nen Krankenhause als Secundararzt thä-
tig gewesen, ging er 1823 als Fürst
Col lored o'scher 3eib' und Herrschafts»
Arzt nach Opotschno, wo er dis an sein
Lebensende blieb und viele Jahre als
gesuchter und geschickter Arzt und beson-
dcrs glücklicher Augenoperateur eine
jcgensvolle Thätigkeit entfaltete. Zur
Lebensaufgabe hatte sich der humane
Mann die Errichtung eines Kranken-
hauses in seinem Heimatöorte gestellt.
Im Jahre I83o hatte er ein provisori»
scheS Krankenhaus in's Leben gerufen.
AuS demselben ging nun durch seine un«
ablassigen Bemühungen im Jahre 1864
das schöne städtische Krankenhaus. eine
Zierde Opoischno'S, hervor. Seinem Bei«
spiele waren auch andere Ortschaften in
Böhmen gefolgt, in welchen seither, wie
in Opotschno, solche Zufluchtsstätten für
die leidende Menschheit gegründet wur»
den. Leider war es ihm, dem Gründer,
nicht gegönnt, die eigentliche Eröffnung der Anstalt, welche in seinem Todesjahre
Statt fand, zu erleben; nur den Ausbau
und die Herstellung der innern Einrich.
tung konnte er noch sehen. Schriftstelle-
risch für sein Fach hat er nicht gewirkt,
da ihn die Praxis zu sehr in Anspruch
nahm, denn seine Schrift:
, d. i. Auf-
ruf an die Theilnahme für Leiden über
die Nothwendigkeit eines Krankenhauses
in Opotschno, ist nur eine Gelegenheits-
schrift zu oberwahntcm Zwecke. Er selbst
war ein großer Frcund der Musik und
das Talent für dieselbe war auf seinen
Sohn FranzZdenko S. ^s. d.^ über-
gegangen. Der zweite Sohn Rudolph
ss. d. S. 1l6^ hat sich durch seine Lehr-
thätigkeit hervorgethan.
Wiener Zei tung lö64. Nr. 202. S. 4iw.
Skuherskj', Franz Zdenko (Ton°
setzer, geb. zu Opotschno 31. Juli
1830). Ein Sohn des Ärz4eü Franz
Alois S. ss. den Vorigen^ und Bruder
des Professors Rudolph ^s.d. S.116^.
Im Hause seines VaterS, einoS tüchtigen
und gesuchten Arztes, erhielt Franz
Zdenko eine sorgfältige Erziehung.
Frühzeitig entwickelte sich sein musikali-
sches Talent, und glaubte er in Ausübung
desselben seinen künftigen Beruf zu er»
kennen. Davon aber wollte der Vater
nichts wissen. Obwohl ein Freund und
Kenner der Musik, wollte er sie doch nicht
von seinem Sohne zur Lebensaufgabe
gewählt sehen, vielmehr hatte er ihn zu
feinem Nachfolger als Arzt bestimmt und
so sollte er Medicin studiren. Das Gym-
nasium besuchte er zuerst in Königgräh,
spater in Prag , wo er anfanglich auf je>
nem in der Kleinfeite studirte. spater aber
auf jeneS in der Prager Altstadt übertrat,
wo er 1846 die Gymnasialstudien been»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon