Seite - 119 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Bild der Seite - 119 -
Text der Seite - 119 -
Skulteti) Adam
natürlichen Naivität den Segen über das
Regiment aus. Die Scene war für beide
Theile, daS Regiment und für den Greis,
namentlich für diesen als Abschiednehmen-
den, eine sehr ergreifende. Er überlebte
auch nicht lange diesen Tag, denn drei
Monate nachher, am 19. August, starb,
der Krieger-Greis an Altersschwäche.
DaS Schicksal hatte diesem ehrwürdigen
Veteranen die Gabe versagt, welche zu
höheren Ehrenstellen führt, in seiner
Sphäre übergehörte er dennoch, seiner
Biederkeit und Rechtlichkeit wegen, zu den
ausgezeichneten Menschen. Sein Anden-
ken zu ehren, ließ ihm das Regiment an
seiner Grabesstätte zu Arad ein Denkmal
setzen, und sein eigener Oberst Vincenz
Graf Eßterhtdzy. Maria Therefien-
OrdenSritter, stand nicht an, eine kurze
Skizze seines Lebens zur öffentlichen Kennt-
niß zu bringen.
O e sterr ei ch
i sch es Vürgerb la t t (Linz,
4".) l831..Nr. 85. — Feierstunden.
Herausg. von Ebersberg (Wien, 8«.),
Jahrg. 1831, S. 102. — Thürheim (Än-
5reas Graf) Tie Reiter'Rrgimenter der k. k.
österreichischen Armee (Nien 1862, F. B.
Oeitler. gr. 8".) I I . Bd.: Die Huszaren.
2. 218. — Nanoerer (Wiener rolit.
Blatt) 1868, Nr. 48, im Feuilleton: „Aus
den Erlebnissen eines Soldaten. 2. Von der
eisernen Brigade". ^Daselbst wird Skul'.
tety als dem Huszaren.Regiments siechten»
stein angehörig bezeichnet. Skul tety hat
nie bei Liechtenstein.Huszaren gedient, >on.
del,n 1?30 bei Kärolyi- (nachmals Haoik«)
Hutzaren Nr. <> seine militärische Laufbahn
beginnend, kam er 1766 zu Varanyay« (nach«
mals Wurmsei«, Kienmayer«. Coburg«) Husza. !
ren, in welchem er big an sein Lebensende j
durch volle 63 Jahre verblieb. !
Porträt. Schlechter Holzschnitt, der ihn zu
Pferde mit bis über die Schultern hangen«
dem weißen Schnurrbart, die Standarte in!
der Hand. darstellt. Das Bild fand sich lange
Jahre im 8 HuZzaren'Regiment vor. Heut
ist es eine Seltenheit.
Noch sind erwähnenswert!): 1. Adam 3 kultet i
(g-.b, zu Zawada im Trentschiner Comitate Skutetzky
Ungarns 20. December 1748. gest. zu Ska-
litz 14. Juni 1803). Die Schulen besuchte
er zu Trcntschin, Modern und Preßburg. und
da ihm die Mittel fehlten, sich den Höberen
Studien zuzuwenden, erwählte er den Lehr»
aintsberuf. wurde Präceptor und Cantor zu
Trentschin. dann zu Ozorou und zuletzt zu
Ungarisch-Skalicz, wo er im Alter von
63 Jahren starb. In seiner Stellung als
Lehrcr erwarb er sich einen so achtbaren Ruf.
daß die non dem evangelischen Prediger Gott»
lieb Tabl ic an Skultety's Grabe gehal-
tenen Leichenrede unter dem Titels „'paiQ^tka,
äodi'ü 2a8lc»u5i!>-ck licli", d. i. Andenken
an wohlverdiente Männer, im Druck erschien.
S. war auch cin tüchtiger Musicus und
vollendeter Orgrl'pieler. Als Lehrer hat er
riete Zöglinge im Orgelspiel ausgebildet. C'r
ift durch Herausgabe emes slavischen Ge>
sangbuches vrk^nnt geworden, welches den
Titcl führt: HlLioäiatni-g. ausd lzai-timra,'
uot^ väsoti xiäui <iuLb.ovQic1i, I^rers 56 vs
drall nal^i^'l etc., d. i. Melodiatur oder
Partitur, t>. i. Gesangbuch, enthaltend die
Noten sämmtlicher geistlicher Lieder, welche
sich im großen Cantional und im eoangeli«
schen Leichenlieoerbuch u. s. w. besinoen
(Brünn 1798, I . S. SieQlcr). Nach R(y«
bick)a im „slovulk n2üöu>-" Bd. XI, 2. 612,
hieße der Titel dieses Gesangbuches: «21 e-
toä^atuin aued rartitura". — 2. August
Vorislaw ^kulteiy, Rector des eoang'.<
lischen Gylin'asiums zu Groß-Reuuc (Veilci-
liovul:)^ uon dem folgende Schriften im
Drucke erschienen sind: „Lasne", d. i. Ge<
dichte (Prag 1840, kl. t>o.), und gemeinschaft«
lich mit ?. D ob«in skv: ^ovöäti pr^tk-
l.vcd d<i^ «6n '^c:1i ÜHüüv", d. i. Sftinnstuben»
Märchen (Nosenau 1838). 2 Hefte; — „I'o-
VLLti Llovenäke, 5va.2Sk I—IV", d. i. 3lo«
uenische Geschichten. 4 Hefte (Pesth l83..
^ausser und Stolp. 8".).
Sklltecsky, Pseudonym für Anton
Franz RlMka. siehe: Rybivka, Anton
Franz ^Hd. XXVII , S. 326^.
Tkutetzky, David (M aler, Geburts-
ort und Jahr unbekannt). Zeitgenoß.
Dem Namen nach öechischei Abkunft. Tr
erscheint zum ersten Male im Jahre 1868
in der December.Ausstellung des östel>
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon