Seite - 130 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Bild der Seite - 130 -
Text der Seite - 130 -
Slansk? 130 Siaski
Böhmisch-Leipa, zugleich betrieb er Musik
und mit so günstigem Erfolge, daß er
nock als Studiosus während des Schul«
Gottesdienstes das Amt eines Organisten
versah. Der Theologie sich zuwendend,
beendete er dieselbe zu Leitmeritz, erlangte
im August 1831 die Priesterweihe, wurde
nun noch im September d. I . Caplan
zu Bürgstein und kam im September
183? als selbstständiger Seelsorgernach
Lmdenau. In Lmdenau war S. 37 Jahre
chatig, er wurde daselbst Dechant und
starb als solcher allgemein betrauert im
Alter von 64 Jahren. S. galt als ein
ausgezeichneter Kirchenredner. Als Vor
steh er des Ar wen» Institutes war er sorg
fältig für dessen Förderung bedacht, und
der bei Nebernahme der Leitung mit
wenigen hundert Gulden übernommene
Fond war auf die Höhe von viertausend
Gulden, wozu er aus Eigenem einen
nicht unansehnlichen Betrag beigesteuert,
gestiegen. D^rch seine Bemühungen er«
hielt die Kirche von Lindenau an Stelle
des verfallenen und der Restauration
dringend bedürfenden Thurmes einen
neuen schönen, dessen Kosten über acht»
Halbtausend Gulden betrugen. Ein Freund
und Förderer des Gesanges und der
Musik, war er auch als Componist thä<
tlg, und hat, wie sein Nekrolog meldet,
mehrere „gediegene Kompositionen"
veröffentlicht, deren Titel zu erfahlen
dem Herausgeber nicht gelang. Die
in den Quellen genannten zwei Compo»
siteure haben andere Taufnamen.
Frisch voran (böhmisches Localblatt) t87<1,
Nl>. 20. — 1. Ein I . S lansk? lies 15«7
eincPotpouniausFlo :o w'ö Oper: „Zilda",
be« Wchler in Pra^, und 2. ein 55. Slansk>
zwei Lieder (,Todte,ikränze" — „Für Ein»
ander") 1869. bei Hoffmann in Prag.
erscheinen. Der oben ellvähnte. auch a!6
Komponist gerühmte Ilndenauer Dechant
nennt sich Vincenz Slanök^. ! Slaplliökll, (Xylograph,
Geburtsort und Jahr unbekannt), Zeit«
genoß, aus Böhmen gebürtig, der allem
Anscheine nach in Prag, vielleicht bei
Bar te l , sich ausgebildet. Er ist ein sehr
geschickter Xylograph, wie das mehrere
Blätter seines Stichels bekunden. Eines
der besten ist die Bilderbeilage zu der
Prager illustrirten Zeitung
4868. Nr. 29. betitelt.-
äHic". d. i. Der Pfeifer Sckwanda, wo
S. auf einem Blatte in fünf Bildern eine
böhmische Volkssage'illustrirt, und da kein
Zeichner ausdrücklich genannt erscheint,
also wohl auch nack eigenen Zeichnungen
in Holz geschnitten hat. Von anderen
Schnitten dieses Künstlers seien noch
erwähnt: das sehr kräftig gehaltene
Bildniß I . A. Matejko's, nach einer
Zeichnung Kriehuber'ü iM „ävsto»
z-or" j87<>. Nr. 8) ' — das naturhistl>
rische Bild: „Die Schnepfen" l^üluk)'")
(edd.); — eine „Ansicht des Scklofses
Pernstein in Mähren" in der illustrirten
Zeitschrift: ,Mitt^ I>i-iU^", d. i. Das
goldene Prag, I8liö, S. 7l>, welches
Blatt S. in der xylographischen Anstalt
von M ü ller und 15 ehacek geschnitten,
und das „Breslauer Rathhauö", ein sehr
schönes Architecturbild, mit großer Fein-
heit und Schärfe ausgeführt, das in
H a l l b e r g er's „Illustrirler Welt"
Md. XIX (1871), Nr. 44) abgedruckt ist.
Eigene handschriftliche V o r m c r»
t!u n g e ii.
i3ll!ski, Edmund (H allpt m a n n in
der polnischen Revolution 1863, geb. in
G alizien im Jahre 183! , gest. zu
Chw alowicze am A). October 1863).
S. war ursprünglich in die kaiserlich öster-
reichische Armee getreten. I n derselben
rückte er zum Ofsicier vor. Nach einigen
Jahren trat er a^s derselben, wendete
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon