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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 131 -
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Slaski Joseph Cajetan sich dem Lehrfache zu und erhielt ein< Professur am Gymnasium zu Lemberg Bald nachdem der polnische Aufstand 1861 inCongreßpolen ausgebrochen war, verließ S. seinen Posten am Lemberger Gymnasium und begab sich zunächst zur Abtheilung, welche.Dyonis Czachows k i, ein alter Soldat, der noch bei Ostro< lenka gekämpft, anführte. I n kurzer Zeit schwang er sich zum Anführer einer eige» nen Abtheilung empor. Mit derselben verband er fich mit dem General Wal i gorski und einem Theile der von Gierzkowski befehligten Fußtruppen, und nun suchte diese etwa fünfthalbhun- dert Mann starke Abtheilung sich mit jener, welche Wier;bicki anführte, zu vereinigen. I n der Ausführung der diese Vereinigung abzielenden Bewegungen stieß er auf den Feind und mußte das Gefecht bei Laczk, wo sich die Russen ihm in den Weg gestellt, am 22. September 1863 annehmen. Die Russen zählten 4? Rotten Fußvolk, 6 Geschütze und 200 Kosaken. Nach langem und ver- zweifelten Widerstände gegen die über- legenen Gegner und nachdem er große Verluste erlitten, wurde er selbst tödlich verwundet, kampfunfähig in das Spital > nach Chwatowicz gebracht, wo er wenige Tage darnach seinen Wunden erlag. ,HtuF>Nic!kt ^Z^oi.^) Ilnionopiä poltzgtycd. i 5tl-koon5'o1i otiki- xovi>ta.ui2. roku. 1863 i 1864, d. i. Namensliste der im Ausstande der Jahre 1868 und ik64 Gefallenen und Verlorenen (Lemberg 1865, d".) S. 76. — Ho?ss^att.'l't<H ^^.^ , ?a,Nia,t!ck 6I2 loä^in u Lti-acou^ed, 22 i°li22ton'Hnig.üb. stc. ocl. io^u 1861 —18Ü6, d. i. Denkkuch für polnische Iamilien. Kurze divöraphische Nachrichten über die bei Rüstungen u, s. w. in den Jahren 1861 —1866 Gefallenen u. s w. (Krakau 1865. 8«.) S. 252. Porträt. Ordinärer aber ähnlicher Holz. schnitt von >V. I'. in Stupni^ki 's ^Imio» Slavicek. Die Verschiedenheit der Schreibung dieser Namen: Slllvicet, Tlatlik. Slavikovski u. f. w. bald mit v, bald mit w wird im Folgenden nickt be- rücksichtigt. Derselbe Name, im Oechi- schen mit einem V, erscheint im Polnischen und Deutschen mit einem w geschrieben. In letzterer Sprache begegnet man ihm aucb in beiden Schreibweisen: Sllltvtk, Tllltlik u. s. w. Ruckweise sollen den Be- nützern des Werkes beim Nachschlagen über diese orthographischen Eigenthum« lichkenen hinweghelfen. Elaviöek, auch Slawicek, Joseph Cajetan (Rechtsgelehrter, geb. zu Tisic nächst Brandeis in Böhmen, 10. März 1818, gest. zu Prag am 26., n. A. am 27. September 1867). Der Sohn schlichter Bauersleute- erbesuchte zu Prag das akademische Gymnasium und die philosophischen und Rechtsstudien beendete er an der Hochschule dastlbst. Nachdem er im Jahre 1843 die Doctor- würde erlangt, wendete er sich zunächst der Advocatur zu. trat aber im Jahre 1849 als Auscultant des Landesgerichtes in Prag in den Staatsdienst, wurde 1831 Gerichtsadjunct zu Königgrätz und 1838 selbstftändiger Gerichtsadjunct zu Neuhaus', aber noch im Herbste d. I . wurde er als ordentlicher Professor des Civil- und Strafrechtes an die Rechts- Akademie nach Preßburg in Ungarn be< rufen, in welcher Stellung er bis 1861 thätig blieb. I n diesem Jahre erfolgte seine Ernennung als Professor des Straf- rechtes mit öei'ischer Vortragssprache, des ersten in dieser Art, an der Prager Hochschule. S, versah letzteres Lehramt bis an sein im vollen Mannesalter von 49 Jahren erfolgtes Lebensende. Er war in seinem Fache auch ^chriftstellerisk thä> tig'> wahrend seines Aufenthaltes in Preß-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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