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140 Anna
St. Anna in Krakau und Scholasticus
von Kurzelow. Als Schriftsteller thätig,
hat er folgende Werke herausgegeben:
1773, 4«.); in diesem Werke behandelt
S. ein für seine Zeit ebenso wichtiges
und interessantes, als für den Autor be-
zeichnendes Thema, nämlich das von der
Nothwendigkeit und den Vortheilen des
Ankaufes von Büchern, wobei er zugleich
jene Polen aufzählt, welche ihr Vermögen
zur Anschaffung derselben verwendet ha-
ben; — „As N207^s Asi ^oml'nz's 0?^-
«72F«6" sedä. 1773) 8".); —
(edö. 1770, 4".); —
Z^co^c, 07^ /0)266 66H.-" (edd. 1773,
8".); —
'^sL<? ,^ d. i. Gottes Lob in der Verehrung
der Heiligen (ebd. 1770. 8«.). S. war
der letzte der sogenannten Tylicianischen
Kirchenredner. — Ein Marrelin Slecz«
kowski gehört unserer Zeit an, er ist
Priester und hat in dem nächstbenannten
Werke einen Beitrag zur Geschichte des
Katholicismus in den polnisch-russiscken
Provinzen geliefert. Der Titel des Wer«
kes lautet.'
d. i. Einige Nachrichten zur Geschichte der
katholischen Kirche in den polnisch-russi«
schen Provinzen von der Theilung Polens
bis zur neuesten Zeit (3emv>rg 1862,
Wild).
ll ue 7 1c 1 0 p ti ä i ^ 2. p 0 V 8 2 L c 1r n k , d. i,
Allgemeine (polnische) Encyklopädie (War'
schau l«a6. gr. 50.) Bo. XXI I I , S. 276.
Noch ist eine Adelsfamilie die Sleczkowst i
von Podoj vo> banden. Im Jahre 1867
nnt Dlplom vom l. Mai wurde Franz
Sleczkowst i (grv 11. Octol)er 1814),
damals Major im k.'k. lU.Linien'Infanterie« Regiment. in den el^ländischen ?ldels<
stand mit dem Prädicate Edler von Poboj
erhoben. Aus seiner Ehe mit Emilie Edle
von Oauksza (geb. 3. December 1838) stam-
men drei Kinder: Ladis laus (geb. 24. Sep-
tember 1859). Wi lhe lmine (aeb, 26. Mai
1862), Joseph (geo. l l . August 1864).
Franz Sleczkowski von Poboj steht
nicht mehr im activen Dienste.
Wappen. Von Nolh und Silber längs
getheilter Schild, rechts zwei ucrsänänkie
Schwerter an goldenen Griffen, zwischen d>>n
Klingen von drei silbernen Sternen begleitet,-
links ein natürlicher Hühneraeier aus einem
aus dem Fußranoe aufsteigenden natürlichen
schroffen Felsen stehend und in d?r rechten
Kl^ue ein Hufeisen tränend. Auf dein Sckiloe
ruht ein gekrönter Turnierdelm. Auf der
Krone liegt ein überdogencr Arm in Gold
grrändrtem Harnisch, in der depanzerten Hand
ein blankes Schwert an goldenem Griffe über
sich schwingend. Helmdecken sind roth
mit Silber unterlegt.
Anna (Erf inder in des
böhmischen Nationaltanzes „Polka",
geb. in B ö h m e n im Jahre 1802).
Schon in den Quellen zum biographischen
Artikel über die Künstlerfanulie Neruda
M . XX, S. 190 u. f.^ wurde der
Anna Slezak gedacht, welche allge-
mein alü die Erfinderin des durck die
ganze Welt verbreiteten Polkatanzes be.
zeichnet wird! auch wurde dort Näheres
über den ganzen Vorgang berichtet und
sonst noch Einiges dazugehöriges erzahlt.
Zur Ergänzung der dortigen Angaben
fügen wir noch das Folgende hinzu. Die
Polka wurde sogar Gegenstand diploma«
tischer Korrespondenz. Die Schnelligkeit,
mit welker dieser Tanz sich eingebürgert
und beliebt gemacbt hatte, mo^te wohl
nach dem Urheber desselben di^ Neugierde
rege gemacht haben. So geschah eS
denn, daß das General-Consulat in Lon»
don in einer vom 24. Jänner 1862 da-
tirten Anschrift au die Behörden in Elbe«
Kosteletz (Böhmen) das Ersuchen richtete,
die Erfinderin des Polkatanzes aufzu»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon