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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 143 -
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Seite - 143 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35

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Sliunnsln 143 Sliwka LitionSl," sidiä.). S. st^nd im Rufe eines gro- ßrn Gelehrten. ^Pelzel looo oitkto,S. 140.^ 8llk, siehe: Schlick, die Grafen d. XXX, S. 101—127. von Iunosza, Adolph (Poet, geb. in Galizien im Jahre 1811, gest. zu Lemberg 28. Mai 1839). Die Studien machte er am Gymnasium und an der Hochschule in Lemberg. Nach been- digten Rechtsstudien trat er iu den k. k. Staatsdienst bei der politischen Behörde ein und starb als Conceptsprakiikant des galizischen Guberniums im Alter von erst 27 Jahren. Frühzeitig versuchte sick S. in der Poesie und mit 17 Jahren schrieb der junge Pole deutsche Gedichte, welche eine reiche Phaniasie verriethen und zu den schönsten Hoffnungen berechtigten. Im 1.1827 brachte das Lemberger deut- sche Unterhaltungsblatt „Mnemosyne" seine ersten Proben, und nun folgten im ge- nannten Blatte seine Arbeiten — es waren Sonette von und nach Miökiewicz. Gedichte. Balladen, großentheils Nach- ahmungen und Uebersetzungeir der Ge- dichte von AdamMi6kiewicz, welcher eben damals im Zenith seines Dichter» ruhmes stand und von der polnischen Jugend mit der größten Begeisterung gelesen und nachgeahmt wurde. Außer diesen poetischen Arbeiten brachte seine Feder auch mehrere Artikel in Prosa. Die .Mnemosyne" widmete dem zu frühEnt« schlafenen folgenden Nachruf: „Ausge» zeichnete Fähigkeiten, verbunden mit wah» rem poetischen Geiste und der Gemüth» lichkeir eineS fühlenden Herzens hauen bold die herrliche Gabe der Dichtkunst in ihm geweckt' das rasche emsige Fortschrei- ten auf diesem Pfade, die duftenden Blü- then, die demselben entsproßten. ließen einen ausgezeichneten Schriftsteller im Fache der Poesie und schönen Literatur erwarten, doch ein früher Tod vernichtete diese Hoffnungen und . . . raubte uns eine Seele im Reiche des Guten und Schönen". Herausgeber dieses Lexikons hat S li winski's gedruckte Arbeiten ge« lesen und muß obiger Ansicht beipflichten. Er hat seine Mutler, die seinen Nachlaß bewahrte, kennen gelernt, und eben als er solchen einsehen sollte, wurde er vonLem- berg, wo er damals weilte, abberufen und mit seinen veränderten Verhältnissen trat obiges Vorhaben in den Hintergrund. Interessant aber ist die Thatsache, daß zu derselben Zeit, als sich ein Pole zum deutschen Dichter heranbildete und zu den weitgehendsten Hoffnungen berechtigte — es ist hier eben S l iw insk i gemeint — sich ein Deutscher polonisirte und ein be- deutender polnischer Poet wurde, nämlich Vincenz Pohl von Polenburg, der als Vincenz Pol in der polnischen Dich- tung und Literatur eine hervorragende Stelle einnimmt. Man vergleiche seine Biographie in diesem Lexiken Md. XI I I , S. 49^j. M n e m o sy ne (Unterhaltungsbeilage der deut« schen Lemberger Zeitung) 18. Juni 1839. 8liwka,Johann (polnischer Schrift- steller, geb. in Oesterr «Schlesien, gest. um 1873). Ob S. mit der ade- ligen Familie Sl ivka von Sl iv ic. welcher im Jahre 1319 ihr alter Ritter- stand bestätigt wurde und die zur Zeit Slonic iin Königgrätzer Kreise besitzt, ver« wandt ist, kann nicht bestimmt werden. Johann äl iwka hat sich nach beende» ten Studien dem Lehramte zugewendet und eine Lehrcrstelle an der evangelischen Volksschule zu Teschm in Oesterreichisch. Schlesien erhalten. Er schrieb in polnischer Sprache, welche in dem dortigen Grenz« lande ziemlich stark verbreitet ist und war einer der Hauptagitatoren für ein eini» geS Königreich Polen. Die Titel seiner
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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