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Schriften sind: „
?na6l,i", d. i. Kurze Geschichte der Re«
formation (Teschen l838)'. —
l<", d. i. 3ieder
für Kinder mit den Sangweisen (ebd.
4857); — „^'slo^'ä
csa^onH' ^a«^i", d. i. Biblische Ge-
schichte für den Anfangsunterricht (ebd.
" ^ d. i. Geo-
graphie oder Erdbeschreibung für die ler»
nende Jugend (ebd. 4863): — „I^^o-
7-l^ 'a ?i«5«?-a?na") d. i. Naturgeschichte
(ebd. 4864). Auch gab er in den Jahren
4862, l863 und 4864 den „ItoQsnck
snanFs^eHi'«, d. i. Das evangelische
Jahrbuch heraus, welches den Ange-
legenheiten der evangelischen Kirche und
Schule gewidmet ist und mehrere zur
Ortskunde nicht unwesentliche Mitthei«
lungen enthält.
Nno/Kiopoäi^k xo-w52Scdua,, d.i. All>
gemeine (polnische) Encyklopädie (Warschau
l865, Orgelbrand, gr. 8".) Bo. XXIII, S. :>9l).
Tloboda. Daniel (öechischer Schrift,
stell er, geb. zu Ungarisch-Skalic
20. December 4809). Die Elementar-
Classen und dasUnlergymnafium desuchte
er zu Ungarisch'Skalic. das Obergymna»
sium zu Modern näcdst Preßburg und in
Preßburg selbst beendete er seine Studien.
Nachdem er im August 1833 die Priester-
liche Ordination empfangen hatie, wurde
er zunächst Cooperator an der evangeli-
schen Pfarre zu Miava im oberen Neu-
traer Comilate. Im Jahre 4637 erhielt
er aber ein geistliches Amt an der evan-
gelischen Kirche zu Ruscwa bei Hostein
in Mahren. I n das Studium der slova-
kischen Sprache hatte ihn noch während
seiner Studienjahre der bekannte Sprach«
und Geschichtsforscher Georg Palkovic
^Bd. XXI , S. 226^ eingeführt; auch
war er Mitglied des damals bestandenen slovakischen Vereins, der zu jener Zeit
am Preßburger Lyceum Lechoslavische
Interessen und Tendenzen förderte und
einen nicht geringen Einfluß auf die stu»
dirende Jugend übte. Auf naturwifsen«
fchafllichem Gebiete war S. nach verschie-
denen Richtungen thätig. So ist sein
Werk: „H
i^ ^ d. i»
Pflanzenkunde oder Anleitung zur leich»
ten Bestimmung und Bezeichnung der in
Böhmen und Mähren . . vorkommenden
Pflanzen (Prag 4832), von der Minies-
«63^2. verlegt worden, um die Ziebe zur
Pflanzenkunde unter den Bewohnern
öechischer Zunge zu wecken, und ist das-
erste Werk dieser Richtung in öechischer
Sprache, nach Curie's „Anleitung, die-
im mittleren Deutschland wildwachsenden.
Pflanzen auf eine leichte und sichere Art
durch eigene Untersuchung zu bestimmen"
durchgeführt und umfaßt an 660 Gattun»
gen in 3000 Arten. Seine Beobachtung
gen über die Thierfauna von Rottalowihs,
welche 463 Thierarten umfassen, sind in
dem von Karl Fritsch in den Sitzungs-
berichten der mathematisch «naturwijsm«
schaftlichen Classe der kaiserlichen Aka°
demie der Wissenschaften mitgetheilten
„Kalender der Fauna von Oesterreich"
M . I.VI. I. Ablh,. 4867) enthalten;.
— seine meteorologischen Beobachtungen,
gleichfalls aus Rottalowih. brachten die
„Jahrbücher der k. k. Central-Anstalt fur
Meteorologie und Magnetismus" 483l;
— die in Prag erscheinende naturwifsen«
schaftliche Zeitschrift „Lotos" enthält seine
Beiträge zur Flora des Neutraer Comi»
tates ^4864. S. 2301; — die „Verhand-
lungen des zoologisch-botanischen Ver-
eins" in Wien bringen in der von Karl
Fritsch mitgetheilten Nachricht über die
im I . 1859 angestellten pHänologischen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon