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Slotl! 136 Swta
Nachrichten" (ebd. 1781.1783 und 1786).
Ja der Folge wulde S. auch Mitglied
der Göttingischen Gelchrten-Gesellschaft.
Seine vielfältigen und schatzenswerthen
Arbeiten verschafften ihm die Freundschaft
vieler der ersten Astronomen und Mathe-
matiker seiner Zeit und mit vielen von
ihnen stand er in brieflichem Verkehr. So
wurde sein Name auch außerhalb Italien
rühmlich bekannt. Am Abend des 14. De-
cember 4807 wurde er vom Schlage ge»
rührt, mit dessen Folgen er einige Mo«
nate hindurch kämpfte, bis er unterlag
und am 4. Februar 1808 für immer die
Augen schloß: Er war 68 Jahre alt ge>
worden. Seine sterbliche Hülle ruht in
Pisa in der Vorstadt bei den Kapuzinern,
an der Seite seiner Gattin. Die Familie
scheint später in die preußischen Rhein»
lande übersiedelt zu sein, denn es befindet
sich in der Adelsmatrikel derselben laut
Eingabe ääo. Cleve 1. Juli 1829 in der
Classe der Edelleute unter Nr. 73 ein
Anton S lop von Cadenberg ein-
^tragen.
Bote für Tirol und Vorarlberg uom 26. Fv.
bruar i«2l. ^Nach diesem geboren gegen Ende
des Jahres NU9.) — P o g g end o r ff ( I C.)
Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur
Geschichte der exatten Wissenschaften (Leipzig
4839, I . Ambr. Barch, Le,r.-8".), Bd, I I ,
Sp 942. s^Nach diesem geb. 31. Octoder
!74l).)
Wappeil. Schild blau durch einen silber.
ncn. mit drei rathen Nosen bellten Quet.
balken getheilt. Oben eni linköstehender «ol«
dener Adler mit ausgespannten Flügeln u»d
Fünfen; unten drei, l über 2, goldene
Sterne.
8losar, nehe: Echlosar, Victor Mar-
tin Kcirl j M . XXX, S. 140^.
Slota, auch Elottll, Georg (slavischer
Schri f tstel ler, geb. zu Rajc im
Trentfchitier Comitate Ungarns 24. März 1819). Sein Vater war Bauer, den
ersten Unterricht erhielt der Sohn in sei-
nem Geburtsorte, wo er von den dorti»
gen Lehrern für den Besuch des Gym-
nasiumS vorbereitet wurde. Dieses be»
suchte er zunächst in Silein, später in
Preßburg. Der Theologie sich zuwendend,
beendete er die Studien daraus in Brunn,
wo er auch die Priesterweihe empfing und
dann als Caplan zu Zeratic nächst Brunn
in die Seelsorge trat. Später kam er
alä Pfarrer und Dechant nach Tu2in bei
Privigye in der Slovakei. Als der Ver«
ein des h. Adalbert in Thrnau gegrüa»
det worden, wurde S. zum Geschäfts»
führer desselben erwählt und zugleich
mit der Redaction des Vereinsblattes
„I<Äto1ioIc6 novin^" betraut. Diese letz«
tere legtv- S. wegen Ueberdürdung mit
Geschäften im Jahre 1872 nieder; hin°
gegen behielt er die Geschäftsführung des
Vereins, der unter seiner Fürsorge einen
stetigen Aufschwung nahm und feinen
Hauptzweck: durch Verbreitung guter
volköthütnlicherBi'icder unter den Slova-
ken katholischen NituS die Anhänglichkeit
undTreue für die römisch-katholische Kirche
lebendig zu erhalten, möglichst zu erreichen
strebte. Als Schriftsteller in seinem Facbe
thätig. gabS. heraus: ,,X?-<?<^/o?/i«^'?-
5?/<?/,.") d. i. Spiegel der Kleinen (1847)',
, d. i. Gescbichte deS Gymnasiums in
Neusohl (1848) und mehrere geistliche Ge-
legenheitspredigten, dann redigirte er in
den Jahren 1834 und 1833 die kirchliche
Zeitschrift: „ ^ r i l l a kletkoä" , in den
Jahren 1860—1864 das Säwldlatt
, , N 8 i v ) ' NiN'oäni uo i to i " , d. i. Der
slovenische Volkslehrcr, und besorgte die
Uebertragung der im I . 1867 erschiene«
nen Dichtung: „^asög. xora", d. i. Unsere
Morgenröthe, von Mas Okrugic.
Seine eigenen Dichtungen sollten in der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon