Seite - 173 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
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, Fiiedrich 173 ü^ Friedrich
Heraus^, von Gustav Heine (Wien. 40.)
l8«4. Nr. 326 seine dem «Hwä" entnom»
mene Notiz über die Art und Weise, wie
3 m e t a n a'ä Bücher und Manuscripte mit
Beschlag belegt wurden, deren Richtigkeit
diesem nationalen Heßblatte überlassen bleiben
muß). — Geschichte eines Ercommumcirten.
Herausgegeben von Alfred Meißner (L?ip-
,;i>i 1863. 80) ^st die Selbstbiographie
Smetana'ZI. — Blät ter für literarische
Unterhaltung (Leipzig. Brockhaus. 4».) 1863,
3. 644. — Bohemia (Präger polit. und
belletr. Blatt. 4".) 1804. Nr. 302. S. 18^.3.
— Süd deutsche Zei tung l8N3. Nr. l28.
iin Feuilleton- „Die Memoiren eines Ab»
rmnnigen" — Didaskal ia . Blätter für
Geiü. Gemüth und Publirität lFrankfnrt
a. M.. 4" ) 1862. Nr. 4l4 und t l3: „Unter'm
Kirchenbann". — Deutsche al lgemeine
Zeitung (Leipzig. 4o.) l83i. Nr. 69 snach
diesem gest, 29. Jänner 1831). — Katho>
tische Blät ter aus Tirol. Nevigirt von
M. Hub er lInnsbruck, Wagner. 8».). t864.
Nr. 36. T. 873: „Oii: moderner Philosoph
über den Selbstmord" sonach diesen Blättern
wäre Smetana am 2. Jänner 1831 ge«
storden. was ganz unrichtig ist, i>a S. am
>^«». Jänner starb).
Aanrätc. 1) Mit folgender iacsiinilirter
5^v«ä56n l^, ^'szt krickein I Va
K. 14 V. 23 j i). H.NF. SmktkNk". Lech,
lci tner (2c ««.); — 2) Holzschnitt, auf
eil!','M Tableau 6eckischer Berühmtheiten. Her«
au -^ge^eben von Heinrich Fuchs in Prag.
Friedrich (Componist,
geboren zu Zeitomischl in Böhmen
2. März 1824). Der Sohn einer unge«
mein zahlreichen Familie — nicht wen!«
ger denn drei Söhne und elf Schwestern
—blieb er der Einzige von Allen am Leben.
Lein Vater, herrschaftlicher Brauer, war
nicht unbemittelt und liebte die Musik. Sein
Onkel ist der Prämonstratensermönch
Joseph Franz, dessen Lebensskizze
folgt. Im Hause fanden Quartett-Auf»
führungen Statt, welchen der erst vierjäh«
rige Knabe mit aufmerksamen Ohre bei»
wohnte. Das musikalische Talent des
Knaben entwickelte sich frühzeitig. I n seinen Freistunden phantanrte er auf dein
Clavier und der Vater brachte die Phau
tasten des Knaben, der des Schreibens
noch nicht kundig war, zu Papier. So
geschah es denn, daß die Eltern auf einen
tüchtigen Musikunterricht des Knaben,
als ihm solcher zu Leitomischl zu Theil
wurde, Bedacht nahmen. I n Folge dessen
übersiedelte der Vater nach Neuhaus, wo
der Knabe von dem dortigen Chormeister
Ikavec Unterricht im Piano- und Violin-
spiel erhielt. Dabei sang er auch in jeder
Messe in der Abteikirche die Soloparthien.
Vier Jahre spater kaufte der Vater ein
! Anwesen im Czaslauer Kreise und Fried-
rich kam auf das Gymnasium nach
Deutschbrod, einem in diesem Kreise ge-
legenen Städtcben. Obgleich der Vater
ein großer Liebhaber der Munk war, ließ
er es 'doch nicht zu, daß der Sohn sich
ausschließlich zum Musiker ausbilde, son-
dern hatte vielmehr den Bescblilß gefaßt,
ihn die Rechte studiren zu lassen. Nm
aber jede gegentheilige Absicht des Soh-
nes von vornherein zu vereiteln, wurde,
als dieser elf Jahre alt war, der Musik^
Unterricht eingestellt. Die strenge Zucht
des dortigen Gymnasiums wollte dem
Sohne wenig behagen, und seinen unaus-
gesetzten Bitten gelang es, daß ihn der
Vater zur Fortsetzung der Studien nach
Prag schickte. Smetana hatte die
vierte Gymnasialclaffe zurückgelegt. Die
volle Freiheit, die er in Prag genoß, der
Besuch von Theater und Concerten, der
Verkehr mit musikliebenden Kameraden,
alles zusammengenommen.hatte zur Folge,
daß der Junge die Schule gar nicht mehr
besuchte und nur Musik trieb. Er spielte,
indem er das Piano vollends vernach»
lässigte, damals ausschließlich die Geige.
Als der Vater eines Tages nach Prag
kam, um sich über den Fortgang in den
Studien seines Sohnes zu erkundigen.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon