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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 175 -
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Smetana. Friedrich 176 Smetana^ Friedrich von Gran, wo er seine Krönungs-Meffe dirigirt hatte, über Aufforderung I . N. äkroup's ^S. W4 d. Bds.^. welcher seine Graner Messe im St. Wenzelsdome aufführen wollte, über Prag nach Wei- mar zurückkehrte, war er ein täglicher Gast Smetana's. dem er oft allein, aber auch wenn andere Musikfreunde zu- gegen waren, seine Symphonien und sonstigen Compositionen vorspielte, wobei S. Gelegenheit fand. des Meisters Werke in ihrem herrlichsten Vortrage kennen und bewundern zu lernen und dabei selbst zu lernen. Im Herbst desselben Jah- res. 4836, begab er sich über Aufforde- rung Dreyschock's nach Gothenburg in Schweden, um dort Concerte zu geben Dort bildete sich um eben diese Zeit eine philharmonische Gesellschaft, welche eines Directors benothigte. Smetana nahm den ihm angebotenen Posten an. löste das in Prag gegründete Musik-Institut auf und übersiedelte im folgenden Früh- linge mit seiner Familie nach Gothen- burg. Dort wirkte er ein paar Jahre. Aber seine brustleidende Gattin vertrug das dortige scharfe Klima nicht und ihr baldiges Ende ahnend, bat sie ihn. mit ihr in die Heimat zurückzukehren,, in welcher sie sterben wolle. Bei dem Ab- schieds-Concert, welches S. damals gab, verehrte ihm die Gesellschaft einen silber- nen Tactstock. Anfangs April 1839 trat er mit der kranken Gattin die Heimreise an, erreichte aber mit ihr nur Dresden, wo sie am 19. d. M. starb. Die sterb- > lichen Reste geleitete S. nach Prag, wo ! die Verblichene bestattet zu werden gebeten hatte. Im Jahre 1861 gab S. seine Stellung in Gothenburg auf und unter- nahm jetzt Kunstreisen. Er spielte in Stockholm uno in anderen größeren Städten Schwedens und, Deutft)lands, und kam nach Prag, um an der dortigen sechischen Oper eine Anstellung, die er längst gewünscht, zu erhalten. Aber seine Hoffnung sollte sich nicht erfüllen, und so war S. längere Zeit als Director des Musikvereins „Naiiol" und des Ver- eines ).Ve36äa uruslsoica/' thätig, diri- girte die Abonnements-Concerte, wurde endlich im Herbst 1866 erster Capellmei- stec im öechischen Nationaltheater und befand sich nun an einem für die Ent faltung seines Talentes entsprechenden Posten. Die künstlerische Thätigkeit S.'s ist eine vielseitige. Während seines Auf- enthaltes in Gothenburg schrieb S. zahl- reiche Instrumentalwerke und Composi' tionen für das Piano, und war noch sonst für die Förderung der Musik daselbst in mannigfacher Weise thätig. Als er nach Prc<g zurückgekehrt war. entwickelte er anlaßlich der dreihunderhahrigen Shake» speare-Feier eine ungemein verdienstliche Thätigkeit, und brachte Liszt's Offer- torium „Die h. Elisabeth" zur Auffüh- rung. Aber auch als Komponist hat S. seine unleugbaren Verdienste und seine Arbeiten in verschiedenen Ricktungen fin- den in Fachkreisen warme Anerkennung. Von diesen sind anzuführen: sein ^//s> F7-5 ctt^ien'oso in I/-m<H", Dreyscbock gewidmet; — ,,I/o?'<?ea«a) ea^a/s^'s//- FA65") als OpuL 1 im Stich ersä'ienen.- — „I^'^'s^Fn'", d.i. Die drei Reiter. Tert von I . I a h n (doch wohl die Ueber» setzung des bekannten Lenau'schen Ge- dichtes). Auf vier Singstimmen; — " (Prag 1864, Sa>a- lek und Wetzlar); — „H'ottvs^??- c?s und l 3 ftier Polka's^ (edd. 1863); — „Ao/nl'eH«",d.i.Bauernlied, im2l. Hefte des musikalischen Sammelwerkes ,.H1<l-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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