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Smetani, Friedrich 176 Smetana. Joseph Franz
; „ ) d. i. Der Ent-
artete. Lied; — dann noch mehrere
Symphonien auf großes Orchester. Aber
aucd mehrere größere Tonwerke, wie
Opern, ftoffen aus Smetana's Feder,
und zwar: „^)?'a?tt'5o7^ n ^c/iäo/i,") d. i.
Die Branibor in Böhmen, historische
Oper, Tert von Sab ina , zum ersten
M^le in Prag am 5. Jänner 4863 auf-
geführt; — „Fa^o?-") gleichfalls histo-
rische Oper, zum ersten Male ebenda
16. Mai 1868 aufgeführt; — «^svs^«
^7-t^Knei", d. i. Die verkaufte Braut,
komische Oper. am 30. Mai 1866 zum
ersten Male aufgeführt; — uud „//n-
<5?6Ha") d. i. Der Kuß, zuerst gegeben im
Herbst !676, deren zweite Aufführung
benützt wurde, dem Compositeur nne
Ovation darzubringm, indem ihm Depu-
tationen des Theater-Consortiums, des
nationalen (nai-oäni) Club, der „(Ims-
ltzc.lv». ZsLeäg.«, des Akademischen Lese-
vereins, der Theater-, Oper» und Orche»
ster-Mitglieder und der Stadt Leitomischl
einen silbernen Kranz, viele mit prächti-
gen, goldgestickten Bändern gezierte Lor-
beerkcanze nebst einer Adresse in Pracht-
einband darbrachten.
Oa l i t »« r . (^!a,Lo^is pro lniädu ü t c , d . i .
Dalibor. Zeitschrift für Musik u. s. w. Ne-
digil-t von Em. Mei is iPra«. -^.) l«63.
Vir. 24.- „Löäriek smotün^". — 8v6to-
^oi- (Prager iUustrirtts Blatt, Fol.) 18«i).
Nr. ^« und AU. — sl . iv in . (l^antlioon.)
sdirka poHo^i^en, auto^i'a,5u a, xivoto^ilisl.
plLänieli inuxil l!oij1:ol!iov6N5lc)'o^, d. i.
Slavin. Sammlung oor, Bildnissrn, 3Iuto<
grafthrn und !öebrnsl)eschrridungcn denkwür»
diger uechisch'slavischer Vtänner (Pra^ ll>72,
Bartel. 8<>.). Bd. I I , S. 4l).
Porträte, l) Unterschrift: Facsimile drS
Namenszussrs ^Nsä5ied smotana". Holz«
schnitt von F. Barte l ii, Pro^ (5".) streff-
liches Blatt, auch im „Slavin"^. — 2) In
een „Ilumoi-^Ue^« Ii2t^", c>. i. Humuri»
stische Blätter. XVI . Iahrss. l1874). Nr. 13: takt", d. i. Die Cavellmeister Mayer und
Tmetana .schlafen den Tact si. s. schlagen
sich oie Blätter, welche für sie Partei ergreifen :
Smetana den nD^lidoi-", Mayer den
„IIuÄsdni liät" um t)ie Köpfe, daß die
Noten um sie umherfliegen).
SllietNM, Joseph Franz (gelehrter
Pcäm onstratenser des Stiftes Tepl,
geb. zu Schweinschädel im König»
grälM Kreise l l. März l80l , gest. zu
Pilsen 1l)., n. A. schon am l8. Februar
1361). Sein Vater war Gärtner auf der
Nachoder Herrschaft. Der Sohn besuchte
im Anbeginn die Ortsschule und bezog
im Alter von ,^'-t Jahren das Gymnasium
zu Kömggrätz. Nachdem er dasselbe
beendet, kam er nach Prag, um die philo»
sophischen Studien zu beginnen. Als-
dann wendete er sich der Theologie zu,
trat 1623 im Stifte Tepl in den Prä-
monstratenserorden, legte am 23. Oc>
tober l82!i Profeß ab und erhielt am
l4. August 1826 die Priesterweihe.
Einige Jahre brachte S. nun in der
Seelsorge als Caplan zu I'ter, einer
damals dem Stifte Tepl gehörigen Ort-
schaft, zu. Die Muße seines seelsorglichen
Berufes widmete S. mathematischen und
naturwissenschaftlichen Studien und be«
reitete sich fur ein Lehramt aus denselben
vor. I m Jahre l831 übernahm er jenes
der Physik am Lyceum zu Pilsen, betrieb
aber zu gleicher Zeit mit allem Eifer das
Studium der Astronomie, Geschichte und
Sprachwissenschaft, letztere vornehmlich'
mit Rücksicht auf das Slavische. Am
l 3. November 1834 erlangte S. an der
Prager Hochschule dag Doctorat der
Philosophie. Nach dem am 2. Februar
!83tt erfolgten Ableben des Professors
I . Adalbert Sedlaäek s.Bd. XXXII I ,
S. 279 j^ übernahm S. noch den Unter-
richt der böhmischen Sprache und Litera'
tnr am Pilsener Lyceum. Am Gymna-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon