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Smissek 182 Smissek
, technischen Institute in Wien ernannt
worden. Seine Geburt möchte somit
mindestens in das letzte Iahrzehent des
abgelaufenen Jahrhunderts fallen. Wie
lange er in dieser Anstellung geblieben,
ist nicht bekannt. Als Blumen- und
Stilllebenmaler blĂĽhteer indenDreiĂźiger-
Jahren in Wien und in der Besprechung
der Wiener Kunstausstellung des Jahres
1842 vonX. Dusch, welche die Fr an kl'«
schen „Sonntagsblätter" als Beilage
brachten, werden die FrĂĽchtenstĂĽcke von
Smirsch als „gut und saftig, natürlich
schön und durchsichtig" charakterisirt.
Kataloge derIahres-Ausstellungen in der k k.
Akademie der bildenden KĂĽnste bei St. Anna
in Wien. 1820, S. 16; 1828, S. 1'6; 1830,
H. 13. 16. 17; 1832, S. 14; 1834, S. 15.
14. 13; 1835, 2. 1". 1l ; 183«, S. Il); 1837,
2. 12; 1839, S. i l ; 1840, S. 19; 1841,
2. 2l ; 1842, S. 12; 1843, S. 11; 1844.
Z. 16. — Nagle r (G. K. Di-.». NeueS
allgemeines KĂĽnstler-Lerikon (MĂĽnchen 1846.
E. A. Flcischinann. 8°.) Bd. XVI, S. 496.
— F ran kl (Ludw. Aug.), Sonntagsdlätter
(Wi»,'li. 5u.) I. Jahrg. (18^2), S. 1U8 uno
und o67.
Hmissek, auch Lmischek, Johann der
Vater und Johann Christoph der Sohn
(zweiKupferstecher inPrag, Geburts-
ort und Jahr und Sterbejahr unbekannt).
Nach Dlabacz fällt die Zeit der Thätig
keit beider KĂĽnstler in die Jahre 1630
bis 1732 und wĂĽrde sonach nicht weniger
denn 122 Jahre umfassen, was, wenn
auch nicht unmöglich, so doch in Rück-
sicht, daĂź es Vater und Sohn sein sollm,
unwahrscheinlich erscheint. Dlabacz
zählt nun eine Reihe von Arbeiten von
Johann Christoph S. auf, deren
erste das „Porträt Kaiser Karl's IV."
bezeichnet ist: Io. Christ. Smischet'
1634, während eine andere, ein
Folioblatt, das „Leben des heiligen Pa^
trkius" darstellend, die Bezeichnung:
Io. Chr. Smischet 2ou!p3. 1732 trägt. So hätte Johann Christoph
Smissek nahezu 100 Jahre gestochen,
was denn wohl kaum glaublich ist. Wahr-
scheinlich findet hier ein Druckfehler Statt,
oder es ist ein jĂĽngerer KĂĽnstler desselben
Namens, vielleicht ein Enkel desIohan n
S. der Stecher des letztgenannten Blattes.
Von Iohann Sm i sse k's, des Vaters,
Arbeiten ist nur das 1630 in Kupfer ge-
stochene Blatt: „Nie Uaurrtanischr (5llprlle
mit dem FranziLkanlr-UlllZtrr Haqrk" bekannt.
Von Johann Christoph sind jedoch
verschiedene Bildnisse, Sinnbilder, Wap-
pen und Titelblätter zu Werken anzu-
führen, u. z.: außer dem fchon erwähnten
„Nildnisg Kaiser Uarl's IV."; — das „Vild-
niöL NaiLer Fertlinanll'2 I I I . " (1634)', —
„Ner h. Norbert" , zwei Blätter, eines
mit dem Wappen des Strcchower Stif.
tes (8l'.); — „Maria nnt> Anna", mit der
Ansicht der Stadt Plan (8".); — die
Sinnbilder mit Wappen: .,^/l)ö
Wappen des Freiherrn Leopold Wilhelm
Crafft von Lamerdorf (1(533); —
mit dem Wappen des Freiherrn
Octavian Boleslaus K rako w ö ky von
Kolowrat ^6o!l); — „//o.^ /^^7'
io/o/'^tt^, mit dem Wap"
pen des Freiherrn Wenzel Ignaz H i s r l o
vonChodau ^Kiil!.')'. —
s/i?6 /tl<3?'?/>/i«6^lV/<//',im ^Vc>/^'^ mit dem
Wappen deS Ritter Magnus Ernst von
Nostiz (163!,); — die Sinnbilder ohne
Wappen: .,<sü/ii6 .^/^'^^^ ^6.^^ (8<>.); —
,,^7^'/o/7//t)?'/o/' /.>//.^" llnd die Wappen
ohne Sinnbilder des Iaroslaw Wrsso-
wecz Sekerka von Sedc/.icz, der
Familie Kolowrat und das päpstliche
Wappen; — dieTitelbläter zur „ Aus-
legung der Psalmen" (1636, 8^.); __^
zu Marimilian Rudolph von Schleinitz'
ersten Bischofs von Leitmeritz:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon