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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 189 -
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Smola, Joseph (Sohn) 189 ) Joseph (Sohn) kröne, auf welcher ein in's Visier gestellter goldgckl'önter Turnierhelm sich erhebt, dessen Krone mit einem aufrecht gestellten Arm. welcher ein blankes Schwert mit goldenem Griffe bält. geziert ist. Die Helm decken sind roth mit Silber unterlegt ll. Joseph Freiherr (k< k. Ge- nera l -Ma jor , geb. zu Wien i6.No» vember 1803. gest. zu Lyon 29. Juni 1836). Der jüngere Sohn des berühm- ten gleichnamigen Artillerie - Generals ^siehe dm Vorigen) und ein Enkel des Feldzeugmeisters Ferdinand Freiherrn von Här ing ^Bd. V I I , S. 182). stammte er auch mütterlicherseits von einem in Loudon's Feldzügen ausgezeichneten Helden derselben Waffe. Schon in der k. k. Theresianischen Ritterakademie, in welcher er seine Erziehung vom achten Jahre an erhielt, mackte er sich durch vor- zügliche Fähigkeiten bemerkbar, und nur die bestimmt hervortretende Neigung des vierzehnjährigen Jünglings für denKrie- gerstand bewog den Vater, ihn zu Hause durch mathematische Studien für die mili- tärische Laufbahn vorbereiten zu lassen, welcde er im Jahre 1820 als kaiserlicher Cadet im Bornbardier.Corps betrat. Zwei Monate später verwaist, fand er an Erz« herzog Ludwig, damaligem General' Artillerie »Director. einen werkthätigen Gönner, der für seine weitere Ausbildung sorgte und ihn bis zu seiner Beförderung zum Ofsicier unterstützte. Außer den höheren mathematischen und den mili« tärischen Fachwissenschaften widmete sich S. dem Studium der damals ihren raschen Aufschwung beginnenden Natur« Wissenschaften durch mehrjährigen Besuch der Vorlesungen des Professors Andreas Bau mg artner sBd. I, S. 491) über Physik an der Wiener Universität, sowie jener über Chemie des,Professors Scholz sBd. XXXI, S. 207) am polytechnischen Institute. Erst nach vierjähriger Dienstzeit wurde Smola Lieutenant im 2. Feld«Ar- tiller'ce'Regiment. von dem er jedoch bald wieder in das Bombardier-Corps über« setzt wurde. Der damalige Commandant des letzteren, Oberst Mandel, sein Vor- mund, übertrug dem 21jährigen Mündel das Lehramt der Physik und Chemie, welche Wissenschaften damals erst seit zwei Jahren in ihrem vollen Umfange in den Studienplan der obersten Artillerieschule aufgenommen waren. Fünf Jahre trug er abwechselnd Physik oder Chemie vor. und verschaffte diesen Wissenschaften bald eine große Zahl eifriger Jünger, unter denen sich mehrere zu tüchtigen Chemikern heranbildeten. In Würdigung dessen, wurde S. zum Oberlieutenaut in der k. k. Wiener Garnisons-Artillerie be- fördert. Als aber im Jahre 183 l die Rüstungen aller Mächte dem sich nach kriegerischen Thaten Sehnenden einige Aussicht zu eröffnen schienen, ward er auf seine Bitte in das Feuerwerks»Corps über- setzt, wo er den Befehl über eine ausge- rüstete fahrende Raketenbatterie erhielt. I n diese Zeit fällt auch seine erste Reise nach Frankreich, zum Besuche seines in Paris schwer erkrankten älteren Bruders, den er 1832 in der Anstellung als Ad- jutant des Feldmarschall »Lieutenants Grafen Theodor Bai l le t de Latour, damaligen Präsidenten der MilitäivCom- mission. am deutschen Bundestage zu Frankfurt a. M. ersetzte. Doch schon nach wenigen Monaten wurde sein Chef ab» berufen und Smola wieder im Bom« rdkr'Corps als Feuerwerksmeister ver» wendet. I n dieser Eigenschaft ward er im Jahre !833 der Commission beige- geben, welche im Küftenlande und zu Venedig in ausgedehnten Schießversuchen die Wirksamkeit der Granatkanonen er. probte und deren beste Einrichtung fest-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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