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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 190 -
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Joseph (Sohn) 190 Smola, Joseph (Sohn) setzte, nachdem die Vortheile dieser Ge schützart besonders für die Küstenver- theidigung sich vollkommen bewahrt hatten. Einige Jahre später betheiligte sich Smola an der Ausarbeitung des dem Artilleriedienste gewidmeten Hand buches. Schon die erste Auflage des selben vom Jahre 1831, als „Taschen buch" erschienen, .hatte er mit dem Auf satz „Ueber die verschiedenen, in der k. k. Artillerie verwendeten Materialien" be- reichert, nun vollführte er für das Hand- buch insbesondere die neue Bearbeitung der meisten das Material betreffenden Angaben. Es ist Smola's einzige schrift- stellerische Arbeit. Zum wirklichen Haupt- mann rückte Smola erst im December 1840 vor, mit dem Befehle über eine Compagnie des Bombardier-Corps. Feld zeugmeister Graf Kün ig l s^Bd. XI I I , S. 324^ verwendete ihn bei Lösung meh- rerer wichtiger technischer Aufgaben. Sei» nen hervorstechenden Eigenschaften und geselligen Vorzügen verdankte er aucb die Bestimmung in die Begleitung des Königs beider Sicilien, in jene der Prin- zen von Orleans, sowie einer großen Zahl reisender höheren Militärs des Auslan» des, bei der Besichtigung der hiesigen militärischen Anstalten. Aber in Folge des langen Friedens fand keine Vor- rückung der Officiere Statt und auch S.. bereits 43 Jahre alt. war noch immer Hauptmann. So traf ihn das Jahr 1848. Mit der Ernennung Zatour's zum Kriegsminister trat der Wendepunct in Smola's Schicksal ein. Latour berief ihn unverweilt in sein Präsidial« Bureau, wo ihm auch bald die Beförde- rung zum Major in seiner Waffe zu Theil wurde. Am furchtbaren 6. October wen« dete Major Smola Alles an. seinen ge« liebten Chef zu retten. Zuerst suchte er ein Versteck, in welchem Graf Latour von der wüthenden Volksmenge nicht ge- funden werden sollte, und als die Gefahr wuchs, begab er sich mitten in die toben- den Volkshaufen, kam glücklich durch dieselben und nach vielen Umwegen auf das Iosephstädter Glacis, allwo er den Eommandirenden, Grafen Auersperg aufforderte, mit einer imponirenden Trup» penmacht zur Rettung des Kriegsministers herbeizueilen. Allein dieser, dem ein von den Ministern gefertigtes Placat betreffs Einstellung aller Feindseligkeiten zuge- mittelt worden, war daraufhin nicht zu vermögen, sich von der Stelle zu rühren und die dringlichst geforderte Hilfe zu leisten. Nach der October-Katastrophe wurde Smola dem Hauptquartier des Feldmarschalls Fürst Windisch-Gräk zugetheilt, und nahm an der Einnahme Wien's, an der Schlacht bei Scbwechat, dem Gefecht bei Parendorf, derCernirung von Komorn, der Schlacht bei Kapolna und allen Gefechten am Mkos Theil. Nach der Uebernahme des Oberbefehls dieser Armee durch den Feldzcugmeister Freiherrn von Haynau wurde ihm die Leitung der Detailkanzlei anvertraut und er bewies wart und entschlossene Thatkraft mit Ver» achtung jeder Gefahr in den Schlachten bei Raab, komorn, S^egedin, Szöreg d Temesvür. Smola wurde wäb- rend deS Felozuges zum Oberstlieutenant im <(l. MiewInfaMerie-Regimeur beför» dert und schon zwei Monaic später als Oberst seiner Stammwaffe wiedergegeben. Nach gesichertem Frieden winde Oberst Smola der General-Artilleri^Direction ugetheilt, dann zxm Commandanten >es ArtilleriezeugsverwaltllNgs'DistricteS n Wien ernannt. Nun befand er sich in er zusagendsten Lage, nack seinem inne- en Dränge sich der Vervollkommnung 'einer Waffe zu widmen. Die nothwen-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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