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Smola, Karl 192 Karl
„Lebensskizze des k. k. General-Majors Joseph
Freiherrn uon Smola". — Oeste rrei ch i-
s cher M i l i t ä r 'Ka l erider, herauSg. von
Hirtenfeld (Wien. 8«.) V I I I . Jahrgang
(1857). S. 224-.
Porträt. Unterschrist: Josef Freiherr von
Smola I k. k. General.Major, Präses des
ArWerie.Comitv's ! Inhaber des k. k. 8 Feld«
Attillerie.Regiments. ! Lith. vonI, Gutetzky.
Gedruckt dei Reissenstein <K Rösch in Wien
(Fol.) sprechend ähnlich^.
Karl Freiherr (k. k. Ge-
neral-Major und Ritter des Maria
Theresien-Ordens, geb. zu Budweis in
Böhmen 13, November 1802. gest. zu
Gratz 14. Februar 1862). Der ältere
Sohn des berühmten Artillerie-Generals
Joseph Freiherrn von S., deffen Lebens-
skizze S. 186 mitgetheilt wurde, und Bru«
der des Vorigen. Sieben Jahre alt, kam
Kar l in die k. k. Theresianische Rittör-
Akademie, erbat sich aber, nachdem er acht
Jahre hindurch zu den besten Zöglingen
dieser der Ausbildung für den Civil«
Staatsdienst gewidmeten Anstalt gehörre,
seine Einreihung als Cadet in das kaiser-
liche Bombadier-Corps, in welchem der
Name Smola einen so glänzenden Ruf
hatte. Zwei Jahre blieb Kar l von S.
im Corps, dann wurde er Lieutenant im
2. Feldartillerie-Regiment Erzherzog Ma-
ximilian d'Este und 1827 Oberlieutenant
in demselben. Als der Gemral'Major
Theodor Bai l le t Graf Latour sBd. I,
S. 523) seine Bestimmung als Präsident
der Milirär'Commiffion an dem deutschen
Bundestage erhielt, wählte er Kar l von
Smola zu seinem Adjutanten. Kurz
vor seiner Nebersetzung in den General-
Quartiermeisterstab wurde S. im Jahre
1833 Hauptmann in demselben, 1840
Major, 1847 Oberstlieutenant und am
16. Juli 1848 Oberst, unter gleichzeitiger
Versetzung in dm Ruhestand, da in Folge
der Amputation seines rechten Fußes seine Verwendung im activen Dienste unthun»
lich war. Als im Jahre 1832. nach dem
Rücktritte Burg's von der Leitung des
Polytechnischen Institutes in Wien, diese
Answlt unter militärische Leitlwg kam,
wurde des Obersten von Platz er Nach»
folger der im Ruhestand befindliche Oberst
Freiherr von Smola und blieb es zum
Jahre 1868, in welchem S. mit dem Ge-
neral-Majors'Charakter in denRuhestand
übertrat. Nur wenige Jahre genoß er
denselben, im Jahre 1862 starb der
tapfere Soldat im Alter von 60 Jahren.
I n die 40jäbrige Thätigkeit des wackeren
Soldaten fällt eine That bleibender Er«
innerung werth. Seiner tüchtigen schrift«
stellerischm Thätigkeit geschieht weiter
unten nähere Erwähnung. Nachdem
Smola im Jahre 1848. damals Oberst»
lieutenant, Chef der General-Quartier»
meisterstabs-Abtheilung in Inner-Oester-
reich unter Feldzeugmeister GrafNu gent
geworden, begannen am 16. April g. I .
Graf Nugent's Operationen mit dem
Nebergange des Isonzo. Während Felix
Fürst S ch warzenberg mit seiner Bri-
qade die Festung Palmanuova mit ihrer
starken Besatzung einschloß, rückte das
Hauptcorps gegen Ndine, wo es am 2i).
anlangte. Udine war im vollen Aufruhr,
war der Sitz der provisorischen Regie»
rung der insurgirten Provinz Fricml und
zu energischem Widerstand entschlossen.
I n der That. als die am 21. Vormittags
an die Stadt gerichtete Aufforderung zur
Oeffnung der Thore verweigert worden,
nahmen die kaiserlicken Truppen ihre
entsprechende Aufstellung und um 6 Nhr
Nachmittags begann die Bewerfnng mit
Granaten aus drei Naketenbatterien und
-sechs Haubitzen, welche die Stadt mit
einem Geschützfeuer aus der Kasematte
des an dem Thore nach Aquileja be-
findlichen Wallthurmes nnd so glücklich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon