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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 211 -
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211 Sniadecki (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8«.). Zweite Abtheilung, Bd. IX, S. 523. — Gaßner(F. S. Dr.). Universal-Zexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Köhler, Ler..8<>.) S. 787. Smrczek. Blasius (Priorder Barm» herzigen Brüder und Tonkünstler, geb. zu Met au in Böhmen im Jahre 1732, gest. zu Prag im Jahre 1796). Trat, 21 Jahre alt. in den Orden der Barmherzigen Brüder, in welchem er seiner trefflichen musikalischen Kenntnisse wegen und da er tüchtiger Organist war. an mehreren Kirchen die Stelle des Chor- regenS bekleidete. Wahrend seines Auf» entHaltes in Wien genoß er Joseph Haydn's Unterricht in der Composition. Gr starb zu Prag als Prior und Procu» rator seines Ordens im schönsten Alter von erst 44 Jahren. S. war auch Com» positeur und hat mehrere Symphonien und Concerte für das Pianoforte und einige Kirchensachen bekannt gemacht. Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines historisches Künstler'Lerikon für Böhmen und zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 15!5, Gottl. Haase.4v) Bd.III, S. 127. Sllttlglewioz, Lucian (Maler. Ge> Kurts» und Todesjahr unbekannt. Lebte in der zweiten Halste des 18. und in der ersten des laufenden Jahrhunderts). Sein Vater Lukas (gest. zu Warschau 1780) war Maler; seine Brüder Franz und Anton waren gleichfalls Maler, von welchen Ersterer. Franz (geb. 1743, gest. 1807), zu den bedeutendsten Kunst, lern Polens zahlt. Lucian erlernte seine Kunst unter der Anleitung seines Vaters und seiner Brüder. Im Jahre 1794 nahm ihn Isabella Fürstin Lubo« mirsk i , eine geborene Fürstin Czar« toryski und Gemalin des Kronmar» schalls Stanislaus (II.) Fürsten 3ubo> mirSki M . XVI, S. 113, Nr. 16). mit nach ihrem Schlosse Lancut in Gali- zien, wo er an der Ausschmückung des- selben lange Zeit arbeitete. Von seinen Arbeiten daselbst sind zu nennen: Die Fresken im Badezimmer, wo er am Pla- fond den jungen Fürsten Heinrich Lubo« mirski als Cupido mit voller Aehnlich» keit dargestellt hat; ferner die Fresken deS Plafonds in einem der Säle deS Schlosses. In der Dominikanerkirche zu Lancut sind die Altarbilder Werke seines Pinsels. Ebenso werden die Bilder in der damals neu erbauten Kirche zu Zaczern unweit Rzeszow, einer dem Grafen Morsk i gehörigen Besitzung, als seine Werke bezeichnet. Auch die Altar» Bilder in mehreren benachbarten Kirchen rühren von seiner Hand. Lucyan war ein vielseitig gebildeter Künstler, welcher trefflich Mathematik, Architectur, Inge- nieurkunst und Botanik verstand, fertig italienisch und französisch sprach, auck Blumen und Anderes meist nach der Natur zeichnete. Johann Krol ikowski, der bei ihm zwei Jahre die Malerkunst lernte, gibt in einer Handschrift gebliebe» nen Lebensbeschreibung die einzige Nach- richt über das Leben und Schaffen seines Lehrers Lucian Smuglewicz. ^ i t. ä., d. i> Lexikon der polnischen Maler u. s. w. (Warschau, Orgelbrand, Ier,<8a.) Bd. II I , S. i9o. 8üllidr, Karl Sudimir, siehe: Schnei- der, Karl Agnel sBd. XXXI, S. 31). Sniadecki, Johann (Astronom, Naturforscher und Geschichts- schreib er, geb. zu Z nin. einem Stadt» chen in der Nähe von Gnesen 29.. nach Poggendorff schon am 21. August 1736, gest. zu Iaszun. einem Gute 'eines Bruders Andreas in der Nähe von Wilna am 21. November 1830).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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