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e^ Feli.r 216 ^ Felix
schulen in Wien und Pavia erlangt, doch
seiner ganzen weiteren Thätigkeit nach
vom Jahre 4797 bis zu seinem Ableben
als Professor der Chemie (bis 1822) und
als Professor der Klinik (von 4824 bis
4838) der Stadt Wilna angehört hüt.
8ni2,äoekim, d. i. Denkwürdigkeiten des
Johann Sniadecki. Zwei Bände (Wilna
1866, 8°.). — 67i0e?Ml<^l ^ « « ^ , O^K
e^ou.äi's u,c2ou^e1i ^ola^o^v etc., d. i. Lexi
ton der gelehrten Polen (Lemberg 1833, Kühn
und Millikowski, 8".), Bd. I H , S. 144. —
<Ü2K2, d. i. Die Zeit (Krakauer politisches
Blatt) 1363, Nr. 199, 200 u. f., im Feuille»
ton: »^au äniaäooki ^ Xrg.ko^ie", d. i.
Johann Sniadecki in Krakau. — Fz^/ia^Hk!
s, d. i. Pol«
nische Literatur im historisch.kritischen Grund,
risse (Krakau 1868, himmelblau, gr. 8°),
Bd. I I , S. 89 u. f.. 103. — Poggen-
dorff ( I . C.), Biographisch < literarisches
Handwörterbuch zur Geschichte der exacten
Wissenschaften (Leipzig 1839, Ioh. 3Imbr.
Barth. gr. 8°.) Bd. I I , Sp. 930 snach die<
sem geb. 21. August 1736^.
Porträt. E. Schuler ec. (80).
8nirch. Friedrich, siehe: Schnirch,
Friedrich sBd. XXXI, S. 52).
Eoave, Felix <Ar ch itekt, geb. zu
Lugano im Jahre 4740, gest. zu Mai .
land 4803). Ein Bruder des berühm-
ten Pädagogen und Humanisten Franz
Soave, deffen Lebensskizze folgt. Des
Felix Soave Thätigkeit als Architekt
fällt zum größeren Theile in die Periode
. der österreichischen Regierung in Ober»
Italien. Da er Anlage und Liebe zur
Kunst besaß, ging er zunächst nach Genua,
wo er OrnamenteN'Zeichnung und Bild«
Hauerei lernte. Nach zweijährigem Auf.
enthalte daselbst bezog er die Kunstaka-
demie in Parma, wo er unter Enemond
Pi to t Architectur, unter Francesco V e«
n in i mathematische Studien machte. Im
Jahre 4774 begab er sich nach Mailand, l nahm dort seinen bleibenden Aufenthalt
und erhielt bald das Lehramt der prakti»
schen Geometrie, der Mechanik und des
freien Handzeichnens am Waisen-Insti«
tute zu St. Peter in Gefsate, welches eben
damals eine entsprechende Reform erhal»
ten hatte. Bald wuchs durch die in Mai»
land und dessen Umgebung von S. auf«
geführten Bauten sein Ruf als Architekt,
und als um diese Zeit der Beschluß ge-
faßt worden, die Fa9ade des prächtigen
Mailänder Doms zu beendigen, legte zu»
gleich mit Leopold P olak und dem be»
rühmten Architekten Ludwig Cagnola
Md. I I , S. 230) Soave seine Zeich,
nungen vor, welche auch von der Akade«
mie der Künste als die besten bezeichnet
wurden. Obwohl an seinen Entwürfen
und Zeichnungen einigeAenderungenvon
dem Architekten Carlo Amat i Dd. I,
S. 26^ vorgenommen wurden, erfolgte
dennoch seine Ernennung zum Dom-
baumeister. Nun blieb aber bei einem
so schwierigen und zugleich hervorra-
genden und vielbegehrtcn Posten der
Künstlerneid nicht unthätig, mit einem
Male hatte man an seinen Ausführun<
gen Mängel und Gebrecken entdeckt,
und in Folge dessen wurde S. ohne wei-
ters seiner Stelle als Dombaumeister
enthoben und verlor noch übeldieß seine
Zeichnenprofessur am Waisen>Institute.
Als darauf Soave auf eine Nntersu-
chung seiner Sache drang, stellte es sich
heraus, daß er ungerecht verurtheilt
worden, worauf man ihn wieder in sei»
nen früheren Aemtern einsetzte. Seine
Stellung als Dombaumeister setzte ihn
n die Lage, die Archive des berühmten
DomS zu durchforschen und die Materia»
ien zur Geschichte dieses merkwürdigen
Kirchenbaues und mittelbar zu jener der
chönen Künste in der Lombardei zu sam-
meln und daraus ein Werk zu bearbei»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon