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Sobek (Genealogie) 223 Sodek) Matthäus Ferdinand
Ihr dritter Gatte warUikolaus Franz Freiherr
von Weichs. — II .Helenens Bruder Fetix
Grdmann war kais. geheimer Rath, 1760
Landeshauptmann und Präsident der k, k. Re-
präsentanz und Kammer in Kärnthen und
1763 Präsident des kaiserlichen Gerichtshofes
in Oesterreichiscb » Schlesien. Er starb am
2K. November 1765. — 12. Seine Tochter
Grnestino Iofepha (geb. 21. Jänner 1723,
gest. zu Wien 3. October 1825), war die Gat-
tin des Friedrich Anlon FĂĽrsten von H^lM.
zoNrN'Hüchiligell, der, als er als General»
Major zu Troppau sich befand. Gräfin Er-
nestine dort kennen gelernt und sich mit
ihr am 17. Mai 1774 vermalt hatte. Erne>
stinc war Mutter uon fĂĽnf Kindern, von
denen ein Sobn Joseph Wi lhe lm (gest.
um 1840) FĂĽrstbischof von Ermeland; ein
zweiter. Hermann (gest. 1827). preuĂźischer
General war; ein dritter, Johann Harl,
diente in der bayerischen Armee. Die FĂĽrstin
Ernestine, welche, seit ihr Gemal in Ruhe«
stand ĂĽbertrat, in Wien lebte, hatte ihren
Gatten um 13 Jahre ĂĽberlebt und war im
Alter von 72 Jahren gestorben. Ihr Grad
befindet sich auf dem St. Marder Friedhofe.
Dasselbe war verwahrlost und verfallen, bis
uor wenigen Jahren der Baron Joseph uon
Ba i l l ou , k. k. Rittmeister a. D. und Be.
sitzer von Hustopetsch in Mahren, als ihm
eine Nachricht darĂĽber durch die Zeitungen
zukam, vereint mit dem Grafen Felir Vetter
von der Li l ie auf NeuhĂĽbel dasselbe wieder
ru'U herrichten lieĂź. Die Inschrift lautet:
„Ernestine Fürstin uon Hodenzollern»Hechin'
gen, ^cborenc Gräfin von Sodck und Kor<
nitz, Hreiin uon Rauten, Stern kreuz<Ordcns<
damc, geb, 2i. Jänner 1763, gest. 3. Oc»
tober !829".— l3. DeS obigen Kar l Hein-
rich sQu. 9) alterer Bruder, Maximi l ian
Heinrich (gest. 1771) war zuletzt kaiserlicher
geheimer Rath und Präsident der Commerz«
Hofcomlnission in Schlesien. Mit seiner Gattin
Alirolim Ilosepha Ao^ozjäli^ von Aühoznili ist
er der Stifter der heute noch blĂĽhenden
freiherrlichen Linie der Sobek uon
Kornil,;. — 14. Mar imi l ia n Heinriche
Sohn, Cajetan, d^r einzige uon fĂĽnf BrĂĽ-
dern, der die freiherrliche Linie fortpflanzte,
war Landrichter von Troppau und Jägern«
dorf Präsident deS erzbischöflichen EhegerichtS
in OlmĂĽtz. nachher Landeshauptmann und
Präsident des Landesgerichts für Mähren
und Schlesien und seit l79t> geheimer Rath,
— 13. CajetanS Sohn, Ignaz (geb. 13. Juni 1784. gest. 20. August 1832), war
gleichfalls Landeshauptmann und Präsident
des Landesgerichts zu Troppau. und — 16. des«
sen Sohn Victorin (geh. 23. April 1830)
war Rittmeister in der kaiserlichen Armee, ist
seit 1839 k. k. Kämmerer und gegenwärtig
der letzte der. freiherrlichen Linie der Sobek
von Kornitz. Die freiherrliche Linie der
Sobek ist katholisch.
Außer diesen beiden, der gräflichen und frei«
herrlichen Linie der Sobek von Kor«
nitz, gibt es noch mehrere andere theils be-
reits erloschene, theils noch blĂĽhende, wie
z. B.: die Sobek auf Bendovitz ; die S.
von Groß« und Klein-Gurec; die S.
uon Hynalou, in welcher Wenz'el So-
bek als Rath des Cardinals Dietrich stein
am 11. Februar 1641 kinderlos gestorben;
die S. uon Klochov und Bestwein, die
bisher genannten alle im Teschener Gebiete
und in Schlesien, dann die Sobek von Ry>
multoo und jene uon Rohou, beide in
Oppeln und endlich die protestantischen So-
bekvonKruckow in Alt'Vorpommern, welche
noch zur Stunde fortblĂĽht. ^GroĂźes voll-
ständiges (sogenanntes Zeo l er'sches)
Un iverfal 'Lexi kon (Halle und Leipzig.
Ioh. H. Zedler, kl. Fol.) Bd. XXXVIII ,
Sp. 146. — Gothaisches genealogi«
sch es Tasch enbuch der gräflichen Häuser
(Gotha, Just, Perthes. 32".) 1836. S. 466.
— Dasselbe der freiherrlich en Häuser
(ebd.) 1853, S. 563; 1836, S. 460; 1864,
S. 793; 1872, S. 672. — Kneschke (Ernst
Heinrich Prof. Dr.), Neues allgemeines deut»
sches Adels'Lerikon (Leipzig 1859, Fr. Voigt,
8«.) Bd. V I I I , S. äiä).
Wappen. Dasselbe wird in älteren Wapften-
bĂĽchern und von Okolski, Sinapius,
Sieb mach er verschieden beschrieben. Nach
neueren Angaben ist daS Stammwappen: in
Roth ein goldenes Altacpult, auch Antonius«
Krcuz genannt, d. h. oben wie ein griechisches
Tau ('l) gestaltet, auf drei goldenen Gegen«
stufen.
Noch sind erwähnenswerth: 1. Matthäus Fer-
dinand Sobek von Bilenberg (geb. zu
Ralgern in Mähren im Jahre 16l8,' gest. zu
Prag 23, April 1673). der zuerst Aenedictiner
des Stiftes Braunau, dann Prior desselben
und später Propst im Prager St. Niclas»
Kloster, 1632 in der neu errichteten Abtei St.
Johann unter dem Felsen war. Die Stände
erwählten ihn zum Obersten Director des
Steuer- und Finanzwesens. 1633 ernannte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon