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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 229 -
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Seite - 229 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35

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Sübri 229 Anton ganz unbesorgt und machen Sie nur nur die Freude, mich zu meinem Wagen zu geleiten. Dann sind wir auf immer gute Freunde". Nun nahm Sobr i den Arm des Prälaten, schob ihn in den seinigen, und beide gingen Arm in Arm durch die ganze Flucht der Gemacher an den hie und da stehenden Dienern, Priestern und Gästen vorüber, hinab zum Wagen, wo der bischöfliche Gast von dem Erzbischof nicht sich verabschiedete, sondern denselben auf das liebenswürdigste bat, eine Strecke mitzufahren. Der Erzbifchof war, er wußte nicht wie. in den Wagen gestiegen und fuhr eine Strecke des WegeS mit S 6 bri. Als es diesem weit genug sckien, ließ er halten, half dem Erzbischof aus dem Wagen und fuhr weiter. Der Erz« bischof kehrte zu Fuß zurück. Es scheint, daß der Erzbischof weiter keine Schritte in dieser Sache gethan hat. Heraus» geber verweist im Uedrigen aus die sehr interessanten und den Charakter voller Glaubwürdigkeit an fick tragenden Mit» theilungen Kaszony's. Nimmt man, schließt Kaszony dieselben, alle diese sprechenden Umstände zusammen, so bil« den sie nur ein zu starkes (Konglomerat von Bcweisen, daß d^r Graf Joseph 3 in feiner Jugend ein Räuber- leben geführt habe. Wem siel eö aber lemals ein. als Klüger gegen den Graf aufzutreten? Sein Vater war einer der reichsten und angesehensten Magnaten Ungarns, er würde seinen Sohn nicht haben stecken lassen. Die ganze Sobri '« sche Geschichte gerieth allmälig in Ver> gessenheit. Zu jener Zeit konnte so etwaS noch angehen, heutzutag würde es schwer fallen, eine ähnliche Sache zu vertuschen. Damals war der Adelige ziemlich straf- frei; man mußte ihn bei einer That er» wischen, um ihn vor Gericht ziehen zu können; ja es ereigneten sich sogar Fälle, wo der Adelige auf frischer That ertappt wurde und dennoch mit heiler Haut davon kam. Herr Kaszony bezeichnet den Grafen Joseph nur mit dem Anfangs« buchstaben und sechs Puncten als Graf Joseph I Der Vollständigkeit halber geben wir nun die Namen jener Magnaten und höheren Adeligen Un< garns. welche mit einem 3 anfangen: LazsHNszky. Lipthay. Lo Presti, Lufsinsky. Lovässy, Lonyay, Luzsensky, Läzär, Leszai. Der Rauberh aup tmann Sudr i Iozsi als Krämer, Buchdrucker, Hausirer u. s. w.. nebst seinem gegenwärtigen Schicksale in Amerika. Von ihm selbst beschrieben. Zweite Auslage (Ofen l843 ^Leipzig. Kummer), gr. 8"). — Gartenlaube. Herausgegeben von Ernst Keil (Leipzig. 4°.) XVI. Jahrg. (185,8). S. 328: „Aub Ungarns Räuber» leben". Von Daniel uon Kaszony. — Pilsener Zei tung 1868, Nr. 82, im Feuilleton: „C'ine Räubergeschichte". Socher, Anton (gelehrter Jesuit, geb. zuSt. Pöl ten in Oesterreich unter dcr Ennü 3. September 1t)93, gest. zu Wien im Collegium bei St. Anna am 48. März 4771). Man erzählt. Antons Vater sei selbst Jesuit gewesen, habe aber in der Folge den Orden verlassen und auä Sühne dasür alle seine Söhne, und diese sind: der Obige. Ant on, ferner Alber t . Joseph, Ignaz . Theo- phi l und F r a nz Aa ve r, in den Or» den eintreten lassen, in welchem Alle zu den hervorragendsten Mitgliedern des- selben gehörten. Der Obige. Anton, trat, 16 Jahre alt, in den Orden, wurde nach abgelegten Gelübden Doctoc der Philosophie und lehrte dann einige Jahre Gratz die Mathematik. Dann wurde er dem Historiographen des kirchlichen Deutschland,^anfänglich als Hilfsarbeiter, beigegeben, spater aber selbst zum Historio» graphen der Ordensprovinz Oesterreich
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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