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Soczynski 231 Soczy^ski
l, Sophie und Theodor (Male r,
Geburtsort und Jahr unbekannt), Zeit
genossen. Beide erschienen zuerst in der
Iahres-Ausstellung 1837 in der Akademie
der bildenden Künste bei St. Anna in
Wien; Sophie mit einem „Porträt" und
zwei Thierstücken: „Insecten" und „Oana-
lienuugel"' Theodor mit zwei „Portraits".
Nach mehrjähriger Pause warblos Theo
dor in der IahreS-Ausstellang 4844
durch ein größeres Oelbild: „Apostel Jacob
d. Nl." vertreten. Weitere Nachrichten
über beide, ob sie Vater und Tochter,
oder Geschwister waren, fehlen. Auch
haben beide seit 1844 nicht ausgestellt.
Kataloge derIahres'AuSstellungen in der l. k.
Akademie der bildenden Künste bei St Anna
in Wien (8«.) !837, S. N), Nr. 168. 172.
173; B. 25, Nr. 2<iö, 273; 18-l-l, S. 2«,
str. 361.
Eoczlii'lski. Karl (A rzt und Sch r i ft.
steller, Geburtsjahr unbekannt, gest. in
K raka u l3. Mär; 1862). Er lebte in
Krakau als Arzt, Pi ofessor an der Iagel-
tonischen Universität und Senator der
freien Stadt Krakau, so lange diese als
solche bestand. Er mußte schon gegen
Ende deS 18. Jahrhunderts geboren sein.
da seine Iiebersehung der Schrift von
Lernet: ,.^ll propoLitionss äs
«. re^ia. 3oeietll.te
oi 1814, 8".) unter dem Titel:
s" bereits im Jahre 1814 zu
Krzemieniec im Druck erschien. Außer«
dem ist von seinen gedruckten Arbeiten
eine im 1. Balide der Jahrbücher der
Krakaller gelehrten Gesellschaft enthaltene
Abhandlung „0 ä)^a.monta«Il", d. i.
Von den Diamanten, bekannt. I n der
Folge wandte er stch von der arztlichen
Literatur ab und der schönen Kunst zu,
nnd sammelte oder schrieb Analekten über
alles, was sich ihm auf diesem Gebiete in Schriften oder. Gegenstanden, die er
dann genau studirte, darbot. So hatte
er bald ein ungeheueres Material, eine
ganz stattliche Bibliothek und sehr werth-
volle Gegenstände nach dieser Richtung
gesammelt, als alles ein Raub der Flam-
men wurde, welche am 18. Juli 183l>
Krakau zerstörten. So schwer ihn dieses
Unglück traf. S. ließ in seinem Eifer nicht
nach und begann ron neuem zu sammeln.
AuS diesen neu zu Stande gebrachten
Materialien war ein Lexikon der schönen
Künste in 24 handschriftlichen Bänden
entstanden. Dieses umfassende Nerk ent-
hält eine Geschichte der vorchristlichen
und neueren Kunst in Polen, die Chrono«
logie und Mythologie der slavischen Völ-
ker, die biblische Archäologie, die versaue,
denen europäischen Malerschulcn, eine
Abhandlung über Malerei, eine Aesthetik
und Technik, einen Abriß des Bergbaues
und die Lebensbeschreibungen der Maler,
Kupferstecher, Bildhauer und anderer
Künstler, die Monogrammisten. die
Bildnisse u. s. w., und in einer besonderen
Schrift, betitelt: „0 lsk^konis z^tulc
^ivn^oli.") d. i. Von dem Lexikon der scho»
nen Künste, gab er einen ausführlichen Ve«
richt über seine ganze vorerwähnteSamm-
lung. Zur genaueren Erforschung deS im
Leben des berühmten Veit S t o ß Herr-
schenden Dunkels unternahm er eine Neiso
nach Nürnberg, wo er sorgfaltig allen
Spuren des Meisters nachging und diese
wie auch sonst noch andere Nachrichten
über polnische Künstler sammelte, welche
er dann in den zwei polnischen Blättern:
lOryäo^vniknküIc.O'^") d.i. Der wissen-
chaftliche Vertreter, und „?l2xi3.oi6l
uäu"> d. i. Der Volksfreund. 1839 ver-
öffentlichte. Außerdem veröffentlichte er
im letztgenannten Blatte noch verschiedene
andere Arbeiten, meist Beiträge zur Cul«
tur°und national-okonomischen Geschichte
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon