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ihres Adels verlustig?" l>Bd. VIl l , S. 302).
— „Criminalrechtsfall zur Erläuterung des
Beweises durch Kunstverständige im österr.
Strafprocesse" ^Bd. VIII, S. 460^ j. — „Ver-
theidiaung einer Ansicht ĂĽber das Verbrechen,
des Mordes" l?bd. ^, S. 16? .^ — „Erwie-
derung auf eine Entscheidung ĂĽber die Gil<
tigkeit der Militär-Enaagirung eines Staats-
beamten" sBd. XI . S. 183 .^ — „Gründe
gegen die Einführung pennsylvanischer Besse«
rungshäuser" Od. Xl^ S. 474 .^ — ,.Gegen<
demerkungen über den i<n 3. Hefte des 9. Ban»
deS. Jahrg. 4843. S. 392 u. f.. im „Juristen"
mitgetheilten Rechtsfall ĂĽber das Verbrechen
des Betruges" M . XIII (N. F.. Bd. )),
S. 116). — „Ueber den Stellvertretungs-
m,d den ihn befestigenden Pfanduertrag in
dem österr. Staate mit Ausnahme der unga-
rischen und italienischen Provinzen" sBd. XIV
(N. F., Bd. II), S. 92). — „Die Testirungs-
fähigkcit der In ooQtnma,oiam zum Tode. zu
schwerer oder schwerster Kerkersirafe verur»
theilten Verbrecher" sBl). XV (N. F.. Bd. III),
S. 19i)^ — „Specieller Fall über das Recht
der Militär-Stellvertreter nichtitalienischer
Provinzen, ihre Supplenten.Depositen zu ceoi«
ren" lBd. XV (N. F.. Bd. 11^), S. 3«4).
— „Ansi^ 'l,ten über die Adoption" ^Bd. XV
(N. F.. Bd. III), S. 37U. — Ein Franz
Söllner befand sich in den Vierziger»Iahren
als Adjutant in der Nechnungs'Kanzlei der
Gratzl'r Montur« Oekonomie < Commission.
Sollte er Verfasser dor vorgenannten Auf-
sätze sein?
Sörgel von Sorgenthal. siehe: Sor-
gcnthal. ^
Sogni, Giuseppe (H isto rien m a»
ler, geb. im Mailand ischen im Jahre
1797). Anfanglich sollte er sich dem
Soldatenstanoe widmen und hatte er be-
reits ein Jahr in der Militarschuie zu
Pavia zugebracht, dann aber verlieĂź er
dieselbe, um sich zum Geometer auszu-
bilden. Alsbald aber brach das eigent-
liche Talent hervor und er betrat die Lauf»
bahn des KĂĽnstlers. Nachdem er einen
tĂĽchtigen Zeichnenunterricht genommen,
wurde er zum höheren CurS der Mailän»
der Kunstakademie zugelassen, an welchem
damals Sabate l l i und Pacett i lehr» ten. Sogn i machte so gute Fortschritte,
daĂź ihn Pacet t i in seinen besonderen
Schutz nahm und ihn gern zum Bildhauer
herangebildet hätte, wozu aber S. bei
seiner Vorliebe fur die Malerei nicht zu
bewegen war. Nachdem er sich allmälig
selbstftandig gemackt, erregteer schon mit
seinen ersten Arbeiten die allgemeine Auf«
merksamkeit. Die correcte Zeichnung, ver»
bunden mit einer lieblichen Harmonie des
Kolorits, die sich sowohl in seinen Bild»
nissen, wie in seinen Historienstücken kund«
gab, gewann ihm die Theilnahme der
Kunstfreunde und immer größeren Zu-
spruch. Das im Jahre 1329 ausgestellte
größere Gemälde „Ghriztuzchllra Oalllmbll'5
Ginschitt'nng nach Palllg" verschaffte ihm die
Mitgliedschaft der Mailänder Kunstaka-
demie. Weniger hatte ein schon frĂĽher,
im Jahre 1824 ausgestelltes Bild: „Mn
Oarlas Mnliart t>er Königin Zeine Nebe",
nach einer Scene aus Alf ier i 's: „Fi-
lippo I I . " gefallen. Aucd ihu zog es,
wie noch jeden echten KĂĽnstler, nach
Rom, wo er seinen Geist an den Werken
der ewigen Kunst nährte und seine Schaf«
fenskraft zu gediegeneren Werken ent>
wickelte. Aus der Zeit seines römischen
Aufenthaltes stammen die Bilder: „Na-
lchael'5 Gab" ; — „Ner Nanb der Sabinen-
neu" (183l); — „Nie Keusche Susannü"; —
„Neatricr Tenila nnk.GrllUlliellll", welche, wie
noch andere aus dieser Zeit, von Seite
des Publikums und der, Fachkritik die
gĂĽnstigste Aufnahme fanden. Als im
Jahre 1834 Sogn im die KunstauSstel.
lung zu Bologna drei historische Bilder
geschickt hatte, erfolgte sofort seine Beru»
fung als Professor an die dortige Aka-
demie, an welcher eben eine Stelle erledigt
war. Dort arbeitete er, wahrend er
manchen Zögling heranbildete, viele Hi-
storienstĂĽcke und Bildnisse bis zum Jahre
1839, in welchem die papstliche Kunst»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon