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Priesterweihe erhielt, worauf er sich für
das Lehramt vorbereitete. Nun wirkte er
fünf Jahre als 3ehrer der lateinischen,
deutscben und Lechischen Sprache zu
Deutschbrod, kehrte darauf in's Kloster
zurück, in welchem er, eine kurze Zeit ab-
gerechnet, während welcher er als Caplan
zu Humpolez thätig war, zur Stunde sich
aufhält. Ueber sein Andringen, worin
ihn sein geistlicher College, der Caplan
Joseph S t r i ba l , energisch unterstützte,
entstand aus freiwilligen Beitragen daS
Gotteshaus auf dem Friedhof von Hum>
polez, zu dem im Jahre 1869 der Grund«
stein gelegt wurde. Im Jahre 1832 be«
trat S. die schriftstellerischesaufbahn, u. z.
zunächst in der zu Neusohl erscheinenden
kirchlichen Zeitschrift: ^ ^ r M H^Ietdoä",
und in der zu Brü' n ausgegebenen „Nas
katolioks Hsänot^", d. i. Stimme der
katholischen Eintracht, in welchen er meh-
rere geistliche Lieder und Uebersetzungen
von Hymnen aus den Brevieren verschie«
dener Orden veröffentlichte. Seit dem
Jahre 1833 wirkte er auch bei den Zeit«
schriften „LwkovsLt") „I^ninir" und
^ mit. Endlich aber gaben die „?g.-
d. i. Archäologische Denkwürdigkeiten,
welche im Jahre 1834 zu erscheinen be»
gannen, seiner literarischen Thätigkeit die
bestimmte Richtung. Schon im Jahre
1833 trat er als ständiger Mitarbeiter
dem Unternehmen bei und veröffentlichte
seither in diesem geschätzten Fachblatte
die Monographien über Deutschbrod,
Leipnik, Pohled, Zwettel an der Sazawa,
über die Klöster Opatowitz und Wilimow.
Im Jahre 1861 erwählte ihn die archäo.
logische Section des böhmischen Museums
zum correspondirenden Mitgliede. Im
Jahre 1863 veröffentlichte S. die „ka-
msti russta Uulnpolos", d. i. Denkwür-
digkeiten der Stadt Humpolez, deren Gemeindevertretung ihm im Jahre 1865
das Ehrenbürgerrecht verlieh. Zu Ende
des Jahres 1868 begann er in Lieferun«
gen die Herausgabe des Werkes: „-^6-
", d. i. Ge»
schichte der Stadt Koniggrätz an der Elbe
und des Königgrätzer Blsthums.
Rio Fs r, d. i. Conversations-Lexikon. Re<
digirt von Dr. Franz Lad. Nieger (Prag
1839. Kober. Ler,-8o.), Bd. VI I I , S. 7?2.
Noch sei hier eines in Wien lebenden Zeich«
ners Namens So la r in Kürze gedacht. Als
im Jahre 1868 von Seite des österreichischen
Kunstvereins eine Ausstellung von Aquarel«
len, Skizzen und Zeichnungen veranstaltet
ruurde, welche thatsächlich auch in den Mo«
naten Mai und Juni Statt fand. stellte ein
Künstler, im Kataloge einfach So lar in Wien
genannt, im Monat Mai sechs Blätter „Wien
am Abend": t) Im Theater, 2) Am grünen
Tische. 3) Beim Tanzmeister. 4) und 3) Auf
der Straße, 6) Auf d«>m Maskenbälle (alle
sechs Blätter K>0 fl.). aus. Die gut ausge.
führten und ganz eigötzlicheii Blätter moch»
ten aber doch wohl eher einen Platz in einem
illufirirten Witzblatte, denn in einer Kunst»
Ausstellung beanspruchen. Nähere Nachrich-
ten über den Künstler und sonstige Arbeiten
desselben fehlen. M on a tS . Verz eich.
nissedeS österreichischen Kunstoereins (Wien.
§o) 1868, Mai. Nr. 289.)
Lolariö, Paul (serbischer Schrif t ,
steller, geb. um daS Jahr 1781 zu
V el ika>Pisani ca in Kroatien, gest.
in Venedig 6. (18.) Jänner 1321).
Er war ein Schüler des berühmten Dosith.
Obrcldovi<< Md. XX, S. 466^ > und
lebte als Privatgelehrter, ganz seinen
Studien und literarischen Arbeiten hin»
gegeben, in Venedig, wo er auch im schön«
sten ManneSalter von kaum 40 Jahren
starb. Von seinen zahlreichen Schriften
in verschiedenen wissenschaftlichen DiS«
ciplinen, wie jenem der Sprachkunde, der
Geschichte und Geographie, der Cultur»
gcschichte, Ethik und Pädagogik, sind vor
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Sinacher-Sonnenthal, Band 35
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Sinacher-Sonnenthal
- Band
- 35
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1877
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 388
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon