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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Seite - 246 -
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Soldatich 246 Solera dann aber begab er sich in seine Heima zurück, wo er bei feinen Eltern völlig zu rückgezogen von der Welt lebte. Außer de vorgenannten.,^vet^" brachten auch noch andere der besseren oechischen Blätte seine poetischen Arbeiten, von denen ein selbststandige Sammlung unterdem Titel „I'rvoLSnkf. Väsne", d. i. Erstlinge Dichtungen (Prag 1868, PetNk). erschien und in literarischen Kreisen eine so freund liche Aufnahme fand. daß scbon im Jahr» 1871 eine zweite Auflage in der von Wenzel Nebesky redigirten und von Kober verlegten „Vidlioteka naroäni" d. i. Nationalbibliothek, in welcher si das 63. und 64. Heft bilden, möglich wurde. Außerdem gab er im Jahre 1869 in Gemeinschaft mit Ottocar Hostinsk^ und Svatopluk öech den „^Ira seLicebo stuäeuLtva", d. i. Almanach der äechischen Studentenschaft, heraus dessen Veröffentlichung zur Feier deS zwanzigjährigen akademischen LesevereinS eben von diesem veranstaltet wurde. S. starb nach kurzer Krankheit im schönsten Jünglingsalter. Soldlltich, auch Szoldatics, Franz (Histor ienmaler, geb. zu Wesz» pr im in Ungarn im Jahre 1823), Sohn eines Fleischhauers in WeSzprim. Bei seinem ausgesprochenen Talente für die Kunst trat er im Juni 1840, damals 17 Jahre alt, in die k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien ein, ging später zur weiteren Ausbildung nach Rom, wo er ein Schüler Overbeck's wurde. Von seinen Arbeiten ist verhältnißrnaßig nur wenig bekannt, da dieselben selten in Aus» stellungen vorkommen und meist von der Staffelei weg direct an ihren Bestim- mungsort wandern. Anzuführen sind von einigen größeren Compositionen im Pesther National.Mufeum: eine „Punno- nill"; — „Nönig Stephan non Aüunern über» tallen"; — dann eine gelungene Covie von Raphael 's „Disputa"; — eine „Madonna mit dem Kinde" (230 fi.). in der August'Ausstellung 1882 des österreichi- schen Kunstvereins; — eine „Mudunnn mit dem Ninde und Johannes der Tanker"; — ein „Heiliger Oeorg". die letztgenannten zwei in der Wiener Weltausstellung 1873. Kertbeny nennt S. in seinem unten angeführten „Ungarns Männer der Zeit" einen „classisch gebildeten Künstler, wenn auch kein entschiedenes Genie". Seine „Madonna mit dem Kinde und dem h. Johannes" auf der Wiener Meltaus» stellung zog die Aufmerksamkeit der Ken- ner auf sich, durch die Innigkeit der Empfindung, die aus dem Bilde sprach und durch die eben so schlichte und doch lebensvolle Behandlung. Es ist bekannt, daß Cardinal Rausch er für das erz« bischöfliche Palais in Wien eine Samm« lung von Gemälden, u. z. zunächst Co» pien Raphael'scher Gemälde in der Größe der Originale, anzulegen begon» nen hatte. Unter den mit der Ausführung von Bildern für diese Sammlung be> trauten Künstlern befand sich auch Sol- ) atich. Kertbeny, Ungarns Männer der Zeit. Bio- graphien und Charakteristiken hervorragender Persönlichkeiten (Prag t862, Stemhaußen, 12«.) S. t32. Solera, Antonio (lombardischer Re> olu tonar , geb. zuMai land gegen aS Ende des 18. Jahrhunderts, gest. im Lade San Pel leg r ino in der 3om« )ardei im Juli 1848). Als die Heere Frank» eichs 1797 die Alpen überschritten, und Ober-Italien besetzten, versah S. unter er französischen Regierung verschiedene lemter in Bergamo, in Istrien und Fer< aia. Als die Lombardei 1814 wieder
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Sinacher-Sonnenthal, Band 35
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Sinacher-Sonnenthal
Band
35
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1877
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
388
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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