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Steinke!lner, Karl Hteinkopf
I.«x..iz<».) p.338. — Pei nlich (Rich. Or.).
Geschichte des GumnasiumS in Grah (Pro»
gramm dee k. k. ersten Tlaatsgymnasiums zu
Gratz für das Jahr 1869). S. 78. lVe iw
lich gibt Klagenfurt als Steinkellner'ö
Geburtsort und das Jahr l743 als dessen
Geburtsjahr an; nach Ztöger aber, der
wörtlich schreibt: „Olasenlui-ti knetor l743
in Fooietateni reeeptUL", heißt es nur> daß
er zu Klagenfurt aus der Nhetorik (der frü»
hercn 6. lateinischen Schule) <745 in den
Orden der Gesellschaft Jesu aufgenommen
wurde, daher sein Geburtsjahr um 4730 fal«
len oürfte.) — Noch sind drei andere Ie<
suiten des Namens 2t ei nkel ln er be»
kannl. u. zw.: l . Alois (geb. zu St. Veit
in Kärnthen 2l. August l?07. gest. zu Kla»
genfurt 29. October l77l)). der als Lehrer
in den Humanitätsclassen zu Wien. dann
durch elf Jahre im Ordenshause zu Leoben
verwendet wurde; darauf als Missionsprie-
ster zu Freinstein und anderen Orten Kärn»
thens durch neun Jahre, zuletzt seit l?6l
als Frühprediger in Klagenfurt wirkte und
daselbst die mittägige Christlehre bis an sei'
nen im Alter von 63 Jahren erfolgten Tod
abhielt. Im Druck gab er heraus: «I'Hsto-
rum 6eoi65i22t,ieorum lider I st I I ; —
liber I I I ei IV" (Vieuuae l740 ot 4l,
X^Nnvoäa, t>o.). ?. Alois ist ein Oheim
oer beiden Nachfolgenden. — 2. Anton
(geb. zu Freystadt in Oesterreich N. Juni
1732. gest. 1788) trat 16 Jahre alt. 1748.
in den Orden, wurde Präfect und Katechet
an der theresianischen Ritter«Akademie; lehrte
dann zu Linz durch vier Jahre Logik und
Metaphysik und wurde daselbst nach Auf-
hebung seines Ordens Director des Linzer
Seminars, in welcher Stellung er bis an
sein im Alrer von 36 Jahren erfolgteS Le»
densende blieb. Außer einem ^?2,us3>ricu8
s. Ii?nHtio 6ictUL" (Visnuas i7^Z, X2M-
1-voäa, 12«.) hat er nichts durch drn Druck
uerössentticht. — 3. Kar l (geb. zu Freystadt
l?. September 1720, gest. zu Wien 10. März
177«>> trat 1738 in den Orden der Gesell«
schaft Jesu, wurde Doctor der Philosophie,
lehrte die Redekunst an der theresianischen
Riiter«Akademie. später an der Universität,
an welcher er von <739 bis zur Aufhebung
des Erdens praktische Philosophie vortrug.
Im Druck erschien.von ihm.» „luäliwtionsZ
l>KNo50VNiHS marali^"... lomi 2 (Vieu-
na« 1758, neue Auflage 1769. zo ) ^to^e)' n2e 1855, I.SX..8».) pag. 338 (gibt
den 10. März 1776 a!s Todestag an). —
M e u s e l (Johann Georg). Lexikon der
vom Jahre 1750 — 1800 verstorbenen teut»
schen Schriftsteller (Leipzig 1813. G. Flei-
scher. 8a.) Bd. X I I I , 2. 341 (nach die«
sein ist er am 9. Mai l7?6 gest.)^
Ittinkopf, Gottlob Friedrich von
Ma le r und Kupferstecher, geb. in
Stut tgar t 1779, gest. ebenda im
Jahre 1861). Obwohl ein Württember-
ger von Geburt, steht er doch zu Oester«
reich in doppelter Beziehung; erstens
durch feinen mehrjährigen Aufenthalt in
Wien, wo überhaupt seine künstlerische
Wandlung erfolgte, und in Rom durch
seine künstlerische Verbindung mit dem
berühmten Tiroler Iofeph Anton Koch
M . XII , S. 484). der zu den Grün-
dern der neueren landschaftlichen Schule
in Rom gehört. Steinkopf's Vater
war der classisch gebildete J o h a n n
Fr iedr ich Steinkopf, selbst ein
tüchtiger 3andschafts. und Thiermaler,
zuletzt königlich württembergischer Hof»
maler, der seinem Sohne den ersten
Unterricht in der Kunst gab und ihn
zugleich zum Studium der Classiker,
die er selbst mit Eifer pflegte, anleitete.
1799, damals 20 Jahre alt. begab
sich Steinkopf mit Johann Friedrich
3 eybold >^ Bd. XV, S. 32) nach Wien.
wo er mehrere Jahre gleich seinem
Freunde die Kupferstechkunst betrieb,
dann aber zur Landschaftsmalerei über«
ging, welcher er nunmehr bis an fein
Lebensende treu blieb. Im Jahre 1807
ging er auf Kosten deS Freiherrn von
Co t t a nach Rom, wo er bis 1814
verblieb, daselbst viel mit Koch. Schik.
Overbeck verkehrte und, bald der ideal,
historischen Richtung sich zuwendend, die-
selbe im Landschaftsfache zur Geltung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Band 38
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Stehlik-Stietka
- Band
- 38
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon