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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 115 -
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Steinle Steinle höchst Anerkennenswerthes; nicht min der, wenn es sich um Bildnisse oder reine Geschichtsdarstellungen handelte, wie in einigen Kaiserbildern des Frank« furter Römers, im „Nrtheil Salomonis" daselbst und namentlich in den großen Geschichtsfresken im Treppenhause des W all raf f . Richartz'schen Museums zu Köln. Ja selbst in Märchendarstel- lungen und anmuthigen Scenen auS Shakespeare, mit Oel« und Wasserfarbe ausgeführt, weih er ein höchst liebens« würdiges Talent mit der Gabe für feine und selbst humoristische Charakteristik zu entfalten. So finden wir ihn in allen Gebieten auf gleicher Höhe; nur die Klassicität perhorreScirt er, indem er seinen Schülern gegenüber selbst die spa» teren Niederländer noch der Antike vor« zog. Als Vermittler der Richtungen und durch Wort und That die romantisch» ideale Anschauung seiner früheren Pe> riode mit der Realität der gegenwar» tigen versöhnend, vermochte er. seiner Lehrwirksamkeit Umfang und Dauer zu verschaffen. Hie und da fanden wir folgende Monogramme des Künstlers ^ A oder auch Vorstehende Je- bensskizze schließen wir mit einem Verzeich. niß seiner Bilder und einigen die Bedeu» tung und Bedeutenheit dieses Künstlers charakterisirenden Mittheilungen. Zur leichteren Uebersicht des reichen Materials wird dasselbe in mehrere Hauptabtheilun- gen gesondert. Die erste. ^ enthält eine möglichst vollständige Zusammenstellung der Arbeiten des Künstlers nach ihrer äußeren Form, gesondert in: I. Fres» ken und Wandgemälde, I I . Car. tons; diese geschieden in Cartons a) zu Altar-, Fahnen» und anderen Bildern, und d) zu Kirchenfenstern-, I I I . Oelbi l- der, IV. Aquarel len und V. Zei ch. nungen; diese drei (III, IV u. V) wieder gesondert in a) Madonnen, d) Christus« bilder. o) Heilige, ä) Legenden, biblische und religiöse Bilder, o) historische Bilder ünd Märchen, 5) Genrebilder. Idyl» lisches. Spruchbilder, Illustrationen u. s. tv., x) Gedenkblätter. Fahnen» bilder, Adressen, Pocale. Wappen, Sie« gel und Medaillen und Verschiedenes, K) Bildnisse. 5) Fremder, 2) Familien» bildniffe; VI. R a d i r u n g e n. Die zweite Abtheilung. N, enthält AlleS, waS nach Steinle's Werken I. in Stich oder Radirung, I I . inLithogra« p h ie, I I I . inHolzfchnitt und IV. in P h o t o g r a p h i e erschienen. Die dritte Abtheilung. 0, bringt Mittheilun- gen über Steinle: I. Quellen zu seiner Biographie. I I . Zur Kritik einzelner Bil« der, I I I . Zur künstlerischen Charakteristik Steinle's. IV. die verschiedenen, zum Theile auch in die Oeffentlichkeit gelang» ten Bildnisse seiner eigenen Persönlichkeit und die letzte Abtheilung, D, gibt ein Ver« zeichniß der Bescher seiner Bilder, geson» dert nach den Städten, deren Kirchen oder öffentlichen Sammlungen, und nach den einzelnen Personen, welche deren besitzen. ^ . Arbeiten von Eduard Steinle. I. Fres- ken und Wandgemälde. 1830. t) „M a. d o n n a". In Oelfarbe an die Wand ge» malt in I'rinit», 6i Äonti in Rom. An der . Ausführung der übrigen ihm übertragenen Fresken wurde er durch das Ableben seines Vaters verhindert, da er in Folge dessen nach Wien abreisen mußte. Sein Freund I. Tu nner übernahm nun die weitere Ausführung. — 1838—1840. 2) Fresken der Capelle im Schlosse Rheineck. Professor Bethma nn'Hol lw eg in Bonn ließ im Jahre 1838 seine im byzantinischen Style erbaute Capelle auf dem Schlosse Rheines mit Fresken verzieren. S te in le war zur Ausführung dieses Werkes gewählt worden, und dieser ging sofort daran. Querst stellte er die Cartons her, von denen die Bergpredigt und Parabel von
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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