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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 145 -
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Steinmayer 143 Steinmayer :>nd wissenschaftliches Wirken". Geschildert durch F. X. M. Zippe. — Ielinek (Karl Dr.), Das ständisch<polylechnische Institut zu Vrag (Prag !856, Gottl. Haase's Söhne. 8«.) S. 214. — Lotos (Prag. 8«.) 1852. S. 93.- Biographie von vr. Weiten« weder. SteiniNllyer, Philipp (gelehrter Je- suit. geb. zu Würz bürg in Franken 6. October !710, gest. am 23. Jänner 1797). Nachdem er in seiner Vaterstadt die Humanitatsclafsen beendet, trat er 4726. damals 16 Jahre alt. in den Orden der Gesellschaft Jesu. der ihn im Lehramts in den Mittelschulen zu Mün» chen und Innsbruck verwendete. Spater übernahm er das Lehramt der Philo- sophie zu Landsberg, darauf wurde er Lehrer der Mathematik, die seit jebcr sein Lieblingsstudium war. zu Freiburg im Breisgau. Im Jahre t77l) über« nahm er daselbst die Professur der Ver» mmftlehre. welche er bis zur Aufhebung der Gesellschaft Jesu durch die Bulle des Papstes C l e m e n s XIV. „DorQwnL 20 Asäemtoi no2t6r" vom 21. Juli 1773 innehatte. Nun in den Weltprie« sterstand zurückgekehrt, wurde er auch fernerhin im Lehramte verwendet und zum k. k. öffentlichen ordentlichen Lehrer der Naturlehre an der hohen Schule zu Freiburg in Vorderösterreich ernannt. Als mathematischer und philosophischer Schriftsteller thatig, hat er nachstehende Werke veröffentlicht: „ burg sFreiburg 1739, Wagner, (Augs» aci 67'/o?-iö«s cilss^lTleH" (Augs» burg 1763, 8".); — „ S M ÜF. (Augsburg 1763 — 1766 Magner in Freiburg 8«.)', — 2 sid. (Freiburg 1771, 8".)', — 177l, 8^.); — i 2 (Augsburg l771. dann Freiburg 1779, 8".)', — ^/^stl- ?u?eonsH ^^Hl'sas ^o^a^as" (AugS» burg 1774). EineS seiner Werke gab m deutscher Uebersetzung Rupert , Abt zu Duitz. unter dem Titel: ,Auslegung der Offenbarung Iohannis." 2 Bde. (Augs- burg 1789. Doll. 8".) heraus. Im Jahre t778 war Steinmayer noch Pro« feffor der Naturlehre an der Hochschule zu Freiburg, spater soll er Professor der Mathematik an der Universttat zu Dil» lingen, der Philosophie zu Straubingen, der Moral zu Dillingen und zuletzt Stu- diendirector in Amberg, München unb Landshut gewesen sein. Ste inmayer gehörte zu den aufgeklärten Priestern der Iosephinischen Periode, der noch als Jesuit mit seinen Oberen nicht eben im glatten Einvernehmen stand. Als der Philosoph Wol f sein neues System be- kannt gemacht, trat Steinmayer mit ihm sofort in brieflichen Verkehr, kaufte seine Werke, studirte sie auf das eifrigste und bildete sich nach ihnen. Seine Obe» ren, die damit nicht einverstanden waren, nahmen ihm diese Bücher, die er ge« wohnlich im Strohsack versteckt zu halten pflegte, zu wiederholten Malen weg. Als ein geschworner Feind des Probabilismus und der jesuitischen Theologie und in seinem Orden als Reformator bearg- wohnt und scharf beobachtet, konnte er, so lange die Gesellschaft bestand, nicht aufkommen und erst die Aufhebung der Gesellschaft bracdte auch ihm Erlösung. v.Wurzbach. biogr. Lerikon. XXXVIII. ^Gedr.20. Nov. 10
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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