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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 152 -
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Steinringer 152 Steinsberg deS. Auf der großen österreichischen Land. und Forstwirthschafts . Ausstellung des Jahres 4837 wurde dem Stifte für daS dahin gesendete Rindvieh der Mariaho« ftr Race die silberne Medaille zuerkannt und für l848ger Pikerer Wein erhielt es die ehrenvolle Erwähnung. Wo aber so viel des Segens sich zeigte, stellte sick auch das Unglück hemmend ein. So hatten wiederholte Brände nicht unbe. trächtlich daS Stiftsgut geschädigt; aber der Abt ließ sich durch Unfälle nicht ent. wüthigen, und stellte neue und ver- besserte Wirthschaftsgebäude wieder her. Oben geschah Erwähnung, daß der Abt auch schriftstellerisch thätig gewesen, und so nennen wir denn daS von ihm noch in seinen letzten Jahren herausgegebene psychologische Werk „Versuch zur Rrnnzeich- nnng des Menschen ul3 Natur- und Geist-, alter llls sinnen- nnil Vernnnttmesen, liir denkende Ohrizten" (Wien 4864-, Gorischek). worin er sich als tüchtiger Denker, als gedie« gener philosophischer Autor bewahrt. Als ihn in letzter Zeit sein körperliches Lei« den übermannte, wollte er seine Abt- würde niederlegen; aber die vereinten Bitten seines Bischofs, der Capitularen und der k. k. Behörden bewogen ihn endlich, von seinem Vorhaben abzu» stehen. Nun aber ließ er sofort daS Stiftsinventar aufnehmen und gab über- all noch die nöthigen Aufklärungen, um, wenn er abberufen würde. Alles in be» ster Ordnung seinem Nachfolger zu hin« terlafsen. Ulid er wurde abberufen. Sckon kurze Zeit darnach nahm sein 3e!. den einen so bedenklichen Charakter an, daß er. um die Aerzte zu colisultiren, nach Klagensurt reiste. Aber er fand dort nicht Heilung, sondern starb da» selbst im Alter von 73 Jahren. Hetr von Hof f ing er faßt die Charakteristik dieses würdigen Prälaten in wenigen, im Lapidarftyl gehaltenen Worten zu- sammen: ,Gelehrt und kunstsinnig, ge» wissenhaft und geschäftsgewandt, fein, tactvoll, wohlwollend und liebenswür« dig, war er ein wackerer Repräsentant deS ältesten, in allen Zeiten bewährten Ordens, nämlich jenes deS h. Benedict." Wiener Zei tung 1866, Nr. 36, in der Rubrik: „Sterbefälle". — Hoff inger (Io< hann Ritter von), Oesterreichische Ohrenhalle. IV. 1866 (Wien 1867. Anr. Schweiger. lir. 8°.) S. 42. Steinrucker, Leopold ( B i l d n iß. ma le r , geb. in W i e n 28. October 4804). Ueber den Lebens- und Bit- dungsgang dieses Künstlers liegen keine näheren Nachrichten vor. Den Werken über Kunst und Künstler in Oesterreich ist er unbekannt. Ebensowenig konnte ich erfahren, ob er ein Zögling der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien gewesen. I n der Ausstellung derselben bei St. Anna im Jahre 4834 war zum ersten Mal ein von ihm in Oel gemaltes Bildniß zil sehen. I n der nächsten AuS« stellung des Jahres 1836 war er wie- der durch ein OelbUdniß vertreten. Spa» ter fehlten seine Werke auf den AuSftel- lungen und ist über ihn und seine Arbei- ten nirgends etwas bekannt geworden. Kataloge der Iahres'Ausstellunqen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (8«.) 1834, S, 30, Nr. 320; 1836. S. 4. Nr. 21. Eteillsberg, Fr. Guolsingec Ritter von (Theaterdichter und Theater« director. geb. inBöhmen um daS Jahr 1737, Todesjahr unbekannt). Die Notizen über diesen merkwürdigen und abenteuerlichen Fortschrittsmann der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahr« Hunderts sind spärlich; es ist nicht ein- mal sein Geburtsdatum sicher festzustel« len, und wann und wo er gestorben,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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