Seite - 175 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Bild der Seite - 175 -
Text der Seite - 175 -
Stellwag, Karl 173 Karl
Auges" (Sitzungsberichte der mathema.
tisch ' naturwissensä astlicken Classe der
k. k. Akademie der Wissensch. l6. Band)
vor die Oeffentlichkeit. Es war damit
zum erstenmale die Lehre von den Re«
fractions - und Aecommodationsano.
malien deS menschlichen AugeS in wissen,
scdaftlicher Form als" ein GanzeS und
Zusammenhängendes dargestellt, die
Existenz und das Wesen der Hyperme«
tropie festgestellt uud neben einer FĂĽlle
von unbestrittenen Einzelheiten das Fun>
dament geschaffen fĂĽr eines der wich.
tigsten Capitel der Augenheilkunde. Am
43. December 1863 wurde Stel. lwag
von dem Professorencollegium der Wie«
ner medicinischen Facultat für die erle»
digte Lehikanzel der Augenheilkunde an
der Wiener Universität vorgeschlagen.
Er erhielt diese Stelle aber nicht, und
wurde „in Anbetracht seiner verdienst«
licben Leistungen als Lehrer und Schrift«
steller" mittelst ah. EntschlieĂźung Seiner
Majestät vom 43. Mai 4837 zum
auĂźerordentlichen Professor der Augen
Heilkunde an der Wiener Universität er-
nannt. Am 8. September 483? erfolgte
die Ernennung zum auĂźerordentlichen
Professor an der medicinisck-chirurgischen
IosephS'Akademie. am 23. September
4838 die Ernennung zum wirklichen
Professor an dieser Lehranstalt und nun
auch sein Uebertritt in den Civilstand.
Im Jahre 4861 erschien die erste Auf»
läge seines „Lehrbuchs der Augenheil,
kĂĽnde", welcher bald mehrere und auch
einige Uebersehungen in fremde Spra»
chen folgten. Als endlich die medicinisch-
chirurgische Iosephs«Akademic den seit
ihrem Bestände fast ununterbrochen und
mehrseitig nicht mit den lautersten Mo-
tiven uud Mitteln geführten Kämpfen
erlegen war, wurde Ste l lwag am
9. September 4873 zum ordentlichen Professor der Augenheilkunde an" der
Wiener Universität ernannt, in welcber
Stellung er ^ur Stunde noch fĂĽr sein
Fach wissenschaftlich thätig ist.
Stellwag's von Carion wissenschaftliche Arbeiten,
a) Selbständige Werke „Ophthalmolo^ie vom
naturwissemchaftlicht'n Standpunkte". 2 Bände
(Wien 1853 bis <858. gr. 8".>. — „Lehrbuck
der praktischen Augenheilkunde" (Wien !8<i2,
Braumüller, XI I I und 737 S.), — Zweite
umgearbeitete Auflage (ebd. <8s,4. VI und
80? S. um eingedr. Holzschn. und 2 lith.
Tafeln). — Dritte verdessette Auftage (ebd.
!867. XIV und 88ss S.. mit ringedr. Holz»
schnitten und li Chlomolith.). — Vierte ver»
besserte und vermehrte Auflage ;eb5. <»70.
VI und 963 S., mit toi) eingedl,'. Holzschn
und 3 cliromolith. Tafeln; alle virr Äufiagen
in gr. i>".). — Eine ttalieniscke Urbersetzuna
der zweiten Auflage dieses NerkeS rnctnen
untei.' dem Titel: ^^lanuaie <li Oculit,tic:>.
pratica" (i>Ul2no lilSi, Vl>.lla,l6i); — cie
dritte Auflage wurde inc> Englische übersät:
,,^rQ2ti86 on rti6 äiäsaseä ok tll^ l-)e"
(XL"- ^'oric t>l>L»), und ins Nn^ari ch^
„^, (i^akai'lHti 52ems."26t t2ukön>'V«"
(l»S5tti 1868). — „Der iluraoculäle Druck
und die IlmerootionS'Verhältmsse rer Iris,
vom augenärztlichen Standpuncte aus de^
trachtet" lWien l868. Braumüller. V l I u»d
<00 Seiten, ^r. 8».). — d) In gelehrten
Fachschriften. AuĂźer den m der obigen
Lebensfkizze erwähnten, u. zw. in Amm o n's
„Zeitschrift fur Oph th a l mologi e",
IX. Band: „Das Horndautgeschwür". —
In der „Zeitschrift der l. k. Gesell«
schaft der Aerzte zu Wien". 1850:
„Beiträge zur 5!ehre von dem Ärcolllmoda»
tionsuermögen des menschlichen Augeö" ; —
1852: „Zur Lehre von den Glashäuten im
Allgemeinen"; — 1832: «Die Ekcasie des
Schlemln'schen Canaleü"; — „Statistisä.e
Beiträge zur Lehre vom grauen Staare u>?d
seiner Heilung durch Operation"; — 1834:
„Beiträge zur Lehre von drm angrborrni>n
Mangel der Regenbogenhaut".- — 1854:
„Beitrag zur Lehre uon Hemmungebildungen
deö menschlichen AugeS"; — „Theorie der
Augenspiegel" ; — „PeUiag zur Pathologie
d^r Gehilfsnerven beS menschlichen Auges";
— 1855: „Zur Lehre von dem Albinosau^e
und von dem Leuchten des Auges"; — 1355:
„Ueber die Vedandlung der Hornhaut-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Band 38
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Stehlik-Stietka
- Band
- 38
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon