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stelHamer, Franz 186 - StelHamer, Franz
an der Emporbrüstung der Kirche im Mit»
telbilde „Das Opfer des Hohenptiesters Mel»
chisedech" dargestellt. I n dem Bilde soll im
Kopfe des Könisss von Sodoma. S te l z ,
damer zu erkennen sein. Der Maler des
Bildes ist Joseph Gold.
III. Stel)hamer>DĂĽsten. M. Renner, ein
junger Bildhauer aus Oderösterreich, hatte
im Jahre l87l eine tressliche KolossalbĂĽste
Stelzhamer's angefertigt, welche in Pri,
vatoesitz nach Ischl kam. Auf Ersuchen der
Wiener Künstler»Genossenschaft wurde diese
BĂĽste im Jahre 5873 in die Kunsthalle der
Weltausstellung gesendet. Dort aerieth die
Kiste mit der Büste des Dichters in „Ver»
stoß" und wurc>e erst nach beendeter AuS»
stellung gefunden. Sie war unerössnet, aber
nicht mehr unbeschädigt an den Eigenthümer
(Professor l.>r. Egger von Möl lwalo)
nach Ischl zurückgekommen. — Eine kleinere
GypsbĂĽste, zu welcher Stelzhamer saĂź,
vollendete Nenner im Jahre 1872. Letztere
kam in den Handel. Nenner ist ein Schü«
ler Kundmann's
IV. Stelzhamer's Vebnrt5l)aus. Abbildungen
desselben. Nach einer Originalzeichnung von
B l u m a u e r. I n H a l lderaer's „Ueber
' Land uno Meer" 13 Bd. (1863). Nr. 21.
— Ste lz h am e r'5 Geburtshaus. Auf Holz
gezeichnet von I . I . K i r ch n e r. I n der
von V i n cen t i herausgegebenen „Hei»
mat" 1877.
V. Gedenktafel. Im Vorgarten von Stelz«
hamer's Geburtshause zu GroĂź'Piesenham
wurde auf Veranstaltung eineS Localcomitss
und durch eingegangene freiwillige Beiträge
ein auf einem Steinsockel postirter Gedenk»
stein mit der Inschrift: „Stelzhamer's
Geburtshaus" errichtet und am «4. Ocrober
1675 enthĂĽllt.
VI . Grabdenkmal Stehhamer's. Der Dichter
liegt zu Henndorf bei Salzburg begraben,
und der Pietät seiner zahlreichen Verehrer
ist das Denkmal zu danken, das sein Grab
schmĂĽckt. Bildhauer Renner entwarf die
Umrisse des Denkmals. Baron S ch w a r z
stellte den ansehnlichen Grundstein bei, Ba«
ron Löwenstern den Stein der Pyra»
mide uno des Sockels. Auf der abgestutzten
Fläche der Pyramide erhebt sich eine Leier.
In der Mute der Vorderseite der Pyramide
ist Stelzhamer's Kopf in einem Lor»
berkranze angebracht; unter dem Lorber»
V a u e r n f e l d . Castelli. Deinhard.
stein, Edert. F eu chtersl eb en. Fra nk l.
GrĂĽn. Halm. Lenau. Pyrker, Seid l ,
Vogl, Zedlitz. — 4) Si lhouette von
Hugo S t r ö h l , in einer Guirlande von
Nlpenvlumen. Darunter steht folgende Wid»
mung: „An Franz von Piesenham.
Scdan lang han i an blangä g'dabt > dir
mal was zu väehrn. > do niemals is's mä
guät gnuä gwest. ! han denkt, wirst vessa,
wern. I Irzt, wo i's ä weng bessa kunt, is
ma mei freud vädordn. I du muarst dö
gschich: lein grocha, ham I und bist ma
gschwind västorbn > I Was soll i mit die
bleämaln thoan? ! hamd schau in gruh
välorn; l voll loadwes und voll trauriakeitl
band schwoarz nur allsamt worn! Hugo
Ströhl" . Schattenriß und Gedicht brachte das
Wiener Spott, und Witzblatt „Die Bombe"
4. November t877, Nr. 44. — 3) Stelz»
hamer (in Hemdärmeln) mit der Unterschrift:
„Als der Bremer Maler Ha mpe mich gemalt,
war ich gerade einunddreihig Jahre alt" (also
aus dem Jahre ls33, im Besitze der Fa>
milie). — 6) Oelbilo und unvollendetes
Aquarell von I . Dan hauser ^darnach
die schon beschriebene Lithographie^. —
7) Aquarell aus dem Jahre <»6t und Orl-
bild aus dem Jahre l868. vom Maler
Wal l dämm er in Vöckladruck gemalt. Im
Besitz der Familie. — 8) Stelz hamer als
Diogenes. Aquarell uon Emil I ieyn ier
M . XXV, S, 404). Maler Neynier
zeichnete das Bild fĂĽr den Festabend, den
die Salzburger Gesellschaft der „Berggei»
ster" dem Dichter im December 1872 ner>
anstaltete. (Stelzhamer sitzt vor einem
Fasse, umqeben von alc ausgegohrenem Wein
(seinen Werken), genährt von zufliegenden
Raben und den Lilien deS Feldes, zur Seite
seine beiden Kinder. ^Eigenthum der Gesell«
schaff). — 9) Photographie in Lebensgröße,
von A. Red im 'April t873 ausgefĂĽhrt.
Darnach im Kleinen die Photographie bei
I . Eu. Engl's biographischer Skizze. —
Außerdem verschiedene photographische Bild»
nisse. in Wien. Linz u. s. w aufgenommen.
— lO) Eine Photographie vom 28. Juni
1862 mit Stelzyamer's Autograph: ,So
dini, wani rast und rueh'. schen stad oo
mir sinnieren thue; do ain NĂĽhrer. ain
Rucka, an ainzign klain'n Zucka.- Bue du
wurst guckä, wos Alls d^oon käm, was
oazue!" — 1l) In der Kirche zu Henndorf,
wo eben Ttelzhamer lebte, befindet sich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Stehlik-Stietka, Band 38
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Stehlik-Stietka
- Band
- 38
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1879
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 398
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon