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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 192 -
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auch in den schwierigsten Zeiten, mit der Leitung deS Justizministeriums betraut. Schon im August 1848 in das neuer« ricvtete Justizministerium berufen, wurde er im December 1848 zum Unter-Staats' secretär im Justizministerium ernannt. Mit steis frischem Geiste. mit nie er> müdendcr Hingebung widmete er alle Kl äfte, alle Zeit sein eö Lebens dem Werke, welches des Kaisers Wille in'S Leben gerufen, der Begründung einer neuen Rechtsordnung für das ge- sammle Reich. Drei Ministern stand er zur Seite als treuer Rathgeber, gleich ausgezeichnet durch weise Mäßigung wie durcd vorurtheNSfreie Würdigung einer vorgeschrittenen Culrurepoche. An allen jenen Reformen, die sich nun allmälig zum großen Baue eines gesammten, alle Völker Oesterreichs umfassenden Reckts- organiSmus vereinen, war er mit thätig, wirkte auf alle Arbeiten dieser Zeit lei- tend und fördernd ein. Solch ausge. zeichnetes Wirken wurde auä) wiederholt gewürdigt. Stelz Hammer erhielt im Jahre 1849 den Orden der eisernen Krone zweiter Classe, wurde in den Freiherrenstand des österreichischen Kaiser» ftaates erhoben und im Jahre 1833 durch Verleihung der geheimen R.uhs» würde ausgezeichnet. Uebermaßige An« strengungen hatten seine Gesundheit vor der Zeit gebrochen. Schon im I . t833 zeigten sich die Spuren des L.ioens. d.m er drei Jahre spater erliegen sollte. Der ihm gewidmete Nachruf charakterisier. Stelzhammer wie folgt: »Ausge- zeichnet als Jurist, war Freiherr von Stelzhammer auf keinem Gebiete des menschlichen Wissens fremd. Seine reichen Sprachkenntniffe machten ihm die geistigen Schatze fast aller Nationen der gebildeten Welt zugänglich, und inmitten der drangenden Staatsgeschäfte, unter ) Ferdinand 192 StelHammer (Genealogie) der Last einer übergroßen Verwaltung, erübrigte er doch noch stets Stunden der Nacht, die er wie zur Erholung der unausgesetzten Fortbildung seines Geistes weihte. Er besaß hiebei in seltenem Maße den Zauber, des geschriebenen Wortes, die Gabe der klaren, edlen Darstellung des Gedankens. Diese Kraft der Intelligenz, verbunden mit einer seltenen Tiefe dos Gemüthes, bewahrte er bis zu feinem letzten Athemzuge, die» sen überdauernd in der Erinnerung aller jener, die einst um ihn standen, und in den Werken, in welchen sein Geist weht." Wiener Zeitunss 5858, Nr. l<;3. S 2733: „Ferdinand Freiherr von Stelzhammör". — Adelstands-Dipl om 66o. 38. August l 787. — ftreiherrenstands<Diplom Häo. 22. October 1849. Familienstand des Freiherr« von Stc^hammer. Ferdinand Freiherr uon St rlzd a m m er hatte sich in L?mber>i am l8. September !327 niit üuliana geborenen Nofing (peo. <3. December 1807) vermalt und enlspran» gen aus dieser-Ehe zwei Söhne und zwei Töchter: Emi l (geb. l828. gest. 1832). zuletzr Auscultant bei dem k k. Oberlandeögerichte; — August Anton (aeo. zu Wien l832) k. t. Major a. D., vermalt (seit 30. April l863) mit Aallilie 3inger von Gleichcnau; — Qtti l ie (geb. l83l)), uermält (seit 22. August <550) mit Audolpy Fellner von der Ars, k. k. Statthaltereisecretär in Wien, Witwe seit 23. März ««62; — Mar ia Antoinette (seb. l833). vermalt (seit 20. Apiil l839) mit Dr. Emil von CzurniausKi, Professor der Chemie an der kaiserlichen llniversität in Krakau. Wappen. Ein uon Siloer und Blau quer» getheilter Schild, in welchem ein von densel» ben, jedoch abwechselnden Farben quergetdeil- ter, zweiköpfiger und goldgekrönter, Adler mit ausgeschlllgenen rothen Zungen zu sehen ist. Auf dem Hauptrande des Schildes ruht die freiherrliche Krone, auf welcher ein aekiönter Turniechelm sich erhebt. Auf der Krone steht ein dem im Schiloe bezeichneten ähnlicher Adler. Die Helm decken sind zu beiden Seiten blau, mit Silber unterlegt. AIs
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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