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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 194 -
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StclHammer, Johann Christoph 194 Stedhammer, Iuhcmn Christoph Nach beendigten Studien wollte er die theologische Doctorwürde erlangen und meinte, daß dieß nack der früher vor geschriebenen Art geschehen könne. I n dessen aber hatte der Prälat Ra u tew st rauch ^Bd. XXV, S. 67^ den neuen Ltudienplan entworfen und diesen wollte die Kaiserin sofort eingeführt wissen. So mußte sich Stelzhammer. wollte er sein Ziel damals schon erreichen, den neuen Anordnungen fügen und war so» mit der Erste, der nach den neuen Vor- schuften und Gesetzen die theologische Doctorwürde erhielt. Im Jahre 1776 ertheilte ihm der Weihbifchof von Paffau die Priesterweihe. Von dem Wiener Or« dinariate erbat er sich die Erlaubniß, in Wien verbleiben und an der Universitäts. Bibliothek unentgeltlich arbeiten zu dür» ftn. Sein Antrag wurde angenommen und da es die Kataloge über die aus den aufgehobenen Klöstern zugewachsenen Bücher anzufertigen galt, fehlte ?S nicht an Arbeit. AlS er sich damals zu unent- geltlickem Dienste bei der Bibliothek an» geboten hatte, standen die Aussichten für eine baldige Anstellung an derselben sehr günstig. Durch Personalveränderung in den höheren Stellen schwanden aber diese Hoffnungen alsbald, und S. war genöthigt, sich durch Privatunterricht weiter fortzuhelfen, und hatte somit nur das unbestrittene Verdienst, zwei Jahre unentgeltlich dem Staate gedient zu ha» ben. Durch seine Privatstunoen, die er Zöglingen gab, welche sich für daS phi« losophische Examen vorbereiteten, wurde er auf das sorgfältigere Studium der Physik geführt und S. besuchte aus die« sem Anlasse die Vortrage des Professors Gueßmann Md. VI, S. 21). welche ihn fo fesselten, daß er den Entschluß faßte, sich ganz dem Studium der Physik zu widmen. Er verlegte sich nun mit allem Eifer auf die ihm lieb gewordene Wissenschaft, und unterzog stch zur Er« langnng einer Lehrkanzel dem vorge» schriebenen Concurse, der so glücklich aussiel, daß er auch im Jahre 1792 als Professor der Physik zu Klagenfurt in Karnthen angestellt wurde. In Karn« then fand er in dem nacbherigen Fürst- bischof von Linz, Sigmund von Hohen- wart IVand lX , S. 206). der selbst ein Naturfreund und Naturforscher war, einen wohlwollenden Gönner, der ihn mit Rath und That unterstützte und zu immer gründlicheren, naturgeschicht- lichen Studien anspornte. Nach vierjah» rigem Aufenthalte in Klagenfurt folgte er einer Einladung des Professors der Mathematik Georg Freiherrn von Metz. bürg ^Bd. XVI I I , S. 64), ihn nach Westgalizien zu begleiten und ihm bei der trigonometrischen Aufnahme des Lan« des behilftick zu sein. Stelz Hammer nahm den Antrag an und betheiligte sich, alle Strapazen und Mühseligkeiten der anstrengenden Arbeit ertragend, mit allem Eifer an derselben. Im November 1796 mit den besten Zeugnissen Metz- b ur g's versehen, kehrte S. zu seinem Lehramte in Klagenfurt zurück. Um diese Zeit erfolgte der Tod seines Bruders Paul. der nach Aufhebung dcS Jesuiten« ordenS die Rechte studirt, sich mit Leo tionengeben fortgeholfen. dann eine Staatsbedienftung gesucht und zuletzt vom Viceregistrator im ManipulationS« dienste sich zum Hofrathe bei der obersten Iustizstelle emporgeschwungen hatte. Um. der Familie der Hinterbliebenen nahe zu sein, suchte I o hann Christoph nach Wien überseht zu werden. Als um diese Zeit die theresianische Ritterakademie wie» der erneuert wurde. bewarb er sich um eine Stelle an derselben, und erhielt sie auch mit der Anwartschaft auf die bald
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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