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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Stehlik-Stietka, Band 38
Seite - 197 -
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Stetig t97 S c h ü h e n b e r g e r ^Band XXXII, S. 133^ verfaßt hatte. In seinen letzten Jahren lebte Stelz Hammer in Linz, wo er auch als Wjahriger Greis an Altersschwache starb, der letzte aus dem aufgehobenen Orden der Gesellschaft Jesu, den er um 67 Jahre überlebt hatte. S t e l z h a m m e r ist zu Linz bestattet und sein langjähriger Freund, der Linzer Bischof Thomas Z ieg le r , ließ dem verblichenen Freunde in der Linzer Kathedrale eine Gedächtnißtafel errichten. Oesterreichische Nat iona l «Ency kl o> pädie von Gräffer und Czikann (Wien 183?. 8«.) Bd. V, S. 446. — P i l lwe in (Benedict). Linz. Einst und Jetzt, von den ältesten Zeiten bis auf die neuesten Tage (Linz l846, I . Schmid. 8°.) Bd. I I , S. 46 ^Pi l lwein stellt anläßlich der Abweichun« gen in Angabe des Geburtsdatums Stelz« Hammer's dasselbe auf Grund des Tauft buches mit dem 29. August 1750 fest). — Oesterreichi scher Zuschauer, herausg. von I . S. Ebersberg (Wien gr. 8».) 1837, Bd. I I I , S. 1044. — Allgemeine Theater. Zeitung. Von Adolph Bäuerle (Wien, gr. 4".) 1841, S. 908. — Stoe- L6?-, l^ok. ^sF.^, serixtorsL provinoias ^.ULtriHoab 8ooistati5 ^esu (Visunao 1853, I.SX. 8«.) p. 338 smit der irrigen Angabe, daß S. am 25. August <750 geboren wor» den. — Poggendorf f ( I . C-). Bio< graphisch < literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859. I . Ambr. Barth, Lex.<8o.) Vd. I I , Spalte 1000. Stelzig, Ignaz Alphons (Redemp« torist. Schriftsteller undMissio- när, geb. zu Prag im Jahre 4823, gest. zu Wien 21. Februar 1863). Sein Vater war Doctor der Medicin und Oe- richtsarzt zu Prag. Der Sohn beendete die Gymnasialclaffen und philosophischen Studien daselbst und wendete sich als- dann den theologischen Studien zu. An» sanglich besuchte er als sogenannter Tr« temist die theologischen Vorlesungen des Benedictinersiift.es Emaus in Prag. darauf begab er sich nach Wien und trat dort in die Kongregation der Redemp« toristen ein. Nachdem er im Jahre 1846 die Priesterweihe erlangt hatte, ging er als Missionär nach Amerika. Dort wurde ihm bei einem Indianerftamme seine Wirksamkeit angewiesen. Seine kleine Gemeinde bestand auS einigen Hunderten von Rothhauten und im vollen Frieden waltete S. erfolgreich seines segensvollen Berufes. Da lagerte sich mit einem Male eine andere mächtige räuberische' Indianerhorde in unmittelbarer Nähe derjenigen, in welcher Stelzig seinem Missionsberufe oblag. Bald kam eS zu Streit und Hader, und endlich sollte ein blutiger Kampf entscheiden, welcher Stamm von beiden weichen muffe. Mis> sionar Stelzig hatte alle Versöhnungs» versuche erschöpft, und als es zum Kampfe ging, konnte er nicht zurückblei» ben und mit dem Kreuze in der Hand schritt der junge Priester seinem Stamme voran in den Wald. wo nach Indianer« art von Baum zu Baum gekämpft wurde. DaS Feuer wurde immer hef» tiger. die Kämpfenden rückten sich im« mer naher an den 3eib. Da mit einem Male stürzt mit wildem Geheul und hoch erhobenem Tomahawk ein entsetz« licher Wilder auf den Priester, und ist eben bereit, den Todesstreich auf ihn zu führen, als der Indianer, wie durch ein Wunder gelähmt, vor dem Missionar in die Knie sank. den Tomahawk sinken ließ. die furchtbare dräuende Miene des Wilden sich in ein unbeschreiblich freu- diges Grinsen verwandelte und im rein» sten Üechisch dem Missionär die Worte ins Ohr klangen: (Jesus Maria und Joseph, Herr Stel- zig wie kommen Sie denn daher?)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Stehlik-Stietka, Band 38
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Stehlik-Stietka
Band
38
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1879
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
398
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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